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Ich friere.
Ich habe zwei Pullis an, ein Tshirt und ich bin in eine Decke gehüllt.
Und ich friere trotzdem.
Ich trinke Tee, den man als scharf bezeichnen könnte, und trotzdem friere ich noch.
Eigentlich hatte ich gedacht, die Erde würde sicherwärmen und ich würde in einem Land mit gemässigtem Klima leben.
Was solls? Ich habe meinen MP3-Player kaputt gemacht. Jedenfalls ist das Display zerbrochen. Toll, ich höre trotzdem weiter damit Musik, bis es endgültig den Geist aufgibt.
Ich steige aus dem Bus, und in der Fussgängerzone steht ein Bettler mit einem Leierkasten und einem so großen Hund, dass sich selbst die gutmütigste Großmutter wohl kaum noch in die Nähe trauen wird, um dem Mann irgendwas zu geben. Es kommen auch schon zwei Polizisten und schiessen den Mann nieder. Ich mache einen großen Schritt, um nicht in das Blut zu treten, und trete dabei versehentlich dem Zombie, das in der Kanalisation wohnt, auf die Finger. Tja, man soll halt in seinem Lebensraum bleiben und nicht mit den Fingern die Kanaldeckel rechtschaffender Leute umklammern. Was den jetzt aus dem Hund würde, fragt es micht, aber ich antworte nichts. Ich bin zu beschäftigt mit meinem MP3-Player, der sich nicht entscheiden kann, ob er jetzt geht oder nicht und dabei höchst fazinierde Versionen altbekannter Lieder von sich gibt.
Ich erwachte nackt neben ihr…
Dieser Satz verfolgt mich nun schon fast ein Jahr, und ich weiß einfach nicht, was ich davon halten soll, ob ich ihn zu einer Geschichte verarbeiten soll oder ich einfach nur warten soll, bis er wahr wird. Ich weiß es nicht. Ich weiß es wirklich nicht.