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When I Come Around

Ist mittlerweile nicht alles zu irgendwas verkommen? Gibt es noch irgendeine Kunst, irgendein Musikstück, irgendein Gedanke, der/die/das noch rein und unverfälscht ist?

Oh, klar, es gibt dieses Blog, meine Bilder, meine eigene kleine Welt, die noch nicht in einer halben Stunde MTV Masters auch dem dümmsten nahegebracht worden ist. Aber darum geht's erst mal nicht, denn wie lange kann es noch dauern, bis ich endweder ganz von der Bildfläche verschwinde oder mir irgendein Martketingfuzi von (AOL) Time Warner anbietet, mein Blog wirklich zu verfilmen oder mich durch eine TV-Show, viel Airplay auf MTVIVA zur „Stimme meiner Generation“ machen will und mir ein unschlagbares Angebot macht, am besten mit einer Knarre an meiner Schläfe und/oder der Drohung, sonst den luxemburgischen Geheimdienst/die Scheizergarde/die Musikindustrie (Unzutreffendes bitte streichen!) auf mich zu hetzen und mir das Leben „zur Hölle“ zu machen.
Ich könnte natürlich ganz cool antworten, mit 60 Mann Geheimdienstler würde ich schön fertig werden, immerhin hat meine gute Freundin Uma auch verrückte 88 Katana-Kämpfer fertiggemacht, in Kill Bill, Hellebarden würden kein Problem darstellen und die Musikindustrie würde mich eh nie finden. Ausserdem bräuchte meine Generation keine „verfickte“ Stimme, weil sie goddamed nochmal überhaupt keinen trockenen Furz zu sagen hätte, ihr ginge es eher darum, zu vermeiden, überhaupt etwas sagen zu müssen. Ob er noch nicht bemerkte habe, dass „meine verfickte Generation“ ihre Meinung lieber per SMS kundtue, und zum „SMS-Texter meiner Generation“ könne er mich doch mit noch so vielen Shows und noch so viel MTVIVA-Airplay gar nicht hochpushen.
Das würde ich alles eiskalt sagen, und dann würde der Time Warner-Heini seine Knarre eiskalt entsichern und sagen:
„Super. Genau so sollst du auch in deiner Show reden, und die Konsumenten werden dir zu Füßen liegen!“
Er wird „die Konsumenten“ sagen. Oder „die hirnverbannten Idioten, die uns ihr Geld zum Hals und zum Arsch reinstecken„, oder „die Kunden„. Auf gar keinen Fall aber wird er „das Publikum“ sagen. Nein, das Publikum ist ihm scheißegal. Ihn interessiert nur, wer nachher die tollen Produkte kauft, die die Kreativköpfe bei Time Warner sich ausgedacht haben.

Mit der Knarre im Hinterkopf unterschreibe ich dann Verträge. Alle in 5-facher Ausführung, mit je einer Kopie für den luxemburgischen Geheimdienst. Da werden die Geheimdienstler viel zu lesen haben, denn ich unterschreibe drei Stunden lang Vertäge. Verträge über Fireball-Actionfiguren, Verträge über Fireball-Shows, Fireball-Anti-Pickel-Crems, Verträge über „Fireball: The Motion Picture“.
Und schon bin ich ein Massenmedienprodukt und jeder Teenie im Alter von 11 – 29 in der großen freien westlichen Welt will so sein wie ich. Und „Alternative“ war mal alternativ.
Im Untergrund kann man mittlerweile nichts mehr anziehen, weil alles komzerialisiert ist. Nun ist aber nichts mehr komerzialisiert als das Nackt-sein, also zieht man sich ganz normal an und gibt den Kampf gegen das System einfach auf.
Fire hats ja auch getan, und das ist ja eigentlich auch ganz cool so.

Oh, eigentlich wollte ich etwas über meine Gedanken beim Green Day-hören schreiben, aber das hier ist vielleicht sogar besser.

Rockstar – Beatboxerin

rockstar, originally uploaded by Jolly Sea.

Hmm, muss ich mir für jedes Bild, das ich male nen Instrument ausdenken? Ausserdem wär das mal sehr inovativ, ne Punk / Punkrock / Postpunk / Postpunkrock / Grunge / Postgrunge-Band mit ner Beatboxerin.

Ach, und ich wollte eigentlich wieder mal Chucks malen, dann Socken, dann hab ich die einigermassen passabelen Socker wieder ausgemacht, wollte wieder Schuhwerk malen und hab mich dann doch für rot-schwarz gestreifte „Punk“socken (gestrickt aus den Überresten von Papas Freddy Krüger-Pulli) entschieden. Und diesmal habe ich sogar meine gesamten GIMP-h4k0R-sk1llZ eingesetzt und, wie Comme gesagt hat, den Kontrast etwas höher gestellt.

Übrigens ist das Kontrastmenü nicht gerade an einer logischen Stelle zu finden, aber hey, es ist sicher nicht einfach, ein GUI zu designen, also bin ich lieber mal ruhig. Obwohl, nur, weil man etwas selbst nicht kann, es aber benutzen will, sollte man nicht meckern? Doch, eben gerade dann sollte man meckern.

Google Talk

Ich frag mich, wieso eine Suchmaschine einen Instant Messenger herausbringt, aber ich möchte schon gerne wissen, wie sich damit so chattet. Und eventuell wärs ja auch mal ne alternative zu diesem blinkenden nervigen MSN Messenger, mit dem ich allerdings auch noch nie eine Audio-Unterhaltung hatte. Interessant wird ein Messenger ja auch wirklich erst, wenn sich viele viele Menschen bei ihm anmelden.
Also, Google Talk. Und der hat wirklich keinen Schnick-Schnack. Schön wärs, wenn sie ihn auch zur Kamera des MSN-Messengers verbinden lassen liessen, dann müsste ich den nie nie wieder benutzen – ich nehm ihn ja eh nur dann, wenn sich jemand vor mir ausziehen will (Verfilmt mein Blog, sofort!) bzw. sonstige Webcamdinger. Aber hach, wär das toll – keine Avatare, keine Buchstabensmileys (Es gibt Leute, bei denen wird jedes „Hi“ zu einem 90*50 Pixel großem Ding und naturlich wird das Bild auch angezeigt, wenn diese Leute „hier“ schreiben oder „hihihi“.), eine nette Oberfläche.
Ach, und wer noch keinen Gmail-Account hat : auf dieser Seite kriegt man welche. Und ich kann auch noch 50 verschenken, wer es lieber persönlich mag. 2 GB Online-Speicher sind ja nicht schlecht.
Ach, und für die, die genauso neugierig sind/waren wie ich: joeladami [at] gmail [dot] com.

So, jetzt aber genuch Werbung gemacht. Und lustigerweise hat der Google Talk Client ne Suchfunktion, aber nur, um alle Freunde zu durchsuchen. Ob das wohl wirklich einmal so wird wie in EPIC 2014? Übrigens, ne sehr sehenswerte Animation ist das.

Rockstar – Singer Oder: There you go, punk girl

Rockstar – Singer, originally uploaded by Jolly Sea.

Grrr… ich widme diesen Post dann Comme. Und ich hab das gestern gezeichnet.

mein Scanner suckt – hab ich erwähnt, dass alle die Rockstarbilder und mein Logo auf Karopapier gezeichnet sind und ich die Bilder nur mit Ifranview verkleinert hab? Nur um zu demonstrieren, wie mistig das Gerät scannt, und ich hab das Gefühl, dass er auch was verwischt hat. Comme, ich möchte dich eh hier haben, da kannste dir die Zeichnungen ja auch im Original ansehen. Und wir hören EN und kochen was dazu und sehen uns alte Postkarten an. Hach, wär das toll.

Moment, sollte ich nicht eigentlich stinkig sein?

Nö, kann ich nicht.

Und die Chucks, klar sind die schön, aber da gibts ja zum Glück auch NoName-Derivate oder billige Imitate. Open-Source Schuhe sozusagen.

Ach, und der linke Arm, ja, das habsch mitgekriegt. Is aber mitm Bleistift vorgezeichnet gewesen, und trotzdem hats besser ausgesehen danach. Und das Schuhproblem habsch glaubsch ganz elegant gelöst *fg*

mich zwingt die angst

Im Suff erkennt man oft nicht, dass man betrunken ist. Ist es falsch, zurückzuschliessen, dass man nüchtern überhaupt nicht erkennt, dass man nüchtern ist? Was bedeuten muss, dass der Zustand, den wir als „nüchtern“ empfinden, etwas völlig anderes sein muss als das, was wirklich „nüchtern“ ist, was die Schaffung eines dritten, bisher unentdeckten Zustandes, der nur theoretisch bestehen kann, nötigt.
Ich habe zwei Libellenlarven gesehen, wie sie sich gepaart haben.

Verletzte Analogien steigen schäumend aus dem Feuer des Vergessens empor und kriechen um mit letzter Kraft ihre blutigen Worte auszuspucken, auszuwürgen, auszukotzen. Ein vulgärer Akt des Geistes in vollkommender Kühlheit gegenüber der Agonie einiger Neuronen. Fußsoldaten des neuralen Zentrums, Kanonenfutter des Gehirns, Sandsäcke im Alkoholrausch.

Träumend liege ich auf der blauen Bettdecke zwichen blau-hellbraunen, ja fast schon gelben Möbeln in dem Zimmer mit dem blauen Teppich. Wie hübsch eingerichtet doch alles ist und wir fassen uns ohne Scham an unsere intimsten Stellen.
Ob es nicht sticht, da zu küssen, wegen den Haaren. Eine Rasur ist doch selten perfekt, das können nur Fußballspieler.
Fußballbegeisterte. Gleicher Typ, gleiche Region, gleiches Ziel.
Es öffnen sich neue Verbindungen, wie wenn man mit der Taschenlampe über ein Spinnennetz aus silbernen Gedankenfäden leuchtet.
Dies ist eine Wanderung durch ein Gedicht eine Schiffahrt durch die Gedanken.
Und trotzdem ist alles roh, wie blutiges geschlachtetes Fleisch das ich nicht essen will, es ist mir zuwieder ich beisse immer auf Knochen. Eine Begegnung mit dem Tod.

Ist schlussendlich nicht alles immer nur eine Suche nach der Einen, nach dem, was ich einst Rei nannte, gewesen. Rei. Japanisch für Null.
Japanisch für Geist.
Geist. Seele.
Ich.

Letztendlich suche ich niemand anderen sondern mich selbst. Ein verlorengegangenes Teil von mir? Finde ich es in der Vergangenheit, deren Gestalt mannigfaltig ist? L³SV. CVN. Abkürzungen, die alle nicht das Ziel sein können.
Die Gnosis lässt grüßen. Muss es wieder lesen, dieses Buch. Zurück zum Pendel. Ich muss es sehen, umbedingt. Fahr ich nach Paris, überstürzt, mit schlechtem Französich, aber was macht das schön, ich komme schon zum Pendel, um es anzubeten und niederzuknien vor diesem Altar der Gewissheit, wie er genannt wird.
Agonie, Agonie, Agonie.
Dabei tut es nicht einmal weh, es sind nur Gedankenspiele, die äusserst verwirrend sind, da nicht im Zug wahrgenommen.

Verstehe ich diese Symbole überhaupt noch selbst? Ein Teich mit Molchlarven darin, eklig und ausserirdisch. Und sie beissen nicht, denn sie haben keine Zähne. Alles ist kalt und dennoch sind sie warm, diese Tiere. Nicht roh, nicht heiß, einfach nur glitschig. Wie manche Gedanken, die ins Wasser springen und im Teich verschwinden, im trüben Wasser und womöglich auch noch Staub aufwirbelen.
All das sind Bilder vor meinen Augen das kopfliche Kino, wie eine Reise zu anderen Planeten mit nur einem Liter Sauerstoff aber mit der Unsterblichkeit ausgestattet. Es dauert unendlich langsam, aber man stirbt nicht.
Die Unendlichkeit allein ist die Hölle. Agonie.

mich zwingt die angst, weiterzuschreiben, und ich kann nichts dafür. Ist es bewusst passiert diese Kleinschreibung? Kann man nachher noch von einem Schöpfungsakt schriftstellerischer Art sprechen? Ist es nicht eher wie wenn man Flüssigkeiten ausscheidet, eine literarischer Samenerguss. Elektrische Impulse fliessen durch unseren Körper, durch Stromleitungen verbinden unsere Geister miteinander und so entsteht ein Netzwerk ein neuer Organismus in dem wir alle nur eine Zelle sind solange bis wir anfangen uns selbst zu zerstören.
Boreas, oh Nordwind, hilf uns in dieser schweren Stunde. Schick uns ein Schwert und töte 400 mal 400 Mann, dann werden wir dir einen Tempel bauen und deinen Wind vereehren als göttliche Kraft.

Mal so ganz nebenbei: Wie findet ihr das neue Logo/Banner?

Poor boy, you're bound to die…

Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie man vor und hinter hübsche Bücher hässliche Buchdeckel kleben kann. Seht euch das mal an:
Harry Potter und der Halbblutprinz Titelbild der deutschen Ausgabe
Ich mochte den „deutschen“ Harry eigentlich immer. Und die Zeichnerin hat Albus Dumbledore auch schon mal gemalt, ich glaube für einen Artikel in einer dieser Wochenzeitschriften, Spiegel, Stern oder Focus, und da sah er akzeptabel aus. Aber was sie da gemalt hat, würde eher als Voldemort mit ein paar Haaren durchgehen als als Dumbledore.
Ich meine, wieso muss da überhaupt immer eine Szene aus dem Buch mit drinnen sein. Der andere Vorschlag war zwar hübscher, aber skandalös spoilernd.

Desweitern habe ich Sojaschokoladenmilch und Sojayoghurt gegessen, wobei ersters wie das Original aussah und schmeckte und zweiteres farblich einen etwas anderen Eindruck machte, vom Geschmack her aber das gleiche Erlebniss bietete wie das Original. Und Cholesterol haben diese Dinge (übrigens auch Tartex und ähnlicher vegetarischer Brotaufstrich – ich mag ja besonders den von Granu Vita) auch alle nicht. Oh, Veggie-Firmen, wollt ihr mich nicht als Produktestblogger engagieren?

Rockstar – Drummer

Rockstar – Drummer, originally uploaded by Jolly Sea.

Ne Drummerin hat meine fiktive Band auch schon, und modebewusst ist die ja auch. Dreads, nen Totenkopf-Top, kniehohe Socken und für den Rest der Beine grobmaschige Netzstrümpfe. Für alle die, die es dank fehlender GIMP-h4k0r-sk1llZ und meines suckenden Scanners nicht erkannt haben.

Ich wäre froh, wenn ihr kommentieren würdet. Zumindest im Thumbnail sieht der Schatten gar nicht mal so schlecht aus.

Rockstar – Bassist

Rockstar – Bassist, originally uploaded by Jolly Sea.

Sieht schon etwas besser aus als mein erster Versuch. Und wenn ich so weiter mache, gibt es wirklich bald ne ganze Band. Ich male gerne mit der Füllfeder, auch wenn man Fehler kaum bzw. gar nicht korrigieren kann. Oder vielleicht gerade deshalb.

Mein Scanner suckt aber weiterhin und auf GIMP hab ich momentan relativ wenig Lust und meine GIMP h4k0r-sk1llZ sind eh nicht so gut, als dass ich da sehr viel rausholen könnte.

“This is the night of the living dead.”, she said and killed a zombie with a single headshoot.

Jetzt mal ehrlich: Trägt man String-Tangas wirklich, weil man ne enge Hose an hat und nicht will, dass sich ein Höschen abzeichnet? Ich meine, selbst wenn die Hose so eng wäre, dass das Höschen sich sehr deutlich abzeichnen würde – würden sich die allermeisten Modelle von String-Tangas nicht auch abzeichnen?
Ich denke nicht, dass ein gewisser Aufreiz-Faktor bei allen Stringträgern, egal ob weiblich oder männlich, zu verleugnen ist. Da steckt doch ganz klar eine sexuelle Botschaft dahinter, ungefähr: „Schau dir meinen Arsch an, ist der nicht geil?“ Wobei die Bandbreite auch „Ich trau mich, nen String zu tragen!“ bis „I'm a biatch!“ umfasst.
Ich möchte den String dennoch nicht verteufeln, erfreut es mich doch, dass Kleidungsstücke und insbesondere ein plumpes, aber vorhandenes Mittel der Kommunikation sind.
Trotzdem sind Boxershorts bei beiden Geschlechtern sehr viel mehr sexy.

Über die Frage, wie die katholische Kirche und insbesondere ihr „Chef“ der Papst zu String-Tangas und zu Boxershorts steht, weiß ich recht wenig und möchte ich eigentlich auch nicht viel sinnieren. Übrigens, ist es nicht merkwürdig, dass man, wenn man „die katholische Kirche“ liest, sofort an den Vatikan und Männer mit kleinen rosa, manchmal auch weißen, Mützchen denkt und bei „der Papst“ an einen rundlichen Mann in weißen Kleidern, ergo J.P.II. Wo „die katholische Kirche“ doch die Gesamtheit aller Katholiken und der Papst doch der ehemalige Kardinal Ratzinger ist. Hat der Mann eigentlich einen neuen, vatikanischen Personalausweis mit „Benedikt XVI“, oder muss er immer noch mit dem alten, wahrscheinlich deutschen Perso mit „Joseph Kardinal Ratzinger“ reisen? Hach, so viele Konklave- und Sedisvakanz- und Kardinal-Aufklärung und Berichterstattung, aber das haben sie uns nicht gesagt.
Nun ist meine Überleitung zu einem eigenen Abschnitt geworden, wollte ich doch von der Unterwäsche auf den Papst und von ihm auf den Weltjugendtag kommen und einige Gedanken zu selbigen zum Ausdruck bringen.

Erstmal find ich es merkwürdig, dass „die Jugendlichen“, wie sie von den Medien genannt werden, immer und ständig „Benedetto“ geschrieen haben, und das in diesem grauenvollen Fußballstadion-Rhytmus. Ich meine, machen die überhaupt keinen Unterschied mehr zwischen Backham Beckham (edit: Es heißt natürlich Beckham und nicht Backham. Danke Nadine.) und Benedikt? Ist es egal, wer da kommt, ob nun, um Fußball zu spielen, ein Konzert zu geben oder über Gott zu reden? Hauptsache es ist jemand wichtiges und man kann klatschen und sich mitreissen lassen und sich zugehörig fühlen und einen Namen plärren?
Mich würd das ja nerven. Also, wenn ich Papst wär, und beinahe wär ich ja, da U-Boot-Katholik und somit zur Wahl stehend, tatsächlich Papst geworden, würd mir das viel zu sehr auf die Nerven gehen, hätten die alle „Fireball“ geplärrt. (Der Papst wählt sich selbst einen neuen Namen – hat irgendwer gesagt, dass man sich einen „christlichen“ Namen wählen muss?) Nein, ich hätte es wohl genossen, wenn ich als ich Papst wäre, aber wäre ich Ratzinger, hätte es mich wohl genervt und ich hätte um mehr besinnliche Ruhe gebeten, anstatt zu lächeln und zu winken. Immerhin wäre ich, wäre ich Ratzinger, ja nicht irgendwer, sondern Papst.
Und mich würd das auch nerven, wäre ich in Köln gewesen. Ich mag ja eh keine großen Menschenansammelungen und wenn die auch noch ständig den Papst als Popstar gefeiert hätten, wäre ich wohl irgendwann zum Fantasy Filmfest geflüchtet. (Edit: Leider wäre die Flucht unmöglich gewesen, da das FFF bereits am Vortag des WJT seinen letzten Tag in Köln erlebte. Na ja, wär ich halt ins Schokoladenmuseum geflüchtet. Oder in den Zoo. Danke an Gordon für den Hinweis.)

Eine weitere Sache, die ich merkwürdig fand, war das ständige Zeigen und überhaupt der Vorhandensein von Landesflaggen. Okay, sone Flagge ist ein tolles Kleidungsutensiel, ob nun als Pareo oder als Umhang. Aber hey, sind die Leute da nicht wegen ihres Glaubens da? Sind Herkunft und Nationalität da nicht unwichtig und vielleicht sogar unsinnig?
Anscheinend nicht. Man ist als Deutsche, Luxemburger, Chinesen, Japaner, Brasilianer, etc. da und dann erst als Christen – so sieht es jedenfalls auf den Bildern aus. Muss ja auch toll sein, die Landesflagge in eine Kamera des ZDFs zu halten. Hurra, wir werden berühmt.
Aus damit für Fire Träume von einer grenzenlosen Welt, vereint vom Glauben – und vom Glauben könne sich das ja dann ausbreiten -von „Wir sind alle Christen“ zu „Wir sind alle Jugendliche“ zu „Wir sind alle Menschen“ zu „Wir leben im gleichen Universum!“. Müssen wir halt noch weiter schreihen.

Was war noch? Die Kommentatoren vom ZDF waren blöde und haben mich an etliche Monarchenhochzeiten errinert. Kann man die nicht entlassen und von dem Geld einen öffentlich-rechtlichen Musikssender für alternative Musik machen?
Ach, und ich habe vor, diese Nacht durchzumachen. Deshalb wird es wohl noch einige Blog-Postings geben. Vielleicht zeichne ich ne Band, deren Musik auf einem öffentlich-rechtlichen Musikssender für alternative Musik (ÖRMSFAM) gespielt werden kann. Und ich warte auf ermunternde Kommentare, die mich dazu antreiben, die Rebellen-Geschichte weiterzuschreiben.

Rockstar

rockstar, originally uploaded by Jolly Sea.

Ja, ich wollte dieses „Blog This“ Feature von Flickr mal ausprobieren. Ausserdem ist die Zeichnung relativ cool, auch wenn sie viel zu kurze Arme und keine ordentliche Hose hat. Ausserdem sollte der Riemen nicht als Riemen getragen werden, sondern viel zu groß herunterhängen. Das habe ich auf einem zweiten Bild alles zu korrigieren versucht, aber dann ist alles noch viel schlimmer geworden, als ich es eigentlich wollte. Und ich teste gewisse Ping-Systeme, mal wieder.
Ach, und mein Scanner suckt sowieso.