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Wirre Gedanken. Notizen. Filmplotidee

(Folgendes ist mir eingefallen, als ich aufm Nachhauseweg durch eine Unterführung gegangen bin, und dann vorbei an dem Hof, der gestern fast überschwemmt war. Das sind meine Gedanken, wie sie mir so fast wortwörtlich (auf Deutsch, wobei ich erwähnen muss, dass ich normalerweise auf luxemburgisch denke) so gekommen sind. Ich habe sie aufgeschrieben, sofort als ich zu Hause war. Ist eine DinA4-Seite voll mit kritzeliger Schrift. Sinn macht das wahrscheinlich nur für Leute, die NGE kennen, aber deren gibt es ja einige unter meiner hochgeschätzen Leserschaft. Wer es nicht kennt, dem wird sehr zu Herzen gelegt, es sich anzusehen, es lohnt sich.)

Diese wunderbare Idee eines Filmes, meine Interpreation von NGE. Diese Düsternis, Depression des anfangenden 21. Jhd. Der Krieg zwischen Mensch und Engeln als realer Krieg. Welcher Krieg. Krieg zwischen wem? Ein anonymer Krieg, es genügt zu wissen, zu sehen, dass Krieg ist. Jugendliche älter als 14, nicht aktiv am Krieg beteiligt. Es genügt, die Auswirkungen (Ruinen, Bombenkrater, Leichen, …) zu sehen.

Kulisse:dunkle Wolken, Regen, Beton
Schauplatz: Es könnte überall sein. E. oder Lux/City. Vielleicht aber auch deutschter Osten. Plattenbauten. Dresden, Leipzig, Cottbus. (Wieso denkst du immer sofort an Cottbus?)
Kirchen, zerstörte als Andeutung des Konflikts Engel Vs. Menschheit. Ansonsten Betong, eng aneinander stehende Häuser, wie in den Straßen deiner Kindheit. (Keine Villengegend.)

L. muss mitspielen (eingebaut sein.), zu sehr verknüpft ist ihre Rolle in der IDee, die du jetzt hattest. L. als Rei? Wieso nicht…? Jedenfalls nicht als Asuka, soviel ist klar.

Krieg zwischen Menschen und Ausserirdischen? Zu sehr War of the Worlds, I think. Obwohl, das ist auch wieder verknüpft.
Stimmung reproduzieren. Atombombe als gefürchteter 3. Impact?
Die Revolution als besseres Ende?
Ist Shinjis Entscheidung am Ende von EoE nicht die REVOLUTION gegen SEELE und seinen Vater?
(31/03/06 – 12:00)

Regen

Und du stehst in diesem Schwimmbad, dieser angelaufenen Hölle von schmutzigen Fenstern, diesem tropischen, schwitzenden Gewächshaus inmitten von Regen.
Draussen regnet es, auf diesen Schulhof, der vom Wasser fast überschwemmt wird, da kein Abfluss vorhanden.
Und du denkst an diese gewisse Episode, an den unablässig strömenden Regen, und das einzige, was dir noch fehlt, ist das Zirpen der Grillen, aber da es in deiner Welt keinen 2. Impact gegeben hat, wird es immer fehlen.

Dieser Regen wäscht die Welt nicht rein, dieser Regen drückt alles runter, du wirst gezwungen, dich tief in das Loch zu bücken, in dem E. liegt. Auch die erkennbaren Wolken, die wie gigantische Luftschiffe über den Himmel ziehen, sind einer einzigen schwarzgrauen Wolkendecke gewischen, aus der der Regen kommt, wie ein Bombardement des Himmels.

Und auch wenn jetzt, heute morgen, wieder die Sonne scheint, die Errinerung an den Regen bleibt, und so lange wird der Sonnenschein nicht anhalten.

neue Festplatte

Die Lösung des merkwürdigen Problems ist eine neue Festplatte, die bis morgen Abend eingebaut wird.
Und die Uhr, die andere Dimension, fragen sich vielleicht manche.
Nun, die Uhr ist kaputt gegangen. Damit bin ich wohl wieder in der richtigen Dimension. Ich gönne mir derweil einen PC-freien Abend. Bis morgen ;)

Das Wochenende, Ben Harper und die Befindlichkeit des Landes

Fire, nun erzähl und doch endlich bitte, was du am Wochenende getrieben hast! Deine Anspielungen klangen nach Sex, Drogenexzessen, Neon Genesis Evangelion und überhaupt, we want more Sex!

Ist ja schon gut. Irgendwann ist es nicht mehr glaubwürdig, ständig „morgen, morgen“ zu sagen. Also, das Wochenende began, wie bei Wochenenden nunmal so üblich, am Freitag Abend. Graffiti Filmabend. Film: The Day that paniced America. Ein Film über Orson Wells Hörspiel „War of the Worlds“. Ich habe es mir im Vorfeld angehört und was verblüfft, wie ähnlich die Berichterstattung über den fiktiven Angriff der Marsmenschen der heutigen Katastrophenberichterstattung ist. Da werden einerseits ständig Fachleute befragt, die Hintergründe beleuchten sollen, im Grunde aber nur die Dinge herabspielen oder dann ab einem gewissen Punkt irgendwann selbst zugeben müssen, dass sie nicht wirklich verstehen, was da gerade passiert ist.
Dann wird die Zeit aufgefüllt mit Berichten von immer wieder dem gleichen Geschneniss, zuletzt besonders hypotisierend mit der Endlosschleife der wenigen Sekunden Bilder des abstürzenden Space-Shuttles. Man hat nichts zu berichten, und zurück zur Normalität kann man nicht, deshalb muss die Zeit mit irgendetwas gefüllt werden.
Immerhin wird in War of the Worlds manchmal versucht, die Stimmung durch Tanzmusik zu beruhigen, was jedoch nicht wirklich klappt, denn oft wird diese von einer neueren, noch schrecklicheren Meldung durchbrochen. (This is the end…)

Fiiiire, du schweifst vom Thema ab… *grummel*

Jaja. Also, ich und L. hatten schon vorher abgemacht, uns nach dem Film noch ein wenig ums Kochbuch-Projekt zu kümmern. Und weil ich und L. uns sowieso schon seit dem 2. Januar diesen Film ansehen wollten, hatte ich ihn, auf Geheiß meiner inneren Stimme, ohne wirklich daran zu glauben, dass sie nach War of the Worlds und Arbeit am Kochbuch noch Lust auf EoE hätte, eingepackt.
Am Nachmittag (ich hatte vor, nach der Schule sofort nach Lux/City zu fahren, was… na ja, nennen wir es, etwas übereifrig gewesen wäre.) erreichte mich dann eine SMS von L., in dem sie mich fragte, ob wir uns Neon Genesis Evangelion ansehen würden. Soweit ich weiß, hat L. den Blogeintrag nicht gelesen – sonst wäre es eine lustige selbsterfüllende Prophezeiung gewesen, aber so ist es einfach nur toll gewesen. Ich bin dann doch nochmal nach Hause und habe die gesamte Serie (26 Folgen à 30 Minuten) – und, in weiser Vorahnung, einen Schlafsack – eingepackt.

Und dann haben wir uns 16 Folgen angesehen. Und ich bin bei den letzten immer öfters kurz eingenickt, was mich gestört hat. So ab 14, 15 setzt nämlich so langsam die Metaphysik ein, und da ist es auch schon so schwierig genug, zu folgen, wenn man nicht dazwischen manchmal einnickt. Jedenfalls sind wir nach der 16. Folge schlafen gegangen. 8 Stunden kucken macht schon müde, und zu dem Zeitpunkt war es 4:20 Samstag morgens und ich war 22 Stunden davor aufgestanden. (Das nennt man dann mal einen ausgenutzten Tag.)

Wir redeten über Kissen, Eier und eine moderne Romanfigur. Morgens erwachte ich dann in einem fremden Bett. Nicht nackt, sonst hätte ich meinen Dauerbrenner wohl sofort am Samstag gepostet, und das, obwohl ich Samstags überhaupt nicht zu Hause war, war ich abends doch noch auf einem Konzert, das als Untertitel „Moshen für Niger“ hatte, aber unter einer fremden Zimmerdecke, was ich, weil ich, wie gewohnt auf der Seite schlief, a) beim Aufwachen nicht bemerkte und b) nicht beim Aufwachen erwähnte, es also verpasste die beste mögliche Anspielung nach einer NGE-Nacht von mir zu geben.

Wo bleibt denn jetzt Ben Harper und die Neubauten?

Ratet doch einfach mal. So schwer ist es nicht.

Meinungsfreiheit – nächster Fall: Transparency International – Deutschland

Ich wage es nicht, zu sagen, die Blogger kämpfen für Meinungsfreiheit. Weil ich a) nicht weiß, ob die Blogger das wirklich tun, und nicht andere Motive haben (die ich aber niemandem unterstellen will!) und b) das Buzzword „Kampf für die Meinungsfreiheit“ noch vor nicht allzu langer Zeit von einer gewissen bräunlichen bis braunen Schicht von Leuten benutzt wurde, diese Karrikatursache halt.
Nach Euroweb ist jetzt ein weiterer Fall von einer Firma in der (deutschsprachigen) Blogosphäre aufgetaucht:
die NGO „Transparency International – Deutschland e.V.“
Was es genau damit auf sich hat, könnt ihr bei Jens, Don, und Sven nachlesen. Sven hat schon Recht damit, wenn er meint, Metoo-Kommentare und Beiträge seien wichtig. Jens schreibt hier etwas, was in die gleiche Richtung geht.

Die Stimme in mir

„Nimm diese DVD mit. Nimm diese DVD mit. Nimm diese DVD mit.“
Ich weiß, dass es totaler Quatsch ist, da auf irgendetwas zu hoffen, insbesondere heute Abend. Aber manchmal muss ich einfach die verrückteren meiner inneren Stimmen hören.

Sollte ich mich wundern

wenn niemand kommentiert, blogge ich einen ewig langen Text über Sexualität?
Obwohl ich mich frage, ob ich denn wirklich Kommentare will. Aber es ist schon ein wenig merkwürdig, wenn niemand etwas sagt.(Natürlich wird sich „Martin“ dadrauf stürzen. Einfach ignorieren, wenn es zu dumm wird, löschen – oder ein Foto von ihm posten, wenn es strunzdumm wird. Aber wir sind ja alte Freunde.) Es tut einfach gut, zu wissen, dass jemand das liest, was ich hier schreibe (die Besucherzahlen sind halt doch nur Besucherzahlen, auch wenn sie erfreulich sind.), und wenn es jemanden gefällt, einfach sagen. Und wenn es euch nicht gefällt, sagt mir halt, wieso nicht.

Ich lese auch manchmal bis öfters Dinge, die ich wunderschön finde und „traue“ mir nicht, was zu kommentieren. Aber ich glaube nicht, dass es zu „profan“ ist, einfach nur zu sagen „Ich mag den Text, danke.“ (Mir und hier im Blog jedenfalls nicht.)

FrühlingsErwachen

Well Erna, you've asked for it…

Sie strich mir durchs Haar.
Ich sah sie etwas verwirrt an, und sie antwortete mir darauf nur mit einem Lächeln.
Die schon sehr tiefe Wintersonne fiel auf ihr kurzes, hellbraunes Haar. Ich mochte ihre Frisur, die ich nicht mit irgendeinem Namen hätte bezeichnen können. Ihr Haar ging ihr bis kurz über die Ohren und hatte etwas fransiges, verwuscheltes.
Besonders hervor stach die Haarsträhne, die sie mit einem einfachen Bindfaden zusammengebunden hatte. Es errinerte mich wage an irgendeinen Film oder irgendeine Serie, aber ich wusste nicht, wo ich diese Errinerung einordnen sollte.
Ich mochte es, und fand, es passte zu ihrem Gesicht, ein wenig knabenhaft, ein wenig kindlich, wiederum nicht wirklich zu definieren.

Damals, als L. mich fragte, ob ich solche Gesichter mochte, hatte ich ihr einen Satz hingeworfen, der alle Möglichkeiten offen liess, da ich mir nicht die Tür einer Möglichkeit durch so eine Aussage verschliessen wollte. Dabei hatte ich mir vielleicht gerade dadurch eine Möglichkeit verdorben – wer weiß das heute noch so genau? Ich hatte mein Verhalten auf sie übertragen, ohne überhaupt ahnen zu können, wie ihr Verhalten aussah und weswegen sie eine solche Frage überhaupt gestellt hatte. Jedenfalls war die Antwort nicht ganz wahrheitsgemäss gewesen, auch wenn die Aussage durchaus korrekt war.

ch betrachtete sie für einen Moment und lächelte dabei nur, obwohl ich im den gleichen verwirrten Gesichtsausdruck hatte, auf den sie mit Lächeln geantwortet hatte. Ich wusste nicht, was ihre doch recht plötzliche Berührung zu bedeuten hatte. Es hatte sich merkwürdig angefühlt. Gut, aber dennoch fremd. Das erste Mal, dass sie mich absichtlich berührte, noch dazu mit einer bisher nicht gekannten Zärtlichkeit.

In mir erwachen Errinerunsfetzen, von denen ich nicht weiß, ob sie der Realität entsprechen, aus Träumen sind oder ob ich sie einfach nur so erfunden habe. Ich kann das wirklich nicht sagen, aber es ist merkwürdig. Es ist, als ob ich, wenn das wirklich stattgefunden haben sollte, daneben stand und die Szene beobachtet habe. Was dafür spricht, dass ich mir diese „Errinerung“ eingebildet habe. Aber woher soll ich wissen, was real war und was nur ein Trugbild, fühlt sich in meinem Kopf doch alles gleich an?
Ihre Berührung: In der Errinerung so, wie wenn sie zu ihm „Ich liebe dich sagt!“. Eine bisher nie erlebte Zärtlichkeit.
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