Das Ende eines sonnigen Tages bedeutet nur den Anfang einer sternenklaren Nacht, während der Himmel über uns schläft…

Dir kommt im Auto ein Gedanke für ein Roadmovie.
Drei Leute, ein Paar und ein alleinstehender Typ, der nie weiß, was er tun soll, wenn das Paar sich küsst, umarmt oder sonstige Liebesbeweise erbringt. Und er wird dadurch zum Raucher, denn er fängt sich jedes Mal eine Zigarette an, wenn geküsst wird. Dann ist er beschäftigt und kann sich ganz lässig umdrehen.
Es geht durch den Sommer mit einem großen schwarzen Van, über endlose Straßen und durch Straßen, ohne wirkliches Ziel, und die Atmosphäre ist nicht Langweile, sondern so etwas wie ständige Begeisterung, gepaart mit etwas, dass die Protagonisten manchmal als „chill“ bezeichnen.

Und über die Stereoanlage läuft Everlast. Die basslastige Stimme Erik Schrodys , die damit zur Musik harmoniert, intoniert „Ends“, es geht einen leichten Hügel hinab in die Stadt, und die Sonne, die sich schon auf zwar langsamen, aber sicheren Weg zum Horizont befindet, lässt die rostigen Stahlwerke und die rote Erde leicht golden leuchten. Der Wagen fährt unter eine Brücke, auf die jemand gesprayt hat „C'est tellement mysterieux, ce pays de larmes„. Es ist so mysteriös, dieses Land der Tränen.

Im Fahrzeug hingegen ist nichts mysteriös. Es könnte ewig so weitergehen…

2 Kommentare “Das Ende eines sonnigen Tages bedeutet nur den Anfang einer sternenklaren Nacht, während der Himmel über uns schläft…

  1. Die Räder des Vans wirbeln den rötlichen Staub auf, und man kann auf viele Meilen hinweg verfolgen, welche Route er fährt. Es ist heiß, in der Luft liegt ein Flirren, und am Horizont schmelzen die Konturen des Wagens zu einer wabernden, dunklen Masse zusammen.
    Maurice setzt sein Fernglas wieder ab und fragt sich, was die Fremden in dieser gottverlassenen Gegend wohl suchen.

    (hach, mir war grad so lyrisch …)

  2. Pingback: In den Brunnen | enjoying the postapocalypse

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