Angriff der Monsterkillerwespen

Ich hatte den Bildschirm ausgemacht, im Hintergrund lief pläscherte friedlich „Sigur Ross“, ich hatte mir meinen Ordner mit „Rebellionstheorie“ geschnappt, um noch ein wenig für die Arbeit von heute zu lernen.

Auf einmal spüre ich ein furchtbar schmerzendes Stechen in der Seite. Erst dachte ich „Fuck, ich hasse diese psychosomatische Mistscheiße, normalerweise tut sowas nicht so weh!“. Das ist nicht ganz wahr, aber es klingt cool. Zuallererst bin ich wie „gestochen“ aufgesprungen und habe mein Tshirt hochgerissen und ungläubig die Stelle betrachtet, (hier war ich schon am Denken) an der ich gestochen wurden war.
Ja, ich bin gestochen wurden. Als ich nämlich da so stand und „Mistscheiße“ dachte, flog eine Wespe zu meiner Lampe empor. Als wenn nichts gewesen wäre.

Ein Wespe. Ein Monster von einer Wespe. Es war sicher eine Königin. Oder wenigstens eine Prinzessin.
Ein Monsterkillerwespe. Im Februar. Im Winter. Bei 3 Grad Celsius Aussentemperatur.
Ich lief panikartig nach unten und rief meinen Eltern zu „Ich bin von einer gestochen worden!“

Mein Eltern liefen käsebleich an. Hütteten sie die Monsterkillerwespen etwa als biologischen Kampfstoff für den luxemburgischen Geheimdienst im Keller und schauten deshalb so erschrocken?
Nein, sie sahen sich „Arrac Attack“ an, ein Film, in dem Monsterkillerspinnen eine amerikanische Kleinstadt angreifen. Und wenn man so einen Film sieht, der zwar recht dümmlich ist, aber zu später Zeit lief, wird man käsebleich, wenn der Sohn einem voller Panik „Ich wurde gestochen!“ zuruft.

Mein Vater bewaffnete sich mit einer Uzi und drei Splittergranaten mit chemischen Kampfwaffen mit Insektenspray und tötete nicht nur die Wespe, die mich gestochen hatte, sondern auch noch drei weitere.

Mir wurde Angst und Bange. Erstens fürchtete ich, ich würde allergisch auf den Wespenstich reagieren und zweitens fürchtete ich, ein Wespennest unter dem Bett zu haben. Dazu muss man wissen, dass man nicht unter mein Bett kommt, weil das zu ist. Unter meinem Bett stehen allerdings Kisten mit Playmobil und Lego, also gibt es da wenig Platz für Wespennester. Trotzdem.

Ich schlief auch nicht gut. Und ich träumte lauter Mist. Vielleicht sogar einen zusammenhängenden Alptraum, irgendwie.
Endweder lag das an dem Insektenspray oder an dem Gift, das diese Monsterkillerwespe in mich gepumpt hatte. Oder an beidem.

Jedenfalls ist das ganze angeschwollen und schmerzt. Solche Dinge passieren auch immer nur mir. Wer kriegt aus mysteriösen Gründen (Ein Virus!):
*einen Hautauschlag?
*eine Lähmung im Gesicht?
*ein Stück Knorpel, das einfach so aus der Zehe wächst?
Nicht irgendwelche Leute, die sowas mehr als verdient hätten. Nein, mir passiert sowas.
Dabei wollte ich doch bloss noch ein wenig lernen.

4 Kommentare “Angriff der Monsterkillerwespen

  1. Ich kann mir sehr gut vorstellen, was für Biester das sind! Wir hatten die auch schon hier! Als ich sie vor 3-4 Jahren zum ersten Mal gesehen habe, dachte ich "das kann doch nicht sein" und hab mich natürlich auch total erschrocken. Hinzu kommt dass meine Schwester allergisch auf Wespen- und Bienenstiche ist. Gestoch wurde allerdings noch keiner von uns. Eigentlich hat von diesen Dingern noch nie eine uns angegriffen, was sie aber nicht sympathischer macht. Schlussendlich haben wir ein Nest entdeckt, dass halb auf unserem Dachboden, halb an der Aussenwand des Hauses gebaut war. Die Feuerwehr erledigte das …
    Trotzdem fliegen hier jedes Jahr wieder ein paar von den Viechern rum. Was soll ich sagen, man gewöhnt sich dran! *arghs*

  2. Weiß gar nicht, was du hast. Arac attack war doch klasse :)

    Nimm's als Wink des Universums, besser NICHT lernen zu gehen, das heißt… oh Mist. *lernen geht*

  3. Ei, armen Joel!
    War et keng Hornisse?
    Mir haten eng Keier ee Nascht teschent den Maueren (!) am Haus an dei Denger sin nuets duerch ee klengt Lach an mengem Plafond an main Zemmer getroll an sin dun do ronderem gebrummt zu 4 oder 5.
    Do hun ech och net mei gudd geschlof!!

  4. So ein Scheiß! Da hasst man den Winter gleich noch mehr, wenn die Kälte nichtmal die Insekten aufhält! Gestern hab ich in meinem Zimmer einen kleinen Käfer gefunden, kaum dass die Temperaturen hier zum ersten Mal seit knapp sechs Wochen länger als 2-3 Stunden über dem Gefrierpunkt lagen. Naja, zum Glück hat er mich nicht gestochen. Gute Besserung!

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