Es fehlt der Sprache an einem Wort für “Der Gedanke, sie zu betrachten errinert mich an den Geschmack von Mousse au Chocolat”

Hatte bis gestern keine Zeit. Weil ich ein Buch lesen musste, das Lehrer heute noch nicht einmal erwähnt hat.
Habe beschlossen, dieses Buch abgrundtief zu hassen.
Heute hatte ich Zeit, ein ganzes Buch zu lesen, und trotzdem bin ich nachher mit meinem Vater durch die Pampa um Luxemburg-City gekurvt, um unsere Krankenkasse zu finden, was wir aber nicht getan haben. Oh, und im Autoradio lief eine Queen-CD.
Die Mountain-Goats hätten mich wahrscheinlich um den Verstand gebracht, nur mal nebenbei, weil das ist so Musik, für einen Samstagnachmittag, an dem man mit dem Auto ohne Ziel durch die Pampa kurvt.

Fire wartet indes ungeduldig auf eine Reaktion seiner Deutschleherin auf seinen Drogenverherrlichungsaufsatz, der so drogenverherrlichend gar nicht mal war. Trotzdem, das wird sicher lustig. Oder Fire muss nen Drogentest machen und andere düstere Sachen passieren und der Weltuntergang wird eingeleitet. Und dann wird alles Lisas Schuld gewesen sein. Wieso? Deshalb.

Habe heute in der Badewanne sitzend ein Stück Parmesan gegessen. Was nicht stimmt.

Fire, nun verrat uns schon, wie sieht deine Freundin aus? Hast du es schon mit ihr getrieben?
Ich sollte aufpassen, welche dämlichen Gerüchte ich in die Welt setzte, oder auch nicht setzte, jedenfalls ist so etwas gefährlich.

Ist es soziopathisch, kein Mitleid zu empfinden? Oder gehen solche Dinge einfach nur an einem vorbei?
Mich nervt diese Spenden-Heuchelei. Und wie unglaublich der Einfluss der Medien ist. Ich wünschte, sie würden jeden Tag Menschen zeigen, die kein verdammtes fliessendes Wasser haben. Und jeden Tag zeigen sie den Counter, wie viel Geld noch nötig ist, bis jeder gottverdammte Mensch auf diesem Planeten jeden Tag nen Glas sauberes Wasser trinken kann, ohne viel darüber nachzudenken. Und das ist noch lange nicht der Fall.
Ja, jeden Tag die Leichen der Typhuskranken und ihr erbsenbreiartiger Durchfall, und die Einblendung: 50 Euro pro Kopf, und jeder hat sauberes Trinkwasser. 50 Milliarden Euro, und jeder hat sauberes Trinkwasser. Oh, und die Leute würden spenden, und sie würden nicht aufhören zu spenden, bis der letzte Sensationssender endlich damit aufhört, Berichte über die Leute ohne sauberes Trinkwasser zu zeigen.
Ich bin froh, dass die Leute für Südostasien spenden, aber es stört mich, dass sie es nur tun, weil die Massenmedien es ihnen um die Ohren schlagen.

Oh, und ich red ja auch noch drüber. Aber was solls, dann werd ich jetzt jeden Tag über das nicht weltweit vorhandene saubere Trinkwasser reden, bis die Massenmedien es aufgreifen.

Fire will überhaupt nicht, dass man über seine Jungfräulichkeit nachdenkt. Eigentlich will er etwas ganz anderes.
Fire bewahrt übrigens ein Passfoto von Stella in seiner Brieftasche auf, aus welchem mysteriösen Grund auch immer.

Ich höre übrigens Musik über meinen PC, deshalb mach ich die Boxen nicht aus Und ich wüsste eh nicht, welcher der richtige Stecker ist. Ansonsten gönne ich mir momentan noch den Luxus, den PC als bessere (und teuerere) Musikbox zu benutzen, bis ich mit dem ins Internet kann und hinter nem 17″ Monitor bloggen kann. Ach, wie sich Fire freut.

Ach, die wuscheligen Studentinnen können wegen mir auch wuschig sein. Sprachverwirrung, und wenn wir jetzt alle in einem Raum säßen und miteinander redeten, anstatt zu bloggen (Hey, wie ist der Konjunktiv von „bloggen“ ? blöggten? „Wenn ich mehr Zeit hätte, blöggte ich mehr…“ Süß. ), wäre Fire so eben errötet und jeder hätte gelacht.

Fire will ne WG mit engen Fluren, die in fröhlichen Farben wie Psychopatensonnengelb und Blutphilistentomatenrot gestrichen sind. Und ner Katze, die Ancalagon heißt. Und wenn sie tot ist, wird ihre Nachfolgerin Analcalgon genannt.

Ich glaub, das genügt für heute.

Ein Kommentar zu “Es fehlt der Sprache an einem Wort für “Der Gedanke, sie zu betrachten errinert mich an den Geschmack von Mousse au Chocolat”

  1. Hey, Fire, weißte was nervt? Anderen Leuten Spendenheuchelei vorzuwerfen. Diesen Leuten, nur weil die denen spenden, die im TV gezeigt werden, die Fähigkeit zum Mitgefühl abzusprechen, find ich… misslungen.

    Schön, dass du dein Weltwissen nicht nur aus den Massenmedien beziehst. Aber drüber bloggen bringt genausoviel wie totschweigen. Und ja, die Verschließung vor dem alltäglichen Leid ist ein Schutzmechanismus, den der Mensch braucht, um nicht täglich heulend in der Ecke zu sitzen. Und nein, Soziopathie besteht meines Erachtens nach aus mehr als nur einem Schulterzucken in Richtung Fernseher.

    So there. Unser WG-Flur ist übrigens lang, eng und gelb :)

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