18 Jahre bloggen

Als mein Blog Geburtstag hatte.

Dieses Blog besteht nun seit 18 Jahren. Volljährig also, wenn eins so will. Ich fand es ja schon schwer nachzuvollziehen, als es zehn Jahre waren – und jetzt sind es schon beinahe doppelt so viele Jahre. Die letzten Jahre waren relativ ruhig, aus diversen Gründen, allen voran die Schreibmüdigkeit, die sich irgendwann einstellt, wenn eins gegen Bezahlung auf Tastaturen einhackt.

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Die Initialenvergessenheit

Als ich über das Kribbeln meiner Handflächen nachdachte.

Wir reden über Verliebtsein, und es wird Erstaunen geäußert über die niedrige Zahl, die ich nenne. Ich weiß nicht, ob ich recht habe, es fühlt sich so an. Als Chronist meiner eigenen Befindlichkeiten vermute ich, dass ich wohl nicht so falsch liegen kann, aber ich kann mich auch nicht so ganz erinnern, ich kann die kribbelnden Handflächen ja nicht einmal heute von dem bösen, großen D-Wort unterscheiden, wie sollte ich das damals? Wie soll ich das rückblickend noch können?

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Der Nichtvorsatz

Als ich mir nichts vornahm.

„Und, hast du dir etwas für das neue Lebensjahr vorgenommen?“, fragt mich die Person, die wir einst Ruth nannten. Ich liege immer noch mit meinem Kopf in ihrem Schoß, sie streichelt immer noch über mein Gesicht, wir sind immer noch nicht verschmolzen, obwohl ich das bereits längere Zeit vorausgesagt habe. Meine Augen sind geschlossen. So muss ich nicht sehen, in welchem Raum wir uns befinden, welches Obst die Person wieder isst oder welche physikalischen Gesetze diesmal nicht so funktionieren, wie sie sollen.

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Der Geburtstag

Als ich älter wurde.

Ich stehe um Mitternacht im Garten, im Vollmondschein. Der Himmel ist beinahe komplett wolkenlos, die Bäume um mich herum sehen wunderschön aus. Ich genieße es, für wenige Minuten einfach nur da zu stehen und nichts zu tun.

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Die arbiträre Zeitspanne

Als ich die Welt für einen kleinen Moment in Ordnung fand.

Mein Kopf liegt immer noch im Schoß der Person, die wir einst Ruth nannten. Ich weiß nicht, was das heißt, was es ausdrücken soll, wieso sie mir über das Gesicht streichelt, langsam, beruhigend. Ich muss an meinen Bart denken. Den Teil, den ich wachsen lassen will und der Teil, der seit über eine Woche wächst, weil ich ihn nicht rasiert habe. Was ich aber fest vorhatte.

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Die Fahrt in die Dunkelheit

Als ich aus dem Fenster schauen wollte.

Erst in der Dämmerung fällt mir ein, dass ich Fotos aus der Bahn hätte machen können. Jetzt werden sie alle nichts mehr werden, weil die Beleuchtung (hier zumindest spärlich eingesetzt) macht, dass sich der Innenraum im Fenster spiegelt. Hinter mir brabbelt ein Kind die ganze Zeit vor sich hin, und die Erwachsenen, die es begleiten, ignorieren es einfach. Ich glaub, dass das mit mir auch gemacht wurde, bis zu dem Punkt, dass ich völlig abstruse Dinge glaubte – einfach, weil niemand mit widersprach, wenn ich danach fragte.

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Der Zwischenraum

Als ich zwischenlandete.

Wir stehen in diesem viel zu kleinen Raum zwischen Abfertigung und Flugsteig am Gate, im Niemandsland Flughafen, an dem alles so glatt ging, dass ich mich für meine Nervosität verfluche. Es ist eng, wir umarmen uns. Ich habe die Zugfahrt nicht so genossen, wie ich sollte. Ich habe der Stadt nicht ausreichend Aufwiedersehen gesagt, da fliege ich schon auf die nächste zu, die wieder nur ein Zwischenraum sein wird.

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Der Oslobesuch (7)

Als ich durch den Fjord fuhr

Nach einem kleinen Spaziergang durch die Stadt, bei dem ich einmal mehr checkte, wie kompakt die Innenstadt Oslos doch ist und wie nah ich gestern dem Meer war, ohne es zu bemerken, ging es auf eine Rundfahrt durch den Fjord. Zuerst aber noch ein Blick auf das Rathaus, das 1950 fertiggestellt wurde, von der „falschen“ Seite.

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Der Oslobesuch (6)

Als ich im Regen herumlief

(Ja, das bin ich)

Der Tag beginnt mit einem Besuch im Munch-Museum. Oder eher: Mit Kaffee und Zimtschnecke in der Stockfleths-Filiale im Munch-Museum. Um in das Museum eingelassen zu werden, muss eins durch einen Metalldetektor und das „Gepäck“ (Rucksäcke oder Handtaschen dürfen ohnehin nicht mit rein) wird durchleuchtet. Irgendwie verständlich, weil die Sammlung wohl ziemlich wertvoll ist, aber halt auch ein klein wenig nervig.

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Der Oslobesuch (5)

Als ich viele Museen besuchte

Heute morgen ging es nochmal mit der Fähre zur Halbinsel Bygdøy, auf der sich viele Museen befinden. Erste Station war das Vikingskipshuset, in dem drei zum Teil sehr gut erhaltene Wikingerschiffe zu sehen sind, außerdem viele Grabbeigaben, die mit den Schiffen gefunden wurden.

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