Der Sinn des Lebens enthüllte sich mir auf einem Metalkonzert in einem kleinen luxemburgischen Kaff während ich wie ein Verrückter auf und ab sprang und grinste

Lassen wir das Wochenende doch mal Revue passieren, damit wir uns auf das nächste freuen können, an dem wir wieder nur merkwürdige und eigentlich unsinnige Dinge tun, nur, weil halt Wochenende ist und solche Dinge ja von irgendjemandem getan werden müssen.
Als Musik dazu empfehle ich das Requiem von Mozart. Ein wenig humanistische Bildung muss ja schliesslich sein, um Albus – und später auch – Harry Sax, zu zitieren.
Wer wird denn begraben, mag der geneigte und gebildete Leser fragen, und ich würde in diesem hypertheoretischen Gespräch, denn der Leser wird, im Fall wo er geneigt und gebildet ist, allerhöchstens sich selbst fragen, wer begraben wird, das Wochenende natürlich, und der betreffende Leser wird sich auf einmal nicht mehr so geneigt und gebildet vorkommen. Was womöglich ein Paradox ist. Ich biete eine schmalzige Kurzgeschichte ohne expliziten Sex, dafür aber mit freier Pairing-Auswahl für denjenigen, der dieses philsophische Problem löst. Alle wichtigen wissenschaftlichen Probleme der neuesten Zeit sind doch mit Preisgeldern bedacht, nicht?

Was mich auf die Frage bringt – was ist eigentlich aus diesem ominösen „Millenium-Puzzle“ geworden, auf dessen Lösung der Urheber soundsoviel Preisgeld gesetzt hat? Verschwunden im Raum der Zeit, zusammen mit dem Millenium-Bug, der Millenium-Gleitcreme und dem Millenium-Dildo?
Ich hoffe, es hat jemand gelacht. Man muss sich schliesslich auch um die nicht so eloquente Leserschaft sorgen, die nicht gerade eine verstaubte Schallplatte mit der 1914er Aufnahme des Requiems, gespielt vom Londoner Synphonieorchester, herausgekramt hat und voller Genuß sich dem hasserfüllten „Dies Irae“ hingibt.

Zurück zum Anfang, sprich, zum Wochenende, die Überleitung ist ja schon dank der Schallplatte gut gemacht.
Dies irae, dies illa
Solvet saeclum in favilla,
Teste David cum Sibylla.

Auf einem Metalfestival gewesen, am Freitag.
Und mir fürchterlich normal vorgekommen.
Aber relativ passabele Musik wars, teilweise tolle Bühnenperformance, dazu die bei solchen Veranstaltungen immer anwesende, headbangende und herumpoggende Bevölkerungsgruppe.
Wobei gegen headbangen und herumpoggen nicht wirklich etwas einzuwenden ist.
Da wohl der Großteil der Leserschaft sich nicht vor Lachen biegen werden, wenn ich von Annes Auspruch „She's catfood“ erzähle, werde ich dies wohl lieber unterlassen.

Samstag: Faul herumgehangen, Nackenschmerzen genossen, Fotos gemacht, neues Design vollendet, sehr nett gechattet.
Sonntag: Viel zu spät aufgestanden, meinen Plan, teetrinkend in der Badewanne zu sitzen und dabei ein Stück Käse essend mich an alte Zeiten und alte Blogposts zu errinern, verworfen und den Nachmittag mit Star Trek schauen verbracht.
Sehr nett, mal wieder Zeit für so etwas zu haben und nicht bei eisiger Kälte irgendwelchen halbnackten Frauen hinterherzurennen. Eh, na ja, das war wieder ein wenig Verdrehung der Tatsachen, immerhin bin ich die meiste meiner Zeit mit anderen Dingen beschäftigt, aber beschäftigt, und es ist oft kalt.

Fire fragt sich, wie man sein Kind Pikachu nennen kann und wünscht sich, dass ihm die Namenswahl von einer anderen Person abgenommen wird, da er nicht weiß, ob „Mana“ ein schöner Name ist. Ausserdem fällt mir so direkt kein Jungenname ein.

Ah ja, was ich ausserdem noch gemacht hab, ist, mir das neue Buch von Max Goldt bestellt, bei Amazon, jawohl.
Ausserdem endlich Band Neun eines Mangas, dessen Name meine werte Leserschaft sich wohl denken kann. Und wenn nicht, so werde ich ihn verkündigen. (Hah, das passt wunderbar zur Musik!)

Ehm, Comme war 10 vor 11 noch nicht angezogen?
Confutatis maledictis, flammis acribus addictis, voca me cum benedictis.
An einem Freitag? Okay, das wird wohl seine Gründe haben. Ich werde keine Vorurteile verbreiten, noch an diese Denken.

Desweitern: Es wird eine ruhige Woche. Ich freue mich auf Dienstag.

Ein Kommentar zu “Der Sinn des Lebens enthüllte sich mir auf einem Metalkonzert in einem kleinen luxemburgischen Kaff während ich wie ein Verrückter auf und ab sprang und grinste

  1. hey joel!!! oder besser gesot, neien rastajesus!
    ehm neien design, hammer, cool foto vun dengen dreadz!!! wierklech top. weidermaan :-)

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