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Donnerstag. Tag der merkwürdigen Schulstunden und – heute – des Abschiedes. Lisa ist bis nächsten Sonntag in Japan. Also die ganzen Pfingstferien. Und wir sehen uns die ganzen Pfingstferien nicht. Ist das nicht furchtbar traurig? Na ja, es geht. Trauriger ist, dass Comme uns zwar sagt, dass sie keine goldbraunen Männerbeine ansehen war, aber nicht wieso sie dies nicht tat.
Ich wollte Lisa noch etwas sagen, aber ich weiß beim besten Willen nicht mehr, was. OK, da ist diese Sache mit der Unterwäsche, aber das ist immer noch ihre Sache und geht mich nun wirklich nichts an. Ich mache mir ja auch nicht wirklich Gedanken drum. Es war etwas anderes, aber ich weiß nicht mehr weiß. Wahrscheinlich fällt es mir morgen an, und ich bringe dann mit meinem Anruf den Flieger nach Japan zum Absturz und das letzte, was sie in ihrem Leben hört, ist irgendeine Dummheit, die ich ihr umbedingt noch mitteilen musste.
Die Welt braucht Gedärme. Und dass wusste schon Alice Cooper. Sie werden gebraucht für Kraft, für Power. Zeig mir Blut, Gedärme und Narben, und alle Welt ist glücklich. Aber die Welt braucht Gedärme. Und wir sollten ruhig Gebrauch machen von Spezialeffekten wie Augenzertreten, Gedärmerausreissen und Gehirnschleimmatschen. Die Welt braucht Kunstblut und gute Gewalteffekte. Dann braucht sie nämlich keine irakischen Gefangene auf Guaternma-dings.
Dann fallen mir so Dinge ein wie, dass ich nicht unbegrenzt Gebrauch von Insidergedanken machen sollte, da sonst niemand mehr es versteht, oder ich sie auf irgendeinder Stelle so erklären sollte, dass man sie versteht. Wäre vieleicht eine Idee für die Ferien. Aber in den Ferien macht man ja sowieso immer alles und hat nachher dann doch überhaupt nichts getan.
Gehet dahin in dem Gefühl, noch etwas wissen zu wollen, was ich euch aber nicht gesaaah-gt habe.