choose your own dream!

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Seit ben in diesem Artikel (darüber, was ein Buch ist) interactive Fiction erwähnte, kribbelte es mir in den Fingern, endlich was mit Twine zu machen. Ich weiß schon seit mindestens fast einem Jahr, dass Twine existiert, denn ich habe ein Buch zum Thema „mit einfachen Mitteln selbst Spiele entwickeln“ gelesen, um einen Artikel (bzw. einen Absatz) darüber zu schreiben.

Anfang Juli spielte ich ein paar Tage mit Twine herum, ohne aber über drei Passagen hinauszukommen, weil ich mich zu sehr auf die technischen Details und Möglichkeiten fixierte. Da es verschiedene Twine-Versionen und verschiedene Storyformate gibt, die alle eine unterschiedliche Syntax brauchen (die ich jedoch in den feineren Details in keiner Version ganz verstehe), lässt sich damit viel Zeit verbringen. Im August ist mir dann die Idee gekommen, dass ich mein aktuelles Lieblingsgenre der ausgedachten Träume ja mal in Twine schmeißen könnte, um zu sehen was dabei herauskommt.

Hier klicken um ausgedachte Träume zu spielen/lesen/testen/wasauchimmer.

„ausgedachte Träume“ ist ein literarisches Experiment, im besten Fall sowohl Textadventure als auch Literatur, im schlechtesten Fall ein weirdes choose your own adventure-Ding. Ein Wort zu Warnung: Dies ist eine sehr frühe Version, weshalb noch nichts poliert ist, es keine Spezialeffekte und sehr wenig Bilder gibt. Für einen ersten Durchgang reicht es aber sicherlich.

Ich freue mich sehr über Feedback! Das ist mein allererstes Projekt dieser Art, daher kann es sein, dass irgendwo der Wurm drin steckt oder Dinge nicht so funktionieren wie sie sollen.

photo cc by Jason Trbovich

Sommerhimmel

sommerhimmel

„Aber heute ist Samstag, heute mag ich nicht bloggen. Heute mag ich im Park liegen und nach Sonnencreme riechen“, sage ich.
„Du kannst ja was auf deinem Telefon schreiben!“, kommt sogleich eine hilfreiche Antwort.
Ich lege mich wieder hin, starre in den Himmel und tue so, als hätte ich den Ratschlag nicht gehört.
In der Ferne weht irgendwo der Wind. Es ist nicht ruhig, aber noch ist es ruhig genug, so dass ich die singenden Kinder und den schlechten Nu-Metal der coolen oberkörperfreien trinkspielenden Leute neben uns ignorieren kann.

Ich rieche nach Sonnencreme, heute ist Samstag und ich mag keine langen Text schreiben.

Sommerabend

sommerabend
Ich mag die Sommerabende, die nicht mehr zu heiß sind, an denen die Grillen schon etwas leiser zirpen und die sich dennoch noch so anfühlen, als wäre da ein riesiges Stück Sommer vor mir, das ich genüßlich wegknabbern kann.

Unknown Mortal Orchestra – Multi-Love

multiloveDas mit mir und der Musik, das ist ja nicht immer so leicht. Ich vermisse manchmal die Zeit, in der sich meine Musiksammlung auf einen Ordner mit ca. 100 mp3s beschränkte und ich dennoch immer genau wusste, was ich hören wollte. Heute steht mir fast die gesamte Musik der Welt offen und ich finde mich dennoch erstaunlich oft damit ab, dem Lüfter meines Computers zuzuhören. Das ging mir vor ein paar Wochen auf die Nerven; alleine schon deswegen, weil ich es peinlich finde, in einer Radiosendung immer nur altes und das gleiche Zeug zu spielen (jetzt spiele ich halt das gleiche neue Zeug immer und immer wieder) und so suchte ich nach neuer Musik.

Und fand Unknown Mortal Orchestra, eine neuseeländisch-amerikanische Band, die in so vielen Schubladen steckt, dass ich sie nicht alle aufzählen mag. Mal erinnert es an die popige Zeit der Smashing Pumpkins, mal klingt es entfernt nach Pink Floyd, dann wieder nach Funk. Weiterlesen

Linkspam (6)

linkspam6

Ich habe an dieser Stelle einmal wieder einige interessante Links zusammengetragen, zu deren Lektüre ich euch raten möchte. Beim letzten Mal konnte ich noch von nervigen Extremrechten berichten, die mich als „Antifa-Schläger“ bezeichneten, weil ich meinte, dass „Extreme Rechte sind dumm“ keine Kritik an deren menschenverachtender Ideologie sei. Wie dem auch sei: Die neuste Folge „Angscht a Schrecken zu Lëtzebuerg“ habe ich hier noch nicht verlinkt: In Angscht a Schrecken am Summerlach 2015 erkläre ich, wieso das „Sommerloch“ der luxemburgischen Medien ein hausgemachtes Problem ist und dass es journalistisch bessere Antworten auf rassistische offene Briefe gibt, als diese abzudrucken.
Mehr spannende Links nach dem Klick! Weiterlesen

Aérogareportdrome V

Ich träume so gut wie nie oder erinnere mich nie an meine Träume, deswegen denke ich mir selbst welche aus …

aerogareportdrome5

„Wir möchten die Passagiere von [u̢̖̮̗̮̪͂᷈̀̇ͫ̕̕͟͝n̞̣̫᷿͚̩̯̋̀᷅᷾̕͜͜͝v̡͎̯̖̥͎͙̎̀͐́᷾̆ͭ͟͠ͅe᷊̭͈᷅͆̇ͣ̈̀ͫ͊͒᷆͘͝r̥̞᷉ͭ͋͏̨̘͙̹͇̀ͭ͟ͅs̸̭̺̹̃͆᷁᷈ͤ̀̀̅̈́͠͝ţ̲̼̦̣̘᷂̓᷄̀͊ͮ̃̒̄͑᷀̋̕ä̺̺̥̭̘̯᷀͌ͮ͐̀ͧ᷇̍̍n̷̴̡̩̺̘͖᷀͆̀͗͘̚͜ͅd̳ͦ͏̵̠̱̹͕̭̅̀͑͌ͩ̈l̴̬̻͖̪̻̳̲̰̈̈̀͋͋᷉͆͟͝͠i͔̰͓᷊̯͍ͩͧ́̀ͩ̆̅͗ͣc̵̢̪᷊̯͉̓ͯ̀ͫͨ᷆̅᷅͡h̡̜̼᷂᷿̄͆ͪͥ̀̇̉᷉̏᷾̔̚] informieren, dass wir nun bei Gate F542 mit dem Boarding beginnen. Bitte halte sie ihre Tickets bereit“, tönt es aus Lautsprechern. Es ist genau die gleiche Stimme, die schon unzählige andere Passagiere zu unzähligen anderen Flügen aufgerufen hat. Die Aufforderung folgt auf weiteren Sprachen, von denen ich einige nicht verstehe, aber ich muss sie mir dennoch anhören, denn die Realität hat noch keinen Mehrkanalton. Weiterlesen

Interview: Last Summer Dance

lastsummerdance

Ich habe letzte Woche Tessy und Christian von dem luxemburgischen Festival Last Summer Dance interviewt, heute lief das Interview im Radio. Ich bin seit gestern Abend wieder in Wien (und „müsste“ jetzt nicht mehr jeden Tag bloggen, aber so lange wie ich das schaffe, werde ich es weiterhin versuchen) und bereue es tatsächlich ein wenig, dass ich das nächste Wochenende nicht mehr in Luxemburg bin, da ich das Festival so natürlich verpasse. Ich bin eigentlich kein Festivalmensch: die Vorstellung, mit vielen Menschen gemeinsam im Freien Musik zu hören macht mir eher Angst, aber auf das LSD (hihi) würde ich gehen. Neben Musik gibt es auch Workshops, Diskussionsveranstaltungen, eine Kunstausstellung, gefühlt tausende Fressbuden und und und.

Aber hört selbst (indem ihr diesen Link anklickt).

Grenzenlos

ueberdenwolken

Ich lache ja immer darüber, wenn ich in Wien vor einem Tor ankomme, auf dem „Schengen“ steht, weil ich ja aus dem Land komme, in dem Schengen eine Ortschaft ist. Aber in diesen Tagen ist das gar nicht so lustig.

Tuwörter

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Einen Ohrwurm haben und den Text bloggen wollen, weil du dir dadurch Linderung versprichst.
Auf dem Bett statt am Schreibtisch sitzen, weil sich das Schreiben so viel casualer anfühlt, obwohl es eigentlich sogar nerviger ist, weil du unmöglich länger als ein paar Minuten in dieser Position verharren kannst.
Bedauern, dass du keine Katze bist, die nicht nur die unmöglichsten Verrenkungen schafft, sondern auch so gut wie überall und ständig schlafen kann.
Feststellen, dass am Schreibtisch ein Joghurt steht, dass du vor Stunden schon essen wolltest (Erdbeere, gut für die Verdauung, läuft morgen ab).
An die letzten fünf Wochen denken und wenig bedauernswertes finden.
Noch nicht gepackt haben.
Fürchten, dass wer „Was willst du uns damit sagen?“ kommentieren wird.
Einmal im Leben etwas durchgezogen haben.
An Texte in Deutschbüchern denken müssen.
Die Gedichte und Bilder über dem Jugendbett vermissen.
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