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Und so liege ich hier am Strand, mir ist kalt und hör Musik. Es ist schwer zu schreiben, im Liegen und bei dem Wind. Aber mir geht es noch gut, im Vergleich zu andern leuten. Schlimmer Vorstellung. Ich hasse dies alles. Und die Gewissheit, dass es nicht besser sein wird, auch wieder zuhause, es wird gleich sein. Vieleicht gelindert, aber noch immer nicht zufriedenstellend. Geniesse deine Ferien,. Fire.
Könnte ich es doch nur. Hör auf zu Jammern, Fire, nützt nichts. Tu lieber etwas, damit es besser wird. Aber du wolltest ja nicht.

Wir warn heute abend im Restaurant, und als wir schon beim Desert waren, sind neue Gäste reingekommen, setzten sich an den Tisch gegenüber von mir. Ich sah also die Leute, ich denke, es waren Deutsche, die dort saßen. Unter ihnen war ein Mädchen, etwa in meinem Alter. Sie war nicht häßlich, soweit ich das beurteilen konnte. Ein Schönheitsfleck auf der Wange, schwarze Haare, mit blonden Strähnen drin, zu einem Pferdeschwanz gebunden.
Und ich hielt einen Eislöffel in der Hand .. das Cassis-Sorbet war rot, errinerte an Blut. Das Mädchen wäre vieleicht ne schöne Freundin, aber ganz sicher ein wundervolles Opfer für den Löffelmörder. Die Nacht war wunderschön, der letzte Rest des Sonnenuntergangs, und der Mond, eine scharfe Sichel, schien wie mit Blut befleckt – wunderbar für einen Mord, aber dann der Gedanke an Reba, der das alles verblassen lässt, und die Nacht perfekt lassen wird…

28. August 2003 21:35

Gestern bewölkt, warn am Strand, wo ich in Umberto Ecos „Die Grenzen der Inperpretation“, das immer intressanter wird, besonders für mich als „Hobbyautor“ ;-) gelesen, Briefe geschrieben (darunter einen SEHR netten an Herr Sax), daselbe mit Postkarten getan und einige wenige sehr nette Steine gesammelt habe. Abends Bauchschmerzen, die sich heute als Durchfall erkentlich machen. Heute morgen Einkaufen, heutemittag dann (neu)steinzeitliche Gräber in Loqumariaquer. Eigentlich intressant, wenn man bedenkt damals solche immense Anstrenungen für ihre Götter (oder wasauchimmer) unternommen haben, man im Mittelalter und davor prächtige Kirchen/Tempel erichtet hat, und heute? Meine Mutter meinte, die Zwillingstürume dem Gott Geld, und damit hat sie nicht mal so unrecht.
Aber nun zu etwas anderem: Fire mal dir oder besser gesagt stell dir Reba doch mal vor:
Wie siehst sie für dich aus? Kombiniere deine Idealvorstellungen mit den Informationen die du hast und achte drauf, dass es keine Wichsvorlage wird… Mhmm, zuerst mal blonde haare, weisst du, kleiner als du, braune Augen – von der ersten WErscheinung so in etwas wie V zur Zeiten des Löffelmörders, vieleicht etwas aälter, „reifer“ wikend (ja, du weisst, WELCHE Körperteile bei einer 16 Jährigen größer sind als bei einer 13 Jährigen, the fuck!)
Das genügt erstmal.. was hat sie an?
Schwer zu sagen, sagen wir mal, nen blauen Rock, bis etwas (nachträglich:etwas, Fire? ich hoffe doch etwas mehr..) unter den Knien, vieleicht einer von diesen leichten Dingern, wie am Strand halt.
Wieso keine Jeans?
Weil Jeans zu „Hintern-betont“ sind? Und die Kombie Jeans unter Rock ist etwas zu ungewöhnlich, aber cool. Drüber vieleicht ein Top oder so, aber eigentlich ist die Vorstellung von Reba nicht so wichtig. W i c h t i g sind die Gefühle für sie und das Wissen, das sie exsistiert!

Warn uns heute Menhire anschaun. Die meisten von denen sehen aus wie „normale“ Steine, bloss das sie halt zu sehr vielen nebeneinander stehen. Ok, kann auch sein, dass ich vermindert beigeisterungsfähig bin (ist das eine Geisteskrankheit? Zählt das als Behinderung, kann ich jetzt deswegen Behindertenparkplätze benutzen?) und das deshalb net so „hyer-mega-ultra-super-duper-genial“ finde.Na ja, ich werde jedenfalls Fotos online stellen (wahrscinlich kommen unter jeden Eintrag Links zu den Bildern von dem Tag – vorausgesetzt, ich kann mich noch daran errinern, welche Fotos von wann waren, obwohl das „Weblog“ ne gute Gedächnisstütze ist, denk ich) Wo war ich? Ach ja, bei den Steinen…
Na ja, sie stehen in der Gegend herum und man hat ein Gitter drum aufgebaut, so dass niemand sie beschädigen kann. Bin mir heute richtig „Japanisch“ vorgekommen, als wir mit 3 FotoKameras und einer Videokamera durch die Gegend gelaufen sind. Jedenfalls, die Umzäunung ist gar nicht mal soo schlecht, jetzt hab ich immerhin keine Toursiten auf den Fotos (ausser auf denen, auf denen meine Familie drauf ist…)
Und ansonsten?
Mein Vater liest jetzt „Das Schweigen der Lämmer“… schön zu sehen, das man ihm auch an gute Literatur kriegen kann.. Vieleicht versuchen wir es irgendwann nochmal mit LotR oder HP, wer weiß…
Ach, ich will mehr schreiben.. es gefällt mir, seinfach so aus dem Stegreif zu schreiben, während der Wind durch mein haar bläst und die Sonne meinen Rücken (ok, eher meine Schultern) wärmt. Ausserdem sieht meine Schrift mi8t der schwarzen Tinte geil aus. Ist „geil“ das richtige Wort? ich denke schon, bin in 10 Minuten wieder da, ok? *biggrins*(Fire, dazu könntest du eigentlich besser nach unten, zum pool schauen, was?)
Doch, auf der Hand schreiben gefällt mir, allein die Variation der Schrift und das Schriftbild mit schwarzer Tinte an sich ist cool (das hjeisst nicht, dass ich mich nicht über einen gratis Laptop freuen würde, liebe Computer-Hersteller)
Aber ich glaube, ich schreibe an „Neon Oded“ weiter, jetzt, wo ich schon in Laune dazu bin…

Heute Mittag wieder Strand. Die Tage vermischen sich, alles wird eins. und ich vermisse die Andern, ganz besonders Reba. Etwas, an dem man festhalten kann – auch wenn es nichts gutes ist. Ich finde, es ist recht kalt hier draussen, wenn man nicht gerade in der Sonne sitzt und der Wind bläst. Und wir wissen gerade nicht, was wir heute Abend tun sollen. Nun, ICH wüsste was tun, wenn jemand bestimmtes hier wäre… *schnurr*

Nun blogge ich schon vom Strand aus… wenn ich jetzt noch einen Laptop und eine bidirektionelle Sat-Schüssel hätte, würde ich tatsächlich bloggen können. Nun schreibe ich bloss auf und darf es danach abtippen. Mann, und das ist ein Kieselstrand, und ich glaube ich mag Kieselstrände… es gibt KEINEN SAND. Die Leute sind trotzdem immer noch so blöd wie auf Sandstränden. Gerade hat ein Mädchen ihren Freund gefragt, dass er ihr hilft, ihren Bikini anzuziehen (weil sie das Tuch, mit sie ihren Körper verhüllte, anhalten muss)
Folgendes dazu:

* 1. Macht das Zuhause!
* 2. Tücher halten auf von selbst, wenn man sie ordentlich um die Taille bindet!
* 3. wenn schon, dann bitte NICHT VOR M I R ! ! !

So, jetzt crem ich mich ein…

Die Sonne geht gerade unter, färbt die Wolken tiefrosa. Es weht eine leise Luft. Alles ist wunderschön. An einem Ort wie diesem möchte ich meine Freunde um mich haben. Was wäre das jetzt wogl für ein Gefühl, zusammen „Country Roads“ oder sowas zu singen. Obwohl man diese natürliche „visuelle Stille“ eigentlich nicht stören dürfte. Hier könnte das Paradies sein, aber auch die Hölle.
Mein Vater und mein Bruder sehen gerade die Fernsehprogramme durch. Wie kann man angesichts von so einem Himmel fernsehen? Eigentlich ist das schlimmer als Blasphemie.

Sind gerade angekommen und haben was gegessen (Rest der Reiseverpflegung). Die Autofahrt war anstregend, nicht zuletzt wegen Geschwistern, die ihre Nahrung nicht in ihrem Magen halten können und dem Innern des Autos so eine besondere Duftnote verpassen. Und dann, auf jeder Rast und Tankstelle, undnoch dazwichen, Reba. Und irgendwann fragst du dich, wie viele Metaphern für Reba es gibt und so sie nicht selbst eine ist (für wen?). Dann wirst du langsam aber sicher müde und du schläfst für 20,30 Minuten. Nicht viel, nicht genung jedenfalls. Du siehst dir die Sterne an, dieselbe wie zuhause, dieselben, die sie sehen würde, wäre sie auf, danach den Sonnenuntergang, dem du anfangs noch zu entfliehen scheints, was aber nicht klappt, das Licht hinter dir, das den Himmel vergoldet, ist schneller. (Eigentlich ist es ja die Erdrotation, nicht?)
Die Möwen hier scheinen keine Angst zu haben. Ich sehe gerade, wie eine an den Rand des Schwimmingpools fliegt. (ja, ich sitze geradfe auf der Terasse, höre Led Zeppelin und lasse mir es gut gehen – doch wo ist das schlechte Wetter, so schmerzlich vermisst?) Und ich denke, hier werde ich Ruhe und Zeit zum Schreiben haben. (Zeit ja, aber Ruhe? Bist du blöd, Fire? Mit 4 Geschwistern Ruhe haben?) Na ja, es gibt an allem etwas positives – nur wenn ich dran denke, das ich den ganzen Mist wieder aptippen soll, graut es mir schon, aber seis drum. Hier ist es jedenfalls nicht zu warm, obwohl es bis auf das Meer so ausieht wie in Luxemburg, keine südländische Flora – weils wohl in etwa auf gleicher Höhe liegt.

Mir ist gerade aufgefallen, das wir heute erst den 18. haben. Obwohl, vieleicht hatten wir gestern wirklich schon den 19. August. Temporale Spalten, Löcher, Risse oder sowas in der Art. Nun, um meinem neuen Motto „blog the world“ gerecht zu werden, habe ich einige Updates vorgenommen. Die ehmalige „Artikel“-Seite heisst nun Misc, ich habe eine Beschreibung der wichtigsten Orte vorgenommen und die About Me-Sektion erweitert. und ansonsten arbeite ich an einer „Art“-Sektion. Mal sehen, ob es was wird.
Blog the world!

Und wieder überkommt mich das Gefühl, bloggen zu müssen, einfach um mehr und immer mehr zu schreiben. Aber Fire, bloggen und das schreiben sollte nicht umbedingt zu schnell kommen, hauptsache du tust es, und überlege für wen du es tust – nicht für irgendwen andern, sondern für dich! Du tust es, weil du dich selbst als wichtig genung empfindest, dass die ganze Welt lesen kann, wie sehr du die i-Tags missbrauchst. Aber so bin ich nunmal, und damit müsst ihr leben, oder da oben rechts in der Ecke ist ein kleines Kreuz, falls ihr es nicht aufhaltet.
Nun, nach diesem kurzem Statment werde ich mich nun wieder dazu begeben, zu schreiben. Vieleicht mal wieder ein wenig an der About-me Seite feilen, oder an sonst was unterhaltsamen.