Heute in der Serie “Romantische Kurzgeschichten” : Wie mastrubiere ich richtig? Oder: Onanie der Seele Oder: Verfilmt mein Blog, sofort!

Wieso nicht aufschreiben, was man denkt? Und wenn es erst aufgeschrieben ist, wieso es nicht auch veröffentlichen? Die Leute lesen deine Aufzeichnungen eh, wenn du dir erst mal wie Kurt in den Kopf geschossen hast oder wie J. umgebracht worden bist. Und die Psychologen werden an dieser Stelle bemerken: „Er verglich sich selbst mit Kurt Cobain und Jesus, sah seinen märtyrerartigen Selbstmord also schon lange vorraus – oder spielte zumindest mit dem Gedanken.“
Wie toll. „MTV Masters“ über den toten Joël „Fireball“ Adami, mit dem Diplompsychologen Dr. Sommer.
Dies alles beantwortet trotzdem nicht die Frage, wieso man seine Seele der Öffentlichkeit nicht öffnen sollte. Ihr ist es egal, diesem gesellschaftlichen Levithan, der sich täglich selbst frisst und doch weiter wächst, wann sie dein Innenleben erfährt und sie fressen, zerfleischen, fritieren, braten, verdauen kann.

In ihrem Kama-Sutra steht, die Frau sollte bei irgendeiner Stellung – ich habe vergessen, welche, – den muskulösen Oberkörper des Mannes, seinen Bizeps vetrachten und die Penetration geniessen. You get me closer to god.
Als ob jeder einen so ausgeprägten Bizeps hätte.
Porno-Mentalität. Nein, Soap-Mentalität, in Pornos sind alle hässlich, die Männer besonders und sogar die Frauen. Geht es darin nicht nur um Fleisch, ums „Rammeln“?
Abgründe der menschlichen Seele – obwohl, in dem Abgrund sind wir schon lange, mit zynisch-ironisch bis manisch-depressiven Unterton an die Nachwelt. „Fuck you!“ ins Testament schreiben. Aufforderung zur Selbstbefriedigung eines Toten. Der Tod ist ein Dandy und meine Seele brennt, verbrennt, explodiert, verfällt zu Staub, brennt weiter, fliegt empor und weint Phoenixtränen. Wer kann diese Symbole noch lesen, in 100, 200, 500 Jahren? Endstation, der Zug ist angekommen und ich bedauere, noch immer nicht geschrieben zu habe, was ich wollte.
Oder doch?

Nach der Sendung ist vor der Sendung, Neuer Zug, Neuer Anfang, es riecht nach Schampoo, und ich frage mich, ob es meine Haare, sind, obwohl das ja eigentlich unmöglich ist. Ist das Gehirn ein Compiler, den man programmieren kann, wenn man die richtige Sprache beherscht? If, than, else. Boolesche Suchparameter sind abgeschafft, man findet eh immer alles den gleichen Mist unsortiere Un- und Wahrheiten.
Ich füttere mein krankes Ego im Zug mit diesem Text, während Landschaft an mir vorbeibraust. Ist es depressiv, ist es manisch, ist es Zynik, ist es Ironie oder ist es nichts von alledem?
Ehrlicher Seelenstriptease vor lautlosem Publikum eregt die onaierenden Tiere hinter der Glasscheibe. Mein Z.N.S tanzt. Ich muss nur an das Wort „Kribbeln“ denken und meine rechte Hand beginnt zu kribbeln. Ach, wie ich es bedauere, kein Linkshänder zu sein. Halt, da war sie, die falsche Entscheidung, schon wieder, unbewusst, obwohl gefragt, falsche Antwort, falsche Seite. Nicht gegen der Wand liegen, du wirfst sie runter – aber sonst legt sie sich dagegen und nicht gegen dich, obwohl du ja eh allein lagst selbst dann als du noch neben ihr lagst. Du hast geträumt von V. als du sie angefasst hast.
V. Wieder dieser Buchstabe.
Vanessa. Wieder dieser Name.
Und dennoch, das alles ist nur stellvertretend. Sie ist ein Platzhalter, du könntest genausogut Rei dahinschreiben und deine Suche nach ihr fortsetzten. Ginge nicht auch C. oder N.? Wieso nicht gleich alle drei? CVN. Zehfauen. Zehnfrauen. Zehn Zehfetischisten. Geistiges Gestotter, Seelenblubber. Blub, Blab, Blob, Bleb, Blib, Blüb, Bläb, Blöb.

Und dennoch, ihr Kama-Sutra für Frauen, dder mit keinem einzigen Wort an Lesben denkt, empfielt doch auch die kleine geistige Untreue bei dieser Stellung, wo frau den Mann nicht sieht: denkt an Tom Cruise oder brad Pitt. Habe ich erzählt, dass man gesagt hat, ich gleiche Johnny Depp? Aber ist das was anderes, ihren Beckenknochen für den von jemand anderem zu halten und zu finden, das ihre Stimmen sich gleichen? Halte die Stimme von Vs Schwester nie mit der von dieser Anderen auseinander, bzw. ich muss mich immer geistig korrigieren. Dabei mag ich diese Stimme.
Die Kinder haben krieg gespielt, den ersten Hüttenweltkrieg.
Es regnet wie Sau.

4 Kommentare “Heute in der Serie “Romantische Kurzgeschichten” : Wie mastrubiere ich richtig? Oder: Onanie der Seele Oder: Verfilmt mein Blog, sofort!

  1. Au Mamm hei schengt jo vill lass ze sinn lol
    Kaum sin ch drei Wochen ausser Land an schonn kreien ech neischt mei matt, drei wochen ouni internet an ech fillen mech machtlos.
    Obwuel daat huet jo och eppes fir sech.
    Australien ass en supper Land, daat eenzegt waat hei feelt ass gudden Kaascht.
    Hei gett et nemmen latschegt Brout an mei Gott hei kann einfach keen Mensch kachen!
    Desen Defizit un guddem Iessen gett awa vun der wonnerbarer, fantastescher Natur kompenseiert!
    Walen, Koalaen, Schlangen, Kaenguruen, Uluru, Krokodiler, 12 Apostelen etc.

    Ey hei hun ech schon fill gesin, trotzdeem ech vermessen meng Koleegen zimlech, 24 op 24 mat der Famill zesummen ze sin… ech fillen mech bessi op feindlechem gebitt bei mengen Bridder awa et geet nach iergendwei.
    Keng Privatsphaer awa wirklech guer keng!

    Tjojo, daat misst een mat a kaaf huelen.

    Wei leeft deng Vakanz ( ech bieden em eng Kuerzfassung, ech muss hei fir Internet bezuelen waat heescht dass ech keng Meiglechkeet hun dein Blog ganz ze liesen)

    CU

    mix

  2. Ich denke, das ist schon gewollt.
    Also, es ist eine sehr persönliche Art der Verschlüsselung, die mit persönlichen Symbolen und (von mir) nachvollziehbaren Gedankensprüngen arbeitet. Natürlich gibt es Leute, die mehr oder weniger mit diesen Symbolen vertraut sind und so verschiedene Dinge verstehen. So ist der Text persönlich und anonym zugleich. Der Vergleich mit dem Songtext ist gut, er stimmt irgendwie. Weit zurücklesend wäre der Zusammenhang vielleicht erkennbar, aber wer hat schon die Zeit, so weit zurückzulesen? Immerhin, wer sich die Mühe macht, was ich von niemandem verlangen will, "verdient" es in gewisser Weise schon, mehr über mich zu wissen.

  3. tja, wenn ich ihre worte so lese und denke "ja, warum nicht?" bin ich mir doch nicht so sicher, ob ich diesen inhalt gewachsen bin. nicht die worte, mehr der subtext. wenn man den hintergrund nicht kennt hat man ja wahrscheinlich eher einen anderen eindruck vom text.
    und das macht es ja wieder anonym. wie ein songtext. selbst also wenn ich in ihren blog zurücklese, muß und kann ich den zusammenhang nicht unbedingt erfassen.
    also fazit: ja, warum nicht?

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