battle with(out) honor

Wir stehn uns gegenüber. Kein eiskalter Blick. Es ist eher ein Grinsen.
Freudige Erwartung des Kampfes.
Im Hintergrund läuft Rage against the Machine. Ich spreche die Zeilen, die ich auswendig kann, in Gedanken mit.

Sie greift zuerst an. Ich weiche aus, springe zur Seite.
Dann kommt mein Schlag. Ein weiterer, ich dränge sie zurück, um wieder zurückgedrängt zu werden.

Ich lecke mir über die Lippe. Sie grinst.
Ich ebenfalls. Wieder ein Angriff, wieder ein Zurückschlagen.

Es errinert mich an das Pendel. Ich sah sie vor einigen Wochen wieder einmal. Sie war am Rande des Meeres, auf der Seite, an der ich nun stehe, erzählte, lachte, und ich fand nicht wirklich Anschluss an das Gespräch. Es war anders. Nun stand ich dort und nicht auf der anderen Seite; ich konnte sie nun nicht anhimmeln, still beobachten.
Wenn kein Wasser zwischen uns ist, kann man sich nicht vorstellen, dass es gefriert, dass wir hoch darüber in merkwürdigen Rüstungen einen Schwertkampf ausüben. Es ging nicht. Sie war einfach nur da und redete.

Noch ein Schlag. Ich treffe sie an der Hand. Es tut ihr nicht wirklich weh, aber wir hören auf. WIr sind nicht mehr alleine, obwohl wir das nie waren. Die Spannung ist weg.
Ich werde vergeblich auf eine neue Chance warten.

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