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Die besten Suchanfragen im November

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Manchmal ist es merkwürdig

Manchmal ist es merkwürdig, wie gut man jemandem kennen kann, ohne den Vornamen zu kennen. Ich hab in der Hinsicht im Netz ja schon vieles erlebt: Menschen, die plötzlich ihre Geschlechter gewechselt haben und wo das der Beziehung überhaupt nicht geschadet hat. Wobei so eine Entdeckung dann doch im ersten Moment ein Schock ist.

In der Fußgängerzone von E. spielen sie Opern über die Beschallungsanlage. Und das bringt mich auf den Gedanken, dass die Musik furchtbar passend ist und noch viel passender sei, schneite es nur ein ganz klein wenig, herrlich feinen Pulverschnee, der wie Puderzucker auf einen Panetonne herabregnet. Und wieder passiere ich dieses Haus, und wieder muss ich grinsen, und das alleine genügt, mehr will ich überhaupt nicht.

Menschen die sich entschuldigen, wenn sie ohne daran zu denken, dass ich kein Fleisch esse, vor mir in eine Wurst beisse. Und ich sage dann, das macht mir überhaupt nichts aus, ich muss jeden Tag Menschen zusehen, wie sie Fleisch essen, mir ist das egal. Und im Stillen denke ich darüber nach, ob ich es schaffen würde, in sone Mettwurst zu beissen. Ich kann mich an den Geschmack errinern, der mir eigentlich nur mit dem Geschmack von Erbensuppe, auf luxemburgisch Ietsebulli (Erbsenmatsch), erträglich erschien. Kälte gehört ebenfalls dazu, sonst ist das viele Fett wahrscheinlich nicht zu ertragen. Aber es war ja kalt in dieser Oase, einer durch und durch merkwürdigen Zeit, die mir nun völlig still, wie das Auge eines Orkans, erscheint. Nun sind es schon fast 7 Monate und ich vermisse es kein bisschen. Ich frage mich, ob ich das verwunderlich finden sollte. Vielleicht, vielleicht auch nicht.
Aber symphatisch war es, dass sie sich entschuldigt hat.

Anne, nach der Abenteuerpädagogik, wie sie meint, da seien Sachen dabeigewesen, wo man nicht hätte überlegen dürfen, und das könne sie gut. Und wie uns beide am Tag danach der Allerwertesten geschmerzt hat. Wir sind einen vegetarischen Döner mit Pommes essen gegangen, obwohl es noch überhaupt nicht spät war und auch noch keine Essenszeit. Aber der Moment zählte, und genau das was doch toll. Laute, lachende Errinerungen an einen längst vergangenen Herbst, den der Winter mit seinen eisigen Klauen vertrieben hat.

Aber sie denkt an mich. Ist das nicht wunderbar?
Und wieso hat Erna mich gedrückt?

Im Sonnenwind tanzt ein einzelner Leukoplast

Wiederherstellung der früheren Begebenheiten am Meer.
Teilweiser Ersatz der Personen.
Spiegelung.
Und fast glaube ich den Wind von damals zu atmen…

Bin gestern in der Morgenvorstellung von Harry Potter 4 gewesen. Es gab gratis Kaffe und Croissants, weil Morgenvorstellung. Orangensaft hätte ich auch bekommen können, hätte ich mich vor die Kinderhorde von denen Teile mit „Jetzt werd ich schon zum Essen gezwungen“, ihre Unlust an den angebotenen Produkten herausposaunten, geschoben und den letzten ergattert. Kaffee wollte ich keinen, und meine gegen Ende des Filmes eh volle Blase gab mir Recht.
Der Croissant war allerdings gut und sparte das Popcorn ;)

Der Film war unterhaltsam, um mein Fazit auf drei Worte zu beschränken. Wer mehr lesen will, darf das gerne tun…
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Blogger an der amerikanischen Grenze festgehalten

Wie in iranischer Blogger ein Einreiseverbot für die USA bekam… (telepolis)

Sieht so die Zukunft aus?
Bei der Fahrzeugkontrolle wird erst mal nach dem Namen gegoogelt. Bei mir würde man dann den Artikel über das Ende von Luxgras finden, und ich müsste mich einer Leibesvisitation und einem Drogentest unterziehen. Natürlich informierte man auch JCJ und seine Spießgesellen, namentlich der luxemburgische Geheimdienst, und wahrscheinlich wäre ich dann der seit 20 Jahren gesuchte und nie gefundende Bombenleger.

White Chrismas, Bill Krosby und der Zauber des Seitlich daran Vorbeigehens

Manchmal passieren doch kleine Wunder, und manchmal sind sie etwas größer – dann nennen wir sie Zufälle. C. und C. auf dem Weg nach L. zu treffen, daran hätte ich wirklich nicht gedacht. Ich ging alleine durch den fallenden Schnee, der mir eher wie langsam fallender, weiß gefärbter Regen vorkam, der nicht den geringsten Versuch unternahm, liegenzubleiben. Die Straßen von E. sind trotzdem weiß, dank dem exzesivem Einsatz von Streusalz. I'm dreaming of a salt-white chrismas.

Der Himmel war, wie das im November nunmal so ist, grau. Schukartondeckelgrau. Und aus diesem grauen Himmel regnete es Schnee. Ich war allein, ich war nicht depressiv aber auch nicht wunderbar gelaunt, ich wollte alles so schnell wie möglich hinter mich bringen und dann wieder nach Hause kommen und meine Müdigkeit ausleben.

Glühwein getrunken und ihn ganz unerwarterweise sogar geschenkt bekommen. Mich über Lebkuchenherzen mit der Aufschrift „Faites l'amour pas la guerre!“ gewundert.

Ein Liebespaar küsst sich in der Dunkelheit. Es wirkt unwirklich im starken Schneefall der depressivsten Stadt der Welt, L. Kalte Neonröhren der Bushaltestelle beleuchten die Szene, während ich selbst mich darauf zu bewege, ohne zu wissen, in welche Richtung ich eigentlich gehe. Ich sehe das ganze aus meheren Perspektiven, in meiner Errinerung, ohne zu wissen, ob es wirklich so war.

Bei H&M gewesen und nichts gefunden. Sämtliche Kaputzenpullis hatten den selben blöden Aufdruck, den ich nicht mal für „nur“ 25 € tragen will. Ausserdem war der Laden voll mit dem gleichen Typ Mädchen, von dem ich nicht weiß, ob ich den Kleidungstil nett finden soll oder ob das momentan wirklich Mode ist. Einfacherer macht es dabei die Tatsache, dass die meisten jener Wesen in Begleitung ihres TIs waren, den sie einzukleiden gedachten.

Manche Dinge sind, obwohl sie altbekannt sein müssten, doch auf den ersten Blick neu. Es ist vor allem ungewohnt, es aus dieser merkwürdigen und doch symphatischen Perspektive zu erleben und es nicht irgendwie nervig zu finden. Es ist ebenfalls ein ungewohntes Gefühl, einen unglaublich pertinenten Gedanken zu haben und ihn nicht auszusprechen, weil jede mögliche Art und Weise, sowas auszudrücken, platt und falsch klänge.

Erst als ich jemanden auf Deutsch sagen hörte „Alle Weihnachtsmärkte sind gleich, Schatz“, musste ich an Max Goldt denken. Mich hatte nicht der Zauber gepackt, jedoch aber die Neugier und der Hunger auf etwas süßes, fettiges, das an diesen Ständen zwischen merkwürdigem Ethnozeugs und noch abstruserem Kunsthandwerk feilgeboten wird. Manchmal ist es unmöglich, seitlich daran vorbeizugehen. Dann muss man wohl oder übel dadurch.

Like a king I'll rise…

Wenn ich je von irgendeiner übermenschlichen Kraft gezwungen werde, meine Stimme mit irgendjemanden tauschen zu müssen, dann werde ich sie mit Ben Harper tauschen. Sollte der nicht verfügbar sein, dann halt mit Nick Cave.

Einen harten Tag habe ich hinter mir, und der Tag, der jetzt kommen wird, wird nicht umbedingt sehr viel unhärter, dafür habe ich aber das Gefühl, dass ich etwas „großes“ vor mir habe. Und damit meine ich beleiben nicht die die Physikprüfung.
Manchmal habe ich das Gefühl, alles erschlägt mich und ich muss kapitulieren bzw. das Ganze ein paar Wochen verschieben, weil ich sonst nicht klar komme. Und dann lösen sich alle Probleme, die Macht der Medien öffnet für deinen kleinen Moment und ich sehe Licht durch den Türspalt.

Momentan fällt Schneeregen und weicht den ersten Schnee in diesem Winter auf, so dass er zu der grauen Masse wird, die die Kinder meiner Generation „Schnee“ nennen wird. Ich mag das Geräusch von den feinen Tropfen auf mein Dachfenster, wie ein beruhigendes Trommeln des Himmels. Und währendessen singt Ben Harper „Please Bleed“ und so langsam fährt das nebelige Gefühl der Entspannung in meinen Körper und nimmt neben der Müdigkeit Platz. Die Musik dringt wie ein Schleier aus den Lautsprechern und hüllt das Zimmer wie mit Rauch ein. Wäre es Tag und würde dieses fahle, graue Licht herschen, spräche ich von visueller Stille.

Ich denke, heute war seit langem wieder einer von jenen Momenten, an denen ich mich einfach nur durch die gleichen Wetterverhältnisse mit jemandem verbunden gefühlt habe. Genauer gesagt passierte es mir drei mal heute, alle drei Male war es bereits dunkel und alle drei Male war es anders. Schön zu wissen, dass man manchmal die gleichen Gedanken hat. Schön zu wissen, dass der erste Schnee für diesen Winter bei uns zur gleichen Zeit fällt.

Man spricht oft vom Weihnachtswunder, aber an Weihnachten oder an Heiligabend habe ich bisher nur Stress und nerviges Hin-und-Hergerenne von den einen Verwandten zu den Anderen erlebt. Da gab es nichts wunderliches oder wunderbares dran. Vielleicht sind solche kleinen netten „Wunder“ genau das, was den Winter oder den Spätherbst – diese Zeit, in der wir uns momentan halt finden – manchmal ein klein wenig „magischer“ macht.
Oder aber es passieren auch einen Monat vor Weihnachten kleine Wunder, falls es denn sowas wie Weihnachtswunder geben sollte. Ich romantisiere gerade alles ein wenig, eigentlich war es ja nur Witterung, aber im Rückblick war ein ganz klein wenig Magie in dem Moment.

Welcome to the Cruel World.

Stille Tage in Clichy

Mhm, der Film ist – scheisse. Was gibts viel zu sagen zu einem film zu sagen der eigentlich nur auf Sex zählt.
Und ne szene in Lux. gabs auch. Nur sehr schlimm fand ich die Szene nicht. Wenn da ein Restaurantbesitzer eines „judenfreien“ Lokals geschlagen wird, ist höchstens die Existenz eines solchen antisemitischen Lokals in den 60ern, in denen der Film spielt anzuzweifeln.
Filmisch sehr amateurhaft, was Kamerawinkel, etc. angeht.

Fazit: wieso?

Wer den Film nicht gesehen hat, hat alles richtig gemacht und sollte das Sehen auch nicht nachholen. Durch das Verbot der Justiz wurden in den frühren 70er Jahren in Luxemburg mehr Staub aufgewirbelt als nötig, um den Film aus den Kinos zu kriegen – aus denen wäre er nach ein paar Wochen sowieso verschwunden.

Plagiat ?

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(gesehen hier.)
Da fragt man sich doch, ob man nicht besser hat, seinen Anwalt zu Rate zu ziehen. ;)
Aber ich versteh den Witz auch nicht wirklich. Sollte ich?
*freut sich auf die Flames*

Nachtrag (19:42): Header wurde auf mein höflichstes Nachfragen entfernt. Ein Hoch auf den nichtgehörten ironischen Unterton.
So hat man halt nen Nachmittag lang Spaß und die Bild/Linkposterfraktion darf sich gegenseitig bestätigen, wie toll sie sind und wie blöde ich doch bin. (Achtung, Ironie!)