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Von dem Moment an, wo sie sagte, sie wölle mit mir küssen, wars aus für mich. Ja, schmier Fire Honig um die Bartstoppeln, mach ihn geil (oh, ich bin durchaus empfänglich für die weiblichen Reize), aber sag ihm nicht, dass du ihn küssen willst. Da krieg ich Panik.
Meine liebe J.,
Ich hatte bisher 2 Freundinnen. Und trotzdem hatte ich meine Zunge bisher nur in meinem eigenen Mund. Ich habe also panische Angst vor meinem ersten Kuss. Ja, und das mit 15 Jahren, 10 Monaten, 14 Tagen, udn mehr oder weniger 19 Stunden.
Und ich will niemanden küssen, mit dem ich weder zusammen bin, noch romantische Gefühle für ihn hege. Und du darfst mich jetzt gerne beschimpfen. Es macht mir nichts aus. Und ich bin immer so: erst nett und dann fress ich dich. Oder entäusche dich. Oder ich bleibe nett, aber dann bist du auch nett.(*an jemand bestimmtes denk* grüße an reba *schnurr*)
Es tut mir also sehr leid, wenn ich deine Gefühle verletzten haben sollte. Ich bin nunmal ein halbschwanzgesteuertes, pubertäres, egozentrisches, egomanitisches Monster. Und dabei sehe ich auch noch scheisse aus.

Nun steh ich hier, ich armer Tor…
Wieso eigentlich? Es zieht mich hinaus, ich will raus, durch das nasse Gras laufen, laufen, bis ich nicht mehr kann. Früher gingen die Leute pilgern, das sollte man wieder einführen. Nehmen wir unsere Rucksäcke heraus und laufen wir an den geheimen Treffpunkt der Templer, wo das foucaultsche Pendel pendelt, bis in alle Ewigkeit den einzigen Fixpunkt des Universums bildet.
Doch das Fleisch ist schwach, und so brodeln wir unsern einigen, unsterblichen Körper, am liebsten mit Pfeffer und Honig. Und dann breiten wir unsere Flügel aus, unter dem Schatten deiner Flügel brüllen sie ihm Chor, ziehen das Schwert und wir ziehen wieder in die letzte Schlacht, gegen einen gesichtslosen Feind, und jemand wird danach den Stein wegziehen, der meinen Unterleib, den ich dann nicht mehr habe, vergraben hat. Er wurde weggerissen bei meinem letzten Angriff, aber wir haben gewonnen, ich sterbe als Held, als Retter der Welt.
Der Schmalz quillt aus dem Buch, als ich es schliesse. Es formen sich aus dem Butter des Buches, das eigentlich nur Magarine war, die Effi-Drachen, die erstarren und die Halle der gerechten verzieren, wo das Licht in einer Säule scheint und jeder einen Kaputzenmantel trägt. Und so bekreuzigen wir uns von unten nach oben, heiligen den Antichristen mit unserem Handy, der letzte Plan ist aufgegangen, den es war der einzige, der jemals perfekt war. Wir wussten es schon immer, alles, wir haben nur gewartet, bis heute, um es euch zu sagen. Und doch muss noch geschrieben werden, und immer wieder müssen wir das Papier aufkochen, es zu neuem trocknen lassen, und es wieder und wieder beschreiben, bis wir den letzten Satz, den Gral, den Stein der Weisen aus papier-mache haben, unsterblich sind, und ihn dan fressen, mit Pfeffer und Honig.
Amen, das sage ich euch, so ist es und so wird es sein in Eeeeewigkeeeeeeiiiiiit

Wieder mal Leitunsgwasser in Plastikflaschen. Ich muss süchtig danach sein.
Und wohin ich gehen soll, weiss ich noch immer nichts. Heute schleppte mich mein Vater auf Auftrag meiner Mutter in ein Sports-Kleidergeschäft, die ihre Prozente nicht nur im Radio ankündigen, sondern das ganze auch noch als kleines Volksfest organisieren: Parkplatz in ner Wiese, Grillstand, Springschloss. Ja, toll. Mami, fahren wir bitt zu ******! Da können wir uns tolle Sportatrikel und saueuere Martkenartikel kaufen und es gibt ein Springschloss und Bartwürstchen die man einst Thüringer nannte.
Toll, ein richiges Familien-Event!

Bald ist es schon ein Jahr her, dass ich das Weblog begonnen habe, und – wie ich finde, recht viel geschrieben habe. Nun, ide Rede zur Lage des Webloges spare ich mir für das Jubiläum selber.
Unternehmen wir eine kleine Reise: Pfingstmontag dieses Jahres:
Zuerstmal bleibe ich – aus Feigheit, einfach zuhause. Ich gehe nicht, erkläre es ihr am Abend. Kein Problem.
Dann gehe ich doch, stelle mich – so denke ich und rede mir selbst Mut zu, meinem Schicksal. Follow your destiny, effi. Nun, wir fahren mit dem Zug, warten eine Ewigkeit auf den richtigen Bus, in welchem wir übrigens von ner Bekannten ausm Chat gesehen werden. (die wäre bestimmt besser als sarah gewesen, mist.)
Dann ja, die erste Begegnung. Sie wirft ihre Zigarette weg, und…nichts. Keine Umarmung, kein Kuss, ich muss fragen damit ich mich neben sie setzten kann. Nunja, fire, das ist die Nervosität, warte erst mal 5 Minuten. Im Bus dann, „kann sie Claudia einfach nicht alleine lassen“ Gut Fire, dann bleibst du halt stehen. Und bei der nächsten Bushaltestelle springe ich aus dem Bus, spreche nie wieder ein Wort mit ihr. SDoch auch das tue ich nicht, nehme alles hin, alles. cuh, das ses im Folgenden keinen kuss gab, alles von mir ausging und sie überhaupt der Flasche mit dem Alkohol mehr Aufmerksamkeit als mir schenkte. Tja, so ist das Leben. Und morgen fahren wir mit Mana ins Kino (das ist wenigstens ne SCHöNE Errinerung.)

Mhmm, eigentlich sollte das verganene Wochenende und der heutige Tag als die 3 „L“-Tage in die Geschichte eingehen. Immerhin hab ich noch nie so viel mit ihr gesprochen wie diese 3 Tage. (Na ja, Kunstück, wenn man sonst nie miteinander spricht) Die Macht der beidseitig bedruckten Tshirts (zu Tshirts kommen wir noch!)
Man könnte fast meinen, Fire, du wärst verliiiiiebbbt…wie süüüüüüß!
F… you! Halts Maul! Du hast Probleme, die hätte ich gerne! Geh verzieh dich in eine Ecke und machs dir selbst!
A proppos T-shirts:
Mein genial-grandioser-unbedingt-Sachen-draus-kaufen-galxatisch-infernaler-Shop wurde aktualisiert. Umbedingt ansehen, auch auf die Bilder für Details klicken. Und was kaufen, ihr nützt mir!

Kalter regen tropft auf mich herab und ich möchte schreihen wie weh mir alles tut und ich nichts vergessen kann und mir alles weh tut weil ich nichts vergessen kann.
Ich weiss, was in dieser Nacht starb kann niemals wieder leben.
Ich weiss es…und doch töte ich wahlos alles was mir heilig war.
Und trinke wieder Wasser, betrachte das Pendel mit seinen unendlichen Schwinungen und denke immer weiter. Ich habe nichts mehr zu erzählen, mein Leben ist trist und trostlos. Und wohin gehst du jetzt?
Nach Baltimore, in das Irrenhaus von Dr. lecter? Nach Neo-Tokio 3? Der Strand des unendlichen Glücks am Meer der Verzweifelung? Die Bar von Pilade? Die Halle der Erkentniss? Oder durchläufst du nochmal dein Leben, auf der Suche nach einem Ort, wo du dich verstecken kannst, so wie du einst hinter den Kartons, in denen deinnoch unfertigen Möbel waren, dich versteckt und gelesen hast. Damals war die Welt noch in Ordnung, aber auch nicht viel besser als jetzt.
Nee Fire, sei ehrlich mit dir selbst: du hast keinen Ort, an den du gehen kannst, und es gefällt dir, an einem Brückengeländer zu stehen und laut zum Himmel zu schreihen, wie schlecht die Welt doch sei. Und dabei könntest du dich vor einer Bushaltestelle auf eine Bank setzten und von den Orten erzählen, an die du im geist ersonnen und besucht hast. Und von denen Orten, an denen du wirklich gewesen bist. Denn eigentlich ist es doch wunderbar: der menschliche Geist kann neue Welten, gar Universen erschaffen, und die meisten benutzen ihn nur, um sich Telefonnummern zu merken, und wenn der nächste Bus fährt.

Ich fühle mich alt und von Leitungswasser besoffen. Das sind einfach die Abende, die man gerne in Pilades Bar verbringen (oder eher: verschwitzen[was mich auf die Idee bringt, dass das Eiskinsum des Sommers ausgleichend zumausschwitzen ist] würde)
Vorausgesetzt, man habe jemanden, mit denen man sich auf einem recht gemütlichen Tisch unterhalten kann, über Gott und die Welt.
Nuja, eigentlich sollte ich ja über die Reise mit Mana ins Kino berichten. Und nunja, wieso eigentlich nicht? Ich bin geistig noch immer da, verwitzt genung und nehme noch nen Schluck Leitunsgwasser aus ner Plastikflasche.
Es war kein warmer Tag, grau, sehr grau sogar. Und wir haben uns Mittags getroffen, ich hatte sie dazu überredet, mich am Bahnsteig abholen zu kommen. Es war die 2. Kriegswoche, wenn ich mich recht entsinne, und ich trug damals dieses Stirnband mit dem Peace-Zeichen drauf. (als Zeichen der Friedsbewegung – und damals gehörten wir alle der Friedesbewegung an, musste man sich ja irgendwie outen. Die Meisten nahmen an, sie bräuchten es nicht.) Jedenfalls – ich sollte vorne anfangen, ich hörte im Zug den NGE OST 1. Das ist der einzige, auf dem diese fröhlichen Tracks drauf sind, daran errinere ich mich. Im Zug sieht man immer viele lustige Leute, und da sass auch ein farbiger Herr und eine farbige Dame. Sie kannten einander nicht, sassen auch nicht nebeneinander. Jedenfalls, als die Dame austieg, verlor sie ihren Schal, und der Herr rief ihr auf Französich zu, sie habe etwas fallen gelassen. Sie kam zurück, hob ihn auf und dankte – allerdings auf einer Sprache, die ich nicht verstand (ich nehme an, es war Kapverdianisch) Fand ich etwas weird. Was mich auf die Sache mit dem SMS-Bermuda Dreieck bringt:
Meine SMS an Mana damals sind 8 Minuten später angekommmen – jedenfalls dem Display nach. Dh. war noch nicht mal so spät, als sie die SMS bekam. (Ich sage SMS, dabei sollte es SM sein, short message. Aber das SM ist zu doppeldeutig. Nosnibor und Trebor werden jetzt denken, dass SMS ebenso doppeldeutig sei, aber halt nicht für Otto-Normalleser) Was mich später zu einer Erklärung – die ich selbst nicht ganz verstand, was denn das Raum/Zeit Kontiuum sei, aufrief.
Nun, ich kam schliesslich an, das erstze was ich sagte war „Na, dann haben wir uns ja gefunden“ Einen Satz, den ich wegen seiner Doppeldeutigkeit oft berreute. Ich muss einen Schluck Wasser nehmen, die Hitze trocknet einem die Kehle schneller aus als man trinken kann. Aber weiter, immer weiter im Text: Wir warteten auf den Bus, und während ich, im Stillen darüber sinnierte, wie ich sie auf Japanisch anreden würde, fragte sie mich, wieso wir nichts sprachen. Nun, ich hatte damals gefühlbedingte Vorwände gegen allzuviel Reden, aber lassen wir das. Damals war sie ja auch noch „das-mädchen-das-rei-sein-könnte“
Wir fuhren mit dem Bus, sprachen über Kunstunterricht und Musik. Eigentlich sprachen wir die meiste Zeit, die wir sprachen, im Bus. Nun, im Kino, Kinokarten kaufen, in den Film. Was war es? Ja, Good Bye Lenin. Schade, das red Dragon damals nicht lief. Aber sie kann kein Blut sehen. Na ja, so viel ist nicht zu sehen im Film, davon. Na ja, sie fand den Film nicht so toll. Danach hatten wir aber noch eine Stunde, die wir miteinander verbringen konnten. Wir entschieden uns für eine mexikanische Bar, in denen wir jeder einen Cocktail tranken. Wieder bemerkte sie meine Stille. Ich sagte ihr, im Internet sei ich gesprächiger, weil ich dort hinter dem Monitor sass und keinen anderen Reizen ausgesetzt wäre, in meinem Element halt. Ich frage mich gerad, was passiert wäre, hätten wir uns für McDonalds und nicht für die Bar entschieden. na ja, wir hätten wohl was gegessen statt getrunken.
na ja, das war eigentlich alles, auf der Rückreise hörte ich den Death & Rebirth OST. Und die Errinerung an den Tag ist grau. Farbig die Bilder, die Stimmung ist grau. Ach ja, vieleicht hätte ich diesen komischen Augenblick erwähnen sollen, in denen wir uns beide in die Augen sahen: aber nur jeder mit einem Auge, worauf wir beide grinsen mussten. Wahrscheinlich dachte sie ebenfalls an diese Geschichte der Augen-duelle, die ich damals gerne mit Leuten führten, die mich wegen des Peace-Strinbandes komisch anschauten. Alles in allem ein schöner Kinobesuch. Es hagelte sogar

Und dann anscheinend doch nicht.
Es ist mir egal, ich kratze mir meine Hand auf und singe „I used to love her“ dabei…
Und jetzt ist sie schon (!!!) fast 4 Wochen mit dem Horizont ihres Seins zusammen. Chris hat dann wohl nie exsistiert. Das schöne daran ist:
Sie sehen sich nicht jeden Tag.
„Chris“ könnte durchaus exsitieren (doppelte Verarschung)!
Sarahs Andeutungen sind selten ohne Grund!
Je länger, desto mehr leidet er danach. (obwohl, vieleicht ist er ja eher froh)
Ach, ich werde böse und teile Seitenhiebe zu allen Seiten aus, es bekommt mir halt nicht, böse auf jemanden zu sein, der micht nicht verdient hatte. Aber diesen Chris hat sie verdient. Ganz sicher.
Fireball
Ps: Es gibt ihn! Nothing is like it seems to be! Follow the withe Rabbit! Esst mehr Gummibärchen!

Der Löffelmörder (Kapitel 4)

approximativ zurückdatiert

Kapitel 4: The seventh Hell ring is yours

Neo konnte sich nicht bewegen. Der Schmerz lähmte ihn – oder hatte dieser Ancalagon etwa schon seine Nervenstränge so durchschnitten, dass er sich nicht mehr bewegen konnte. Im Moment traute Neo dem Jungen das auch zu, denn es war ihm immerhin gelungen, ihn zu überwältigen und allem Anschein nach vernichtend zu schlagen.

Aber hatte immer noch Kontrolle über die Matrix, Kontrolle über den Code. Den Löffel würde er nicht mit seiner „Gabe“ vernichten können, Code, der war nicht zu lesen, er war eigentlich falsch, ungültiger Code, der normalerweise aus der Matrix gelöscht wurde. Was hatte dies zu bedeuten?

Joel genoss, wie Neo bei jeder Berührung, die er machte, zusammen zuckte. Und er genoss den Geruch des Blutes, vermischt mit dem süßen Geruch eines Sommergewitters, und es schien ihm, als würde beide Gerüche zusammenpassen und nur beide zusammen eine unendlich wohlriechende und berauschende Komposition ergeben. Er sog die Luft durch die Nase herein und genoss es, wie der Duft ihn ausfüllte, ihn durchdrang und ihm neue Stärke verlieh.

Neo erinnerte sich plötzlich an etwas – die Lakritze vom Orakel! Vielleicht hatte sie geheimnisvolle Kräfte oder würde ihm sonst irgendwie aus seiner misslichen Lage befreien. Er musste es jedenfalls langsam angehen und nicht wie ein großer Zauberkünstler stolz seine Tricks präsentieren, sondern heimlich die Lakritze von seiner Tasche in den Mund bugsieren. Er strenge sich an, lokalisierte die Lakritze und bugsierte sie langsam aus der Tasche. Sie schwebte gerade einige Millimeter über dem Boden, als Neo erneut einen Schmerzensschrei loslassen musste.

Joel war dabei, den Löffel unter die Wirbelsäule zu schieben, und Neo stieß wie erwartet einen lauten Schmerzensschrei aus. Er lächelte und summte leise die Filmmusik, die sie in der Fußgängerzone gespielt hatten. Dann eindeckte er ein Stück Lakritze. Es war noch eingepackt. Er nahm sich die Zeit, es auszupacken, genüsslich in den Mund zu schieben und mit dem süß-herbem Geschmack im Mund zum finalen Schritt überzugehen, nicht wissend, welch gigantische Auswirkungen seine Tat haben würde.

Der Löffelmörder 2 (Kapitel 3)

approximativ zurückdatiert

Kapitel 3: A fight on the walls of dis

Neo nahm diese freche Herausforderung gerne an. Er sprang in die Luft, und blieb in einer Höhe von ungefähr 3 Metern hängen.

Joel sah Neo in der Luft hängen und lief los, drei, vier, fünf Meter nach vorne. Neo konnte ihn nicht mehr erreichen und musste wieder landen.

„Du läufst weg?“, warf Neo Joel spöttisch vor.
„Ich wusste nicht, dass man einen Schlag einstecken muss, wenn man ihn kommen sieht! Oder ist das eine Regel in deiner Sekte? Bist du da eigentlich nur so ein Trottel, der die Drecksarbeit machen darf, oder etwa so eine Art Messias?“

Joel grinste und blickte in Andersons' kohlenschwarze Augen, der wieder in Angriffsstellung ging.

Neo schlug Joel in die Seite. Endlich ein Treffer.

Es schmerzte ganz plötzlich. Er hatte sich einen Moment zu lange ablenken lassen, da war es geschehen. Neo hatte ihn mit voller Wucht getroffen, und er war in die Knie gesackt. Neo holte aus, um ihm noch eine zu verpassen, da hatte er eine Idee.

Neo wollte Joel ins Gesicht stoßen, als dieser plötzlich weg war. Jedenfalls schien es Neo so. Zu spät bemerkte er, dass er unter ihm lag. Er wollte nach hinten springen, als er einen erdrückenden Schmerz zwischen den Beinen spürte – nur kurz, dann breitete er sich auf die Nieren aus.

Als Anderson für einen Moment lang nur den Schmerz wahrnahm, zog Joel ihm mit der linken Hand – in der rechten hielt er immer noch den Löffel -, die Beine weg und ließ ihn so auf den Boden fallen, wo dieser sich den Kopf aufschlug.

Neo verlor durch den harten Schlag das Bewusstsein. Langsam sank er in eine dämmerige Nebelwelt hinab, und er wusste, dass er nur nach dem Löffel zu greifen brauchte, um dem Spuk ein Ende zu setzten, aber er schaffte es nicht, obwohl der Löffel scheinbar in greifbarer Nähe war.

Seine Kraft war am Ende, und obwohl er sich zu konzentrieren versuchte, alles verschwamm immer mehr, er sah nur noch das merkwürdig klare Glitzern des Löffels, der sich plötzlich in Matrix-Code umwandelte, den er nicht lesen konnte. So unglaublich es auch schien, er erkannte nicht, was diese Zeichen bedeuten sollten – aber ein Fehler war es auch nicht, nicht wie ein Deja-Vue.

Joel sah, wie sein Löffel glühend rot wurde, obwohl er er wie immer eiskalt war. Er spürte, dass seine Bestimmung nun gekommen war. Er würde nun zu Ancalagon werden, einem Drachen. Sobald der Löffel die Wirbelsäule von diesem Anderson berührt hatte, würde sich alles ändern. Vielleicht hatte der sogar Recht gehabt mit seiner Matrix und maschinengesteuerten Welt – aber was sollte es?
Egal, ob diese Welt nun „real“ war oder nur eine Simulation, er würde zu Ancalagon werden, dem echten und einzigartigen Drachen. Er konnte nicht erklären, wieso das passieren würde, aber er spürte es, instinktiv.

Er schleifte den bewusstlosen Anderson in eine Art niedriger Tunnel, der irgendwas mit dem Hochwasserschutz zu tun hatte – Joel nicht genau wusste, was, doch trotz dem Gewitter sah es nicht so aus, als könnte der Tunnel für ihn zu einer Falle werden.

Neo sah das freundliche Gesicht des Orakels. Ihr erstes, ihr ursprüngliches Gesicht. Sie sagte etwas zu ihm, aber er konnte sie nicht verstehen. Er hörte zwar die Worte die sie sagte, aber er verstand nicht, was sie zu bedeuten hatten. Als könnte er seine eigene Muttersprache plötzlich nicht mehr.
Dann wieder dieser Code. Dieser Code, den der Löffel gehabt hatte, und den er nicht entschlüsseln hatte können. Plötzlich kam der Nebel wieder über Neo, und seine Gedanken verloren sich in der schwere der schwarzen Wolken, die über seinen Geist kamen.

Joel kramte sein Taschenmesser hervor. Er war froh, es mitgenommen zu haben, auch wenn es ihn bisher nur gestört hatte. – es wog doch schon recht viel. Anderson hatte er mit dessen eigener Jacke gefesselt und begann nun, den Schnitt anzusetzen. Er drückte die scharfe Klinge tief ins Fleisch, solange, bis das Kribbeln in seiner Hand beinahe unerträglich wurde, und das Blut langsam heraus lief.

Neo erwachte mit einem Schmerzensschrei. Er hatte eine Wunde auf seinem Rücken, außerdem schien sein Pullover verschnitten zu sein, denn der kalte Wind, der in den merkwürdig niedrigen Tunnel blies, verschaffte ihm an dieser Stelle eine Gänsehaut.