Merry X-mas! (Meine Weihnachtsansprache, Weihnachtsrede und all das, was die Google-Sucher nicht lesen wollen)

Ich hasse Weihnachten.
Obwohl, eigentlich ist das falsch. Ich hasse das Fest an sich nicht. Es ist sehr löblich, sich in der Familie zusammenzufinden und sich gegenseitig mit von Herzen kommenden Geschenken zu erfreuen und ein paar ruhige und besinnliche Stunden zu verbringen.
Tut aber niemand.

Ich hasse Weihnachtsmusik jeder Art, besonders wenn sie in der Fußgängerzone oder auf Weihnachtsmärkten gespielt wird. Dabei ist es egal, ob es sich um Interpreationen auf der Panflöte oder mit einem Kinderchor handelt. Ich hasse sogar John Lennons Merry X-mas (war is over), nachdem es aus einer Glühweinbude gedudelt wurde.

Ich hasse Fragen nach Geschenken. Strengt eure Köpfchen an. Fragt doch mal subtil. Durchwühlt Bücherlisten und Stapel. Befragt Freunde. Überrascht mich mit Dingen, die euch auch gefallen und von denen ihr glaubt, dass sie mir gefallen könnten. Schreibt mir einen langen Brief, brennt mir eine CD mit Lieblingsliedern, malt mir was. Wenn euch wirklich nichts einfällt, könnt ihr mir immer noch ne Karte kaufen, in ein paar lustigen Sätzen erklären, wieso ihr mir Geld geschenkt hat.

Ich hasse familieninternes Wichteln mit Preisvorgabe. Such dir nen Geschenkt, das 12,50 € kostet. Und keinen Cent mehr. Verdammt, Geschenke müssen ja nicht teuer sein. Aber müsst ihr jetzt schon einen Preis festlegen?

Ich hasse es, keine Weihnachtskekse vor Weihnachten essen zu dürfen

Ich hasse es, Menschen in den Läden zu sehen, die Geschenke kaufen und dabei so gezwungen wirken. „Jetzt muss ich dem und dem noch was schenken…“ Schenkt doch bloss denen was, die euch lieb sind, die euch was bedeuten. Und schreibt auch nur denen eine Weihnachtskarte. Dann wirds für Neujahr auch billiger.

Ich hasse dieses hektische Rumgerenne an Weihnachten. Gott hat nicht aus Dummheit drei Weihnachtsfeiertage erfunden. Heiligabend die „kleine“ Familie, Weihnachten und 2. Feiertag dann die beiden Familienzweige. Bei Scheidungsfamilien kann man auch schon an Heiligabend einen Zweig aufsuchen und am 27. auch noch feiern.

Ich hasse den Perfektionsmus an Weihnachten. Es genügt, wenn ein Fest schön ist, wenn alle einigermassen ordentlich angezogen sind und das Essen schmeckt. Es muss nicht perfekt sein.

Ich hasse letztendenes nicht mehr als den Kitsch. Dazu gehören: Weihnachtsengel, Weihnachtsmänner, alles leuchtende in Fenstern, Aussendekorationen, künstlicher Schnee, alles singende. Ach, was solls…
Allen meinen Lesern und Nicht-Lesern:

Fröhliche Weihnachten!
Ein schönes Konsumfest!
Und eine besinnliche Wintersonnenwende!

6 Kommentare “Merry X-mas! (Meine Weihnachtsansprache, Weihnachtsrede und all das, was die Google-Sucher nicht lesen wollen)

  1. Ich mag Weihnachten.
    Dabei gehe ich nicht soweit zu sagen, dass ich es liebe.
    Es ist sehr löblich, sich in der Familie zusammenzufinden und sich gegenseitig mit von Herzen kommenden Geschenken zu erfreuen und ein paar ruhige und besinnliche Stunden zu verbringen.
    Tun wir aber auch ohne Weihnachten… naja, an Weihnachten dann noch mal besonders.
    Ich mag Weihnachtsmusik jeder Art, aber nur dann wenn sie in der Fußgängerzone oder auf Weihnachtsmärkten gespielt wird.

    Ich finde Fragen nach Geschenken lustig. Alle fragen und niemand hällt sich daran, laufe ich doch schon seit Monaten mit einem 'Ich will 'ne Senseo-Kaffee-maschine' durch die Gegend, auch als es noch gar nicht um Weihnachtsgeschenke gin. Aber Senseo-kaffeemaschinen sind wohl nicht weihnachtlich genug, darum gibt es auch dieses Jahr keine.
    Wie auch immer. Jedem der diesen ersten Geschenkvorschlag nicht ernst genommen hat,habe ich gesagt, dass ich mich eigentlich über alles freue, was nicht von der Tankstelle kommt und schön eingepackt ist.
    Schön eingepackt muss es sein, da das doch die ganze weihnachtliche Vorfreude ausmacht und die Spannung erhöht.

    Zur weihnachtlichen Vorfreude gehört natürlich auch das Geschenke-aussuchen.
    Ich liebe es mit einem breiten Grinsen, welches von schönen Geschenkideen herrührt, durch/über die Geschäfte/Weihnachtsmärkte zu schlendern und nach dem EINEN Geschenk für die EINE Person Ausschau zu halten und gleichermaßen auf mein Budget zu achten.
    Geschenke müssen nicht teuer sein.

    Dieses Jahr gibt es eine Low-Budget-Production:
    SELBSTGEBACKENE KEKSE!

    Nach fünf Stunden backen, bin ich stolzer Noch-Besitzer von drei großen Blechen Kecksen. Heute werden die dann in Dosen gepackt und an die Familie verschenkt ^^
    Ich hasse jedoch den übertriebenen Kitsch mit dem die Leute gedenken ihre Häuser vor und in der Weihnachtszeit zu schmücken. Dazu gehören: Fassaden-heraufkletternde Weihnachtsmänner aus Plastik, Aussendekorationen aus Plastik, Leuchtschläuche, künstlicher Schnee, alles elektrische Weihnachtslieder von sich gebende.
    Was ich jedoch mag sind so kleine Lichter in einem Strauch, die geben eine wohlige Atmosphäre ganz ohne Brechreiz.

    Wie auch immer ;)

    Scheine Chrëschtdaag Joël :)
    mix

  2. Mega Text bei KAWASSOWP!!
    Deen ass wierklech deck gudd, hun mech hallew freckt gelaacht.
    En ass natiirlech wei emmer gudd geschriwwen, ech kann mer dei Szeenen deck gudd firstellen zumools dei wou den Silver um Recksetz an engem Netz leit an firun em setzt den Fire deen lautstaark Rolling Stones mat grölt ^^

    Nach puer Tippfehler, mä mei 'G', daat ass net schlemm.
    Meng professionell Meenung: mega

    mix

  3. Zu Weihnachten kann man immer wieder feststellen, dass manche Menschen die soziokulturelle Kompetenz des Geschenke Verschenkens beherrschen und andere nicht. Dabei ist es ziemlich wurscht, wie nah man den Betreffenden steht.

  4. ach, und diese kletternden Weihnachtsmänner, leblose Körper, die vom Balkon baumeln, die sehen immer so aus wie die Opfer eines Lynchmobs, find ich.

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