Die endlose Leere

Als das Wochenende mal wieder zu kurz war.

Stromleitungen, Bäume und tiefblauer Himmel

Es löst sich alles auf, weil Dinge passieren. Ich freue mich mit, wie damals beim Songcontest, und verstehe das Gefühl eigentlich nicht. Genauso wenig verstehe ich, warum mich die Serien so mitnehmen – ganz egal, welche ich schaue. Vielleicht sind es die Themen, vielleicht ist es diese komische Vorstellung, selbst einmal in solch einer Situation zu sein und nicht zu wissen, was eins tun soll, wie damit umgehen.

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weekend reading 16

als die Leseliste einen Tag später kam

Nach den ausnahmsweise einmal guten Nachrichten aus Österreich (bzw. von Ibiza) weiß ich ja gar nicht, wo ich anfangen soll. Die Pressekonferenz von Strache habe ich heute live gesehen – wer sie verpasst hat, kann sich das Transkript von Neuwal durchlesen. Das war unglaublich schnell online, was nocheinmal zeigt, wie großartig diese Seite ist. Der Spiegel-Bericht ist übrigens in der englischen Version auch kostenlos online. Soundtrack zum heutigen Tag liefern natürlich die Venga Boys, aber vielleicht auch Earl Zinger.

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Die Wolkenfelder

Als ich mal wieder von meiner eigenen Apotheose träumte

Ein Wolkenfeld über einem Wald

Ich vermisse die Wolkenfelder von gestern, mit denen meinen Unbeschwertheit verschwunden ist. Ich bin wieder ein nervöses, kribbelndes Nervenbündel, zusammengehalten nur von meiner oberflächlichen Gelassenheit, die ich auch nur durch regelmäßige tiefe Seufzer zusammenhalten kann. „Du bist mein Fels in der Brandung“, hat mir mal eine Person gesagt und ich weiß nicht einmal mehr, von welchem Leuchtturm sie weggelockt wurde. Vielleicht hat die Person ja innere Ruhe mit Langweiligkeit verwechselt, vielleicht war ich überhaupt kein Fels, vielleicht war das alles auch ganz anders und ich kann mich ohnehin nicht richtig erinnern.

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Die Aufregung

Als ich mich über Youth for Climate-Gegner*innen aufregte

Bild von demonstrierenden Schüler*innen auf der luxemburgischen Youth for Climate-Demo

Auch in Luxemburg ist eine große Klimaaktion für den 24. Mai angekündigt. Und wie überall treffen die jungen Aktivist*innen nicht nur auf Begeisterungsstürme. Ich habe mich heute auf woxx.lu aufgeregt, weil mir der ganze befürmundende und jugendfeindliche Quatsch, der Youth for Climate/Fridays for Future da entgegengehalten wird, gehörig auf die Nerven geht.

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Das Sommerhimmelblau

Als ich einen guten Tage hatte.

ein blauer Himmel mit Wolken (aus dem Sommer)

Und dann gibt es die Tage, an denen alles nicht so schlimm scheint, ohne dass ich den Unterschied erklären könnte. Vielleicht liegt es an dem Cocktail, vielleicht liegt es an der Sonne, vielleicht ist es einfach komplett zufällig und ich kann mein Gefühlsleben in Wahrheit überhaupt nicht beeinflussen und muss es so hinnehmen, wie es gerade kommt.

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Kein Raum

Als ich den Pfirsich ganz schlucken wollte.

Pfirsiche

„Warum ist alles so schwer?“
Ich seufze. Und seufze nochmal. Und wenn es mir nicht schon selbst peinlich wäre, ich seufzte auch noch ein drittes Mal.
Ich wüsste so gerne, warum ich alles so schwierig finde, warum mir jeder Atemzug so viel Kraft abverlangt, warum sich alles in mir sträubt, so bald ich nur an komplizierte Dinge denke. Und mit kompliziert meine ich: Morgens aufstehen.

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Der Wunsch

Ich wünschte
ich könnte dir sagen
wie sehr ich dich umarmen will
ohne dass es so klingt wie es klingt
Ich wünschte
ich müsste es dir nicht sagen
Ich wünschte
ich hätte mehr zu sagen
als dieses Entfernungsding
immer und jeden Tag
Ich wünschte
ich müsste nicht so viel wünschen

Der Eisriegel

Als mich das T-Shirt weiter umtrieb.

360 grad panorama des Mars in 3D, mit den typischen blau-roten Farbunterschieden für 3D-Bilder

Ich hätte mir die Mars-Eisriegel (oder sind es Eis-Marsriegel? Das Speiseis von Mars, in der Form eines Mars-Riegels) doch kaufen sollen, ich wäre sicherlich ein sorgenfreier und rundum glücklicher Mensch jetzt, wenn ich das gemacht hätte. Das ist ein Sinnbild für mein Leben, nicht etwa ein ehrlicher Wunsch nach so einem Eisriegel.

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Der Pullover

Als ich ein Abenteuer erlebte in der großen weiten Welt

Regen auf einer Fensterscheibe

Es regnet in Strömen.
Ich ziehe einen Pullover an, ich hatte seit Wochen keinen Pullover mehr an.
Ich ziehe die festen, halbwegs wasserdichten Schuhe an, ich hatte sie seit Wochen nicht mehr an.
Das sagt alles mehr über mich als über das Wetter der letzten Tage.
Ich fahre mit dem Bus irgendwo hin, wo ich noch nie war, zumindest nicht wissentlich. Ich muss schon mit diesem Bus in die andere Richtung gefahren sein, ich bin mir sogar beinahe sicher, dass dem so war, aber es wirkt neu.
Auf dem Rückweg verpasse ich den Bus, weil ich nicht denke, dass er schon kommt und den Zebrastreifen nicht sehe. Dann warte ich, ewig, viel zu lange in dem strömenden Regen oder eher in einer Pause, zum Glück.
Der nächste Bus fährt an mir vorbei. Ich stand an der falschen Bushaltestelle. Die richtige ist ein wenig sinnlos, aber so lange muss ich auch wieder nicht warten.
Immerhin habe ich einen Pullover an.

weekend reading 15

Als mal wieder Freitags war, der sich aber gar nicht so anfühlte

Ultralanges Wochenende hier, weil gestern war Feiertag und heute ist Brückentag und jetzt hab ich nochmal zwei Tage, es ist ziemlich unglaublich! Die woxx von dieser Woche (von heute!) scheint mir auch schon wieder sehr weit weg. Geschrieben habe ich eine Kinokritik (meine erste!) zu The Beast in the Jungle, den ich leider nicht sehr gut fand. Stolzer bin ich da schon auf das TV-Tagebuch EU-Wahlen: Wahlwerbespots Teil 2, in dem ich wieder fünf Wahlspots luxemburgischer Parteien analysiert habe. Vielleicht werde ich doch noch TV-Kritiker.

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