Der rote Tee

Als ich an den Balkon dachte.

komischer rot-cyan-3D-Effekt auf einem Foto von einer Tasse mit rotem Tee. Es steht auf Holzlatten, auf denen auch gelbe Birkenblätter liegen. In der Tasse ist ein Löffel.

Ich werde daran erinnert, dass vor vier Jahren der Monat war, während dem ich einen Monat lang bloggte. Einfach nur, weil ich mir es vorgenommen hatte und es konnte. Ich finde meine Texte von damals natürlich besser als die kargen Skizzen, die ich heute auf dem Klo in mein Handy tippe, aber ich finde ja immer alle Texte, die älter als einen Monat sind, besser als das, was ich gerade produziere.

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Unter dem Wellblechdach

Als ich mich entspannte.

Ich wünschte, es würde sich immer alles so anfühlen. Den halben Tag regnet es, in der anderen Hälfte ist es einfach nass. Ich sitze: Am Küchentisch, am Sofa, unter dem Wellblechdach, vor meinem Computer. Menschen kommen und gehen, ich quatsche, erfinde neue Spielshows oder spinne Ideen weiter. Es scheint sich wirklich etwas geändert zu haben, wie ich bereits vermutete. Oder es ist einfach nur Sommer, ich hatte vier Tage hintereinander frei und fange an, so etwas wie entspannt zu sein. Ich sollte es genießen, so lange es hält.

Das Umtopfen

Als ich einen ruhigen Tag verbrachte.

Ein Tag zum Ausruhen. Es wirkt schon beinahe ungewohnt ruhig nach der letzten Woche, die so voll mit Menschen war, dass ich mir fast schon zu faul vorkomme. Ich topfe die Pflanzen um, ich fahre einkaufen, ich schaue Serien, während es draußen unablässig regnet. Mir kommen sechs neue Ideen, von denen ich höchstens eine umsetzen werde.

weekend reading 29

Als ich mich fragte, ob heute tatsächlich … Freitag ist?

Ich hab diese Woche endlich einmal wieder einen längeren Artikel für die woxx geschrieben, nämlich über den IPCC-Bericht über Landnutzung und Klimawandel. Ich hab das Die Kühe, der Wald und das Klima
 genannt, was das Problem ein wenig zusammenfasst. Wobei das ohnehin schwierig ist, so viele Daten und Aussagen zusammenzufassen und dann auch noch zu analysieren, was das jetzt für Luxemburg heißen könnte. Ich glaube aber, dass mir das trotzdem ganz okay gelungen ist.

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Der Sommertag

Als ich einen freien Tag hatte.

Die Schmerzen sind vorhanden, aber nicht sehr schlimm. Ich verbringe den halben Tag am Küchentisch und genieße es. Der Tag vergeht ohne Druck, ohne das Gefühl, dringend noch etwas erledigen zu müssen. Mein Hinterkopf wirkt aufräumt, wenn auch nur für einen langen Vormittag.

Die Entfernung

Als ich tapfer war.

Es passiert alles viel schneller als ich dachte, ich merke es nicht einmal. Das ist eigentlich kein gutes Zeichen, da könnte ja eigentlich jede*r kommen und so etwas machen. Und auch die Schmerzen sind erträglich, zumindest im Nachhinein. Ich kann die große kulturelle Erfahrung nicht ganz teilen, aber auch nicht komplett ablehnen. Alles wird schon werden, irgendwie.

Die Leerstelle

Als ich mich nicht genau erinnern konnte.

Die Welt fühlt sich an, als hätte sich etwas geändert. Nicht abrupt, denn in den wenigsten Situationen gibt es abrupte Änderungen. Kleine Schritte. Kleinste Schritte. Aber es ist definitiv etwas anders, und es ist nicht nur der Sommer oder das Wetter oder die bunten Wimpel über mir.

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Die Enjoybarkeit der Postapokalypse

Als ich das Gefühl hatte, ein ruhiges Wochenende gehabt zu haben.

Das Wochenende war ruhig. Das stimmt überhaupt nicht, es waren an allen Tagen eigentlich zu viele Menschen und zu wenig Serien. Ich habe Dinge zu Ende gebracht und Dinge getan, die eigentlich nur ein paar Minuten dauern, die ich aber davor nie erledigt hatte. Das ist gut, das hilft, das fühlt sich produktiv an. Aber es hilft nicht wirklich beim Entspannen. Die Woche, die vor mir liegt, wird kurz und vermutlich alleine deswegen sehr anstrengend und unangenehm. Ich werde mich einfach durchkämpfen, habe ich beschlossen. Beschlossen, als hätte ich irgendeine Option.

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