Zurück in den Armen meines Vaters, im Schosse des Maschinenbauers oder: Idyll

Du bist dir sicher, bereits dort gewesen zu sein. Es gibt genau zwei Orte, und jetzt, aus der Ferne betrachtet, haben beide sogar miteinander zu tun. Das eine ist dieses Schwimmbad, in das in dieser Serie auftaucht, und von dem du noch immer glaubst, einmal dort gewesen zu sein. Es ist wie ein Echo aus Urzeiten, als errinere sich deine Seele an die Zeit bevor der Samen keimte.

Das andere ist ein viel lebendigeres und neueres Bild. Und wieder einmal ein Beweiss dafür, dass dein Kopf aus Worten und Tönen wunderbare Bilder zusammendenken kann.
Es ist dieser Friedhof, von dem sie mir erzählt hat. Er liegt irgendwo in Osteuropa, ich weiß nicht mehr genau, in welchem Land es war, dazu ist meine Reise dorthin zu lange her. Oben, auf einem Berg, irgendwo in Osteuropa.

Um auf diesen riesigen Friedhof zu kommen, muss man zuerst ein Klost durchquern, was auf dem Hügel gebaut ist, dh. man geht ewig lange Treppen, ehe man oben ankommt.
Dann bietet sich einem ein wahrhaft schauerlicher Anblick. Ein riesiger Friedhof, und überall auf diesen Friedhof stehen Statuen auf den Gräbern.

Ein Todesengel, mit toten, starrenden Augen und ausgestreckter Hand, als wolle er sagen „Komm mit!“. Wie gut, dass es Tag war, als ich dort war, wenngleich ein grauer Tag. In der Nacht hätte ich mich sicherlich gegruselt.

Ich sehe den Ort vor mir, spüre die kalte Luft, sehe alles genau vor mir. Ich weiß sogar noch, welche Kleidung ist trug, damals, als ich dort war. Und dennoch weiß ich, dass ich nie dort gewesen bin. Aber ich spüre etwas anderes. Ist Errinerung wirklich nur ein Bild im Kopf?

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