Sexual Healing

Es roch noch nach dem Kuchen, den sie gebacken und eben aus dem Ofen geholt hatte.

Jetzt war sie duschen. Das Prasseln war gut zu hören, und ich konnte mir lebhaft vorstellen, wie das warme Wasser in Berührung mit ihrer weichen Haut kam und sich rund um sie herum ein dunstiger Schleier aus warmen Nebel bildete.
Sie hatte gefragt, ob ich mit ihr duschen wollte, aber ich hatte abgelehnt. Ich schaffte es einfach nicht, mehr als 20 Minuten unter der Dusche zu stehen, während sie begeisterte Langduscherin war.

Ich lag reglos auf dem Bett, hörte Musik, erfreute mich einem leichten Anflug meiner Synästhesie und dachte über die vergangenen Stunden nach. Ich lächelte – oder war es ein Grinsen? – glückseelig vor mich hin und seuftze zufrieden.

Endlich war sie fertig mit Duschen. Sie kam, nur mit einem Tuch bekleidet, in ihr Schlafzimmer.
Provokation.
Ich mochte sie so, mit einem Tuch um ihren schönen Körper und nassen Haaren.
Sie drehte mir den Rücken zu, liess das Tuch fallen und griff in eine Schublade, um Unterwäsche herauszufischen und anzuziehen.
Provokation deluxe.
Ich versuchte, mir nichts anmerken zu lassen und war froh um die Decke, unter der ich lag. Ich versuchte, so naiv wie möglich zu fragen, wieso sie ihre Kleidung nicht auf den Heizkörper lege und sich im Badezimmer anziehe, immerhin sei es herrlich, in vorgewärmte Kleidung zu schlüpfen.

Sie drehte sich um, grinste und meinte:
„Wieso soll ich mich anziehen, wenn ich sowieso wieder zu dir ins Bett komme?“

Es roch noch immer nach dem Kuchen.

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