Die Fackel

Als ich ein Konzept halbwegs durchzog.

Ein Streichholz in der Dunkelheit

Ich möchte eine Fackel entzünden und durch die Dunkelheit laufen, alleine. Das Licht, das ich bringe, wird niemanden wärmen, es wird niemanden erleuchten, es wird höchstens Menschen verblenden. Ich hingegen wärme mich an der Unverständnis, die mir entgegengebracht wird, denn ich trage eine Fackel durch die Nacht, obwohl in der Stadt eine funktionierende und funktionale Straßenbeleuchtung existiert. Das ist mein Lebensgefühl, das ich nicht anders beschreiben kann.

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Der McMoment

Als ich mich – wie alles – wiederholte.

Ein Glas Wasser, in dem Chiasamen schweben.

Ich will nicht jeden Tag nur eine Variation des gleichen Textes schreiben. Aber leider scheint mein Leben gerade eins dieser single-issue-lifes zu werden, von denen ich immer höre, dass niemand sie lebt. Am Morgen habe ich versucht, den McMoment des letzten Mittwochs – er wirkt schon wieder so unvorstellbar weit weg – nachzustellen, aber es ist mir nicht gelungen. Mein Kopf war nicht in der Musik, der Regen nicht anwesend, und auch der Nebel, der gewissenhaft am Horizont hing, konnte die Stimmung nicht retten.

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Das Biegen und das Brechen

Als ich über Herzensbruch nachdachte.

Fertiggerichte in Dosen in einem österreichischen Supermarkt.

Immer, wenn ich dachte, jemand hätte mein tiny heart gebrochen, war es stets eine Lüge. Mein Herz ist intakt, alles was gebrochen wurde ist dieses merkwürdige, unkontrollierbare Nervenbündel in meinem Bauch, das als zweites Gehirn funktioniert. Außerdem habe ich vor kurzem gelernt, dass eine meiner Gehirnhälften nicht sprechen kann und deswegen eventuell ein Doppelleben führt, von dem ich bisher nichts wusste und das ich auch nicht verhindern kann, selbst wenn ich es wollte.

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Die Fahrradtour

Als ich eine wichtige Nachricht für die Nachwelt festhielt

Am vergangenen Wochenende bin ich mehrere Kilometer mit dem Fahrrad gefahren. Aus der vier-Seen-Tour wurde schon vor Fahrtantritt die drei-Seen-Tour, die ein weiterer Mitfahrer und ich dann zu einer zwei-Seen-Tour machten, vor allem aus Angst vor dem Anstieg in Langres. Der Akku des Elektrofahrrads sollte dann ja doch bis zur Anhöhe halten. Das tat er auch, was mir jedoch nicht wirklich weiterhalf, denn nach wenigen hundert Metern habe ich geschoben. Zumindest bis zu einem Punkt, an dem es nicht mehr ganz so steil war.

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In the Garden

Als ich einen Neubauten-Ohrwurm hatte

You will find me waiting for the spring and summer
You will find me waiting for the fall
You will find me waiting for the apples to ripen
You will find me waiting for them to fall
You will find me by the banks of all four rivers
You will find me by the spring of consciousness
You will find me if you want me in the garden
Unless it‘s pouring down with rain


The Garden lyrics © Sony/ATV Music Publishing LLC

Springtime

Als ich mich über den Frühling wunderte

Ich bin jedes Jahr aufs Neue überrascht, wie der Frühling alles verändert, mit welcher Geschwindigkeit Blüten kommen und wieder verschwinden. Möge mir die Fähigkeit, darüber zu staunen, nie vergehen.

weekend reading 11

Als ich wieder einmal einige Links postete.

Ich hab mich letzte Woche mit Carlos Paulos vom Projekt „Pipapo“ unterhalten. Pipapo macht Aufklärungsarbeit rund ums Feiern, vor allem aber über Drogenkonsum. Dabei geht es nicht so sehr darum, Menschen von Drogen fernzuhalten, sondern um einen aufgeklärten und geplanten Umgang damit. Drogen und Feiern: Den Rausch planen. Auch über die geplante Cannabislegalisierung in Luxemburg haben wir uns unterhalten und dabei unter anderem über THC-Gehalt und CBD-Hype gesprochen: „Cannabis ist schon längst verfügbar“.

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Das Urlaubsgefühl

Als ich Popmusik hören musste, um mich abzulenken.

Blick auf eine Autobahn, einen Parkplatz und eine Baustelle von einem Turm herab. Am Horizont und am Himmel sind viele weiße Wolken zu sehen.

Ich finde mich selbst sehr lächerlich. Dann versuche ich, mich mit Popmusik abzulenken von dem Draußen und dem Drinnen, das mich schon etwas quält. Ich weiß nicht einmal, wie ich meinen Zustand wirklich beschreiben würde. Die bleierne Müdigkeit ist größtenteils verschwunden, das Kribbeln in den Händen ist immer noch da. Ich wage es nicht, meine Vermutung auszusprechen, sie darf nicht genannt werden.

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Das Regenwetter

Als meine Hand kribbelte.

Strahlend blauer Himmel, von unten fotografiert, so dass einige Baumkronen voller grüner Blätter sichtbar sind.

Ich steige aus dem Zug und bemerke, dass meine Hand nicht mehr so merkwürdig kribbelt, was selten irgendetwas Gutes bedeutete. Dafür ist mein Gesäß eingeschlafen – immerhin gibt es Abwechslung im Bereich des Merkwürdigen, des Nicht-Einzuordnenden, des Unkategorisierbarem, das mir zwar nicht den Schlaf raubt, mich aber auf eine merkwürdige Art und Weise beschäftigt.

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