musisch inspiriertes Liebesgedicht oder: Schneefall

Wieder ein Waldspaziergang mit ihr. Ihr seid auf einer Koppe, die noch nicht wirklich Ösling ist, aber auch nicht sicherlich Gutland. Der dir – und ihr sowieso – unbekannte Westen des Landes. Wild ist er nicht.

Ihr kommt an eine Stelle, an der vor kurzem noch Feuerholz gemacht wurde. Es ist eiskalt dort. Du kannst den Schweiß der Männer, die hier gearbeitet haben, quasi noch spüren – ein Kaminfeuer wäre jetzt das, was ihr Beiden euch in diesem Moment wünscht. Und trotzdem spaziert ihr weiter.

Durch den schon recht lichten Wald scheint ein Hügel durch, die andere Seite vor dem Horizont, ein grünes Fleckchen Erde, das sich langsam weiß färbt.
Es fällt Schnee. Und der Wind bläst ihn dir horizontal ins Gesicht.

Du siehst sie an, und unter ihrer Kaputze wirkt sie traurig.
Die Stelle hier wirkt depressiv. Wahrscheinlich ist sie es auch, genau wie ihr beiden ebenfalls.

Diesmal gibt es keine Musik, die über dem ganzem liegt. Der Himmel hat immer noch die gleiche, ewige graue Farbe. Der Schneefall wird dichter.

Du sehnst dich danach, sie in den Arm zu nehmen, ihre Wärme zu spüren, genau wie sie deine spüren soll.

5 Kommentare “musisch inspiriertes Liebesgedicht oder: Schneefall

  1. Ein bedenklich breiter Riss zog sich quer durch die 20-Kilo-Scheibe. Er spannte sie trotzdem zusammen mit den anderen Gewichten auf die Stange. Während er sein Schweißtuch auf einem roten Ledersessel ablegte, bemerkte er, dass im Hintergrund Musik von DJ Bobo lief. Schon wieder. Hatten Kraftsportler etwa generell homoerotische Neigungen? Während er seine 120-Kilogramm-Stange auf seinen Schulterblättern ablegte, konnte er den gesamten Raum überblicken. Überall präsentierten sich die muskulösen Oberschenkel braungebrannter Männer, auf denen Schweißtropfen perlten…

    Hey Fire. Denk nochmal drüber nach!

  2. Tja, Martin, was will uns dein Textchen nun sagen? Dass man zu allem und jedem ein paar sarkastische Zeilen improvisieren kann?
    Wie wär's mit "Ode an einen kleinen grauen Talgklumpen, den ich einmal in meiner Achselhöhle fand", jener verschollenen Perle der vogonischen Lyrik?

  3. Soll heißen, lieber Martin: dein Text ist nicht interessanter als die von Fireball.
    Also, in *meiner* Muckibude läuft nicht DJ Bobo. Es gibt keine roten Ledersessel. Und die muskulösen, braungebrannten Männer verstecken ihre Oberschenkel in schlabberigen Trainingshosen.
    Kurz gesagt, man merkt, dass du von Fitnesscentern keine Ahnung hast und nur ein paar Klischees in den Raum schmeisst. Das tust du recht hübsch. Aber das ganze geht dir im Grunde am Arsch vorbei. Wie generell der Sarkasmus dazu dient, sich Dinge vom Leib zu halten. Kann ja was Nettes sein. Kann auch ganz schön ärmlich sein.

    Hat aber mit Fireballs Texten so überhaupt rein gar nichts zu tun.

  4. Mein Text erhebt keine Ansprüche. Weder künstlerisch, noch fachkenntnislich, noch aussagemäßig. Und er richtete sich eigentlich ausschließlich an Fireball. Dessen sorgsam ausgewählten Bilder und Szenen (e.g. "Koppe, die noch nicht wirklich Ösling ist, aber auch nicht sicherlich Gutland") einfach dringend mit ein paar billigen Platitüden konterkariert werden mussten.

    Aber okay, du bekommst deine Retourkutsche. Nur weil *dein* Fitnessstudio keine DJ-Bobo-Lieder spielt, muss das nicht überall so sein. Immerhin hat Bobo ordentliche Dance-Grooves, zu denen man klasse auf 1 und 3 strampeln kann (wtf, willst du etwa bestreiten, dass Fitnessstudiomucke zu grauenhaftem Elektroschrott tendiert??). Oberschenkel sind der untere Teil des Beins und nicht jeder Kraftsportler trägt 9/10-Jogginghosen. Rote Ledersessel sind wahrscheinlich wirklich eher unüblich, aber strahlend weiße Gartenstühle aus Plastik machen sich halt nicht so gut in einer kleinen Schweiß-und-Schenkel-Story.

    Vogonische Lyrik überlasse ich lieber den Vogonen, gleiches rate ich Fire.

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