Going out

(Zurückdatierter Eintrag)
Mhmm… also wieder munteres darauflosschreiben. Obwohl ich ja über die erste Clubnacht meines Lebens berichtne könnte. Oder diese Erlebnisse zu Schnellliteratur verarbeiten könne, zu einer Art fiktiven Gespräch mit Anne, obwohl es ja auch ganz nicht-fiktive Gespräche mit Anne gab.
Ich sehe mich selbst unter Schwarzlichtröhren sitzen und auf neonleuchtendes Papier schreiben, an einem Abend, in dem es in dieser Disco oder Bar mit Tanzfläche, die teilweise „alternativer“ (oder versiffter?) aussieht als die Gäster, die Musik etwas ruhiger ist, eher die Richtung Portishead, Dirty Three, Explosions in the Sky, etc. Ich sehe mich selbst in so einer Bar sitzen und einen Roman schreiben, den ganzen Nachmittag und frühen Abend lang. Und während ich dort sitze, trinke ich schwarzen Tee und lait russe und manchmal vielleicht auch einen Cappuchino oder einen schwarzen Kaffee mit viel Zucker. J.K. Rowling lässt grüßen, aber in einer halbleeren, dunkelen Bar zu sitzen und einen Roman zu schreiben, das hat – jedenfalls für mich – eine erstrebenswerte Romantik und in einer Bar den ganzen Nachmittag Kaffee und Tee und mit mehr oder weniger Milch versetzte Kaffeeprodukte zu trinken versprüht – jedenfalls in meinen Augen – einen Hauch von Luxus.
Wie das ganze allerdings unter Schwarzlicht aussieht, ist eine andere Geschichte.

Die Clubnacht. Angefangen hat das ganze mit einer spontanen Einladung, Apfelsaft und auch etwas später Vodka Red Bull. Und das war der teuerste Vodka Red Bull, den ich je getrunken habe. Mag sein, das das daran liegt, dass das eine Premiere war, aber 5,50 sind dann doch ein stolzer preis, für eine versiffte Disco/Bar mit 3 Euro Eintritt und Kultcharakter. Deshalb blieb es bei dem erwähnten Getränk.

Allerdings ging das Tanzen noch diesem um einiges besser, was allerdings auch an dem sich in der Zwichenzeit verbesserten Musikstil gelegen haben könnte.
Aber hey, Pixies, Nirvana (Rape me, lustigerweise!), Pink Floyd, Rage against the Machine, Red Hot Chilli Peppers,… öh, was noch? Fanta4, aber da war auch nur das Lied gerade gut gewählt.
Nett auch die Klientel des Lades, jedenfalls zum größten Teil. Irgendwie fand ich es witzig (Nun, ich fand vieles lustig, aber das hier ganz besonders.) ein paar Gangstas steif am Rande der Tanzfläche stehen zu sehen.
Ach, und ein paar nette Gespräche gabs natürlich auch, aber bloss vor der Tür. Jedenfalls haben wir rausgefunden, dass eine Schweinehälfte und ein wenig Isolierungsilikon ganz gute Fake-Aliens abgeben.
Jedenfalls ist mir niemand auf die Füsse getreten.

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