The Angel of Death

approximativ zurückdatiert

gewidmet Svenja

Ich flog über ihnen, sah sie das tun, was ich selsbt zu tun begehrte und zugleich hasste es zu sehen. Eine Qual? Eher Brennholz für meinen Hass, der nun umso mehr loderte. Ich breitete meine Flügel aus und liess mich tiefer schweben. Ich hätte sie beide töten können, mit einem oder höchstens 2 Schüssen. Aber das wäre kein Sieg nach meinem Geschmack gewesen. Ich wollte sie anfangs jagen, aber selbst das wäre unsportlich gewesen. Dann aber war ich zu dem Schluß gekommen, dass es nicht um unsportlich oder sportlich ging…würde sowieso gewinnen.

Es ging viel mehr um die Frage, wie es mir mehr Spaß und ihnen mehr Leiden brinegn würde.
Ich landete, sie bemerkten es nicht. Ich erhob meine Stimme und ich war selbst überascht von der Kälte, mit der ich sprach:
„Mit welchem Recht tust du das?“
„Was?“

Er blickte mich erstaunt an. Meine Flügel hatte ich eingezogen. Ich sah aus wie ein ganz normaler junger mann. Langes braunes Haar, hellbraune Augen, Hass ausstrahlend., einen Kapuzenpullover und eine Hose in dunklen Farben, darüber eine recht lange Jacke, grün im Grundton. Sie war wie immer schön, auf sein Aussehen achtete ich nicht. Zu sehr berauschten mich seine Augen, spiegel seiner Seele.

„Wer gibt dir das Recht, sie anzufassen?“
Er fragte sie, ob sie mich kenne.
„Joel, mach keinen Scheiss..“ versuchte sie das Unheil abzuwenden.
Ihr war bewusst, was ich tun würd, wie dem Sünder bewusst ist, dass der sündigt, denn ohnen diese Wissen wäre es ja keine Sünde. „Joel also heisst du…und was willst du von mir?“

„Ich..“ begann ich und liess eindruckvoll meine schwarzen Flügel aus meinem Rücken fahren, auf ihre volle Spannweite von jeweils 15 Metern, an jedem Ende ein Dorn, wie der Zahn eines urzeitlichen Untiers, „bin der Engel des Todes.“

Das Erstaunen in seinen Augen wurde zur Angst, Unglaube über das, was er da sah.
„Ancalagon der Schwarze, Fireball, Drache der alten Legende, Mitglied der Societas Draconistarum, Prior des Orden des Phönix im Haus des fast Kopflosen“, fuhr ich fort, „und ich werde den Tod über dich bringen wie die Gewitter den Regen über das Land und wie die Sonne die Wärme auf unsere Haut, so werde ich töten, in Gerechtigkeit. Ich habe von Baum des Lebens und vom Baum der Erkentniss gegessen, ich bin der Tod und die Wiedergeburt, die Sonne und der Mond.“
„Was spackt der für nen Scheiss?“, entfuhr es ihm.
„Joel, du machst mir Angst, hör auf damit!“
Ich redete wie besessen weiter, unbeindruckt von ihrem Gerede, beflügelt durch meinem Hass:
„Ich bin die 7 Siegel und die 7 Posaunen, die 10 Sephiroth; ein Mann, gegangen durch die 9 Höllenkreise volkkomen bereits in dieser Welt. Bereue deine Taten, dein Ende ist nah!“
Ich schlug mit den Flügeln und die warme Luft die durch unter den grauen Wolken ein Gewitter ankündigeten, in Bewegung. Ein Gewitter, ihr Blut beider wegzuspülen.
Ich holte meiner 55.er Desert Eagle heraus und zielte auf ihn.
Ich sah in seine Augen. Die pure Angst. Ich öffnete quasi einen Tunnel zwichen meiner und seiner Seele und liess meinen gesamten Hass in ihn fliessen.
„Fick dich!“
Zugegeben, ich hätte etwas passenderes sagen können, als ich ihm in sein rechtes Bein schoss, aber ich wollte ihn einfach nur noch beschimpfen und erniedrigen.
„Tut weh, oder? Du erlebst nur einen Bruchteil der Schmerzen, die ich ständig habe!“
Ich ging zu ihm und schoss ihm in die linke Kniescheibe. Wieder schrie er auf vor Schmerzen.
„Nun, fleh mich an, damit du hier nicht verblutest. Fleh mich an, damit ich dein mieses Leben beende, Erlösung deiner und meiner Qualen!“
In dem Moment war ich wie Gott, Richter über die Lebenden und die Toten, Hirte und Wolf zugleich.
Er ächtze irgendwas, und der Triuphm hätte mir genügt, ihn zu erlösen.
„Joel, hör auf! Wieso tust du das!“
Da wurde mir klar, dass sie nicht nur die Jungfrau, sondern zugleich auch die Hure war.
„Ich tue das nur für dich, aber du weisst es nicht zu schätzen, wie ich sehe.“
So richtete ich auch sie. Ihr Weinen verstummte, ich spuckte in die Pfütze ihres Blutes.
Ihren Freund liess ich so sterben. Ich würde nicht den erlösen, der ihr Todesurteil unterschrieben hatte.

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