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Weiberregiment

Comme wird es erfreuen zu hören, dass mich die Geschichte fesselt. Auf die Idee mit den Socken wäre ich nie gekommen, habe das nie für ein so…herausragendes anatomisches Detail gehalten, aber wenn man ein wenig darüber nachdenkt…
Jedenfalls, ich werde heute Abend lesen und hoffen, dass es mir morgen besser geht.
Darin bestehen meine Tage im Moment sowieso leider, und sämtliche Kreativität entschwindet mit der letzten wagen Errinerung an eine Muse.

Und für alle anderen, jetzt (Seite 161) schon ein Lesetipp:
Weiberregiment
Terry Prachett, Weiberregiment
im Original: Monstrous Regiment

Fruchtsäfte vermissen

Ich hätte nie gedacht, dass ich Fruchtsäfte so vermissen könnte. Ich trinke seit Tagen bloss Wasser, oder, erträglicher – Kamillentee. Im Kühlschrank steht einer der von mir am höchsten geschätzen Fruchtsäfte überhaupt, nämlich Batida del Mundo. Und ich trinke ihn nicht, da ich dadurch einen prozentual viel zu hohen Anwachs des Schleimanteils in meinem Körper, besonders Speiseröhre und Umliegendem, befürchte.
Ausserdem habe ich ein 50-Cent Stück aus Österreich für ein vatikanisches Zahlungsmittel gehalten und ward sehr entäuscht. Ich meine, ich habe nachgesehen, wie die Euromünzen aus dem Vaktikan, aus Monaco und San Marino aussehen: genauso langweilig wie die anderen Euromünzen mit langweiligen Prägungen. Es sollte sowieso bald mal neue Münzen geben, damit der Zahlungsvorgang an Kassen wieder zum spannenden Sammelerlebniss wird. Ich schlage zB. vor, die ersten original 150 Pokémon auf die Münzen prägen zu lassen. Damit hätte man die junge Zielgruppe sofort erreicht!

Für die älteren Semster gibt es dann ihre Lieblingsserienhelden aus alten Zeiten (dh. wahlweise aus denen, wo sie berufstätig oder Kinder waren). Nicht zu viele, immerhin sollte man niemanden überfordern – und anders als Kinder haben Erwachsene ja auch nicht so viel Zeit (Was ich stets für eine Lüge hielt! Wer blieb denn bis späts abends auf und schaute sich „Aktenzeichen XY“ an, was ich im Kindesalter übrigens für eine Krimiserie hielt, in der die einzelen Fälle je nur kurz filmisch dargestellt wurden.) So zum Beispiel: Flipper, Lassie, Skippie, das A-Team, McGuyver, Captain Kirk, Mrs. Uhura und Mister Spock. Ich meine, wenn cih mir gewisse Leute so anhöre, waren das damals DIE Serien, so wie heute… eh… die Simpsons? Emergency Room? Gut, die Sache mit der Familienabendunterhaltung hat sich in eine andere Ecke bzw. in die Richtung „jeder vor seiner eignen Kiste“ entwickelt, aber es ging ja auch um Neuprägungen von Euromünzen und nicht um eine Diskusion, wie gut oder schlecht die Abendunterhaltung des frühen 21. Jahrhunderts ist. (Hach, immer, wenn ein Zeitreisender mich fragen wird, in welcher Zeit er gerade herumstolpert, werde ich antworten: „Im frühen 21. Jahrhundert, Sir.“ An seiner Reaktion werde ich erkennen, ob er aus der Vergangenheit oder der Zukunft kommt.)

Einziges Problem: Die genannten Prägungen sind nicht europäischer Herkunft. Aber so vieles, was heute zur europäischen Kultur gehört, war ursprünglich nicht europäisch.
Ich gehe mir jetzt einen Kamillentee machen, was den Leser nicht zum Lachen anstiften soll, sondern eher zum Mitleid, immerhin trinke ich schon seit einer Woche fast nur noch Wasser und Tee. Und es hängt mir langsam wirklich zum Hals hinaus, mein Gott.

Schleimballen, die Alchemie der Maschine und Hörbücher.

Ich würde dem hochverehrten Publikum ja gerne spannendere Geschichten als die meiner Krankheit erzählen, aber momentan gibt es nur das in meinem Leben. Ich habe gestern von mindestens halb 9 abends an geschlafen. Und ich war heute nicht fitter als sonstwann, sondern extrem unlustig, aufzustehen und überhaupt irgendetwas zu machen.

Ich lernte dann jedoch jede Menge über Atomkraftwerke von einem ehemaligen Atomtechniker, der jetzt Mechanik lehrt und sich hauptsächlich mit dem ständigen auf und ab von Kolben beschäftigt. Auf und ab, auf und ab, mehere Tausend mal in der Minute, wie mechanisches Herzschlagen. Mit Kopfschmerzen wird das Starren auf den Overhead-Projektor zur Agonie. Tausendmal gehörtes, wiederholend wie ein Mantra, wie auch die Maschine ihr mechanisches Mantra verrichtet, gebetsmühlenartig, immer und immer wieder, auf und ab, auf und ab, Tod und Wiedergeburt innerhalb Mikrosekunden.

Es ist fast alchemistisch, wenn man näher darüber nachdenkt – aber sollte man überhaupt die Verrücktheit begehen, über die Metaphysik der Maschinen, sozusagen die Metamechanik, nachzudenken? Ansaugen, Verdichten, Verbrennen, Ausstossen, wie der Herzschlag, ruhig und beständig, immer und immer wieder, sich dem Willen des Menschens beugend, der mit einer leichten Bewegung gebietet, als absoluter Beherscher über den Sklaven.

Ständiges Husten im Saal. Manche fragen, Andere geben Hustenbonbons an oder für mich. Als ob das jetzt noch was helfen würde, nachdem ich schon seit einer Woche diesen Schleim in meinem Körper habe, der sich anscheinend sehr wohlfühlt in mir! Ich spucke in Spucknäpfe, die sich beunruhigend hoch mit grün-geblichem Schleim füllen, spucke in Taschentücher, manchmal übergebe ich mich auch, um einen besonders großen Schleimbrocken loszuwerden, aber ganz will er nicht verschwinden. Ich verzichte auf Milche, himlischen Fruchtsaft und andere Dinge, die Schleim erzeugen, aber hilft es was? Es kommt immer nur mehr. Als gebäre ich ein Wesen, das aus der halbflüssigen, ekligen Materie besteht und sich nach allem Spucken und Würgen in der Kloake selbst zusammensetzt, um fortan einen Horrorfilm zu bevölkern, der ekliger nicht sein könnte.

Gerne möchte ich noch ein Hörbuch hören, aber ich habe alle, die mir zur Verfügung stehen, schon angehört. Vielleicht kennt jemand einen Podcast, der Literatur vorliest? So etwas in Richtung Fantasy/Sci-Fi wäre genau richtig, Terry Prachett herrlich! („Ab die Post!“ ist wunderbar gelesen! Eine geniale Stimmenvariation, die nicht nervt oder zu viel auf Effekten beruht!)

Nundenn, geschätzte Leser, ich, der es vorhin geschafft hat, vor der grellbunten Geräuschkulisse von „Super RTL“ einzuschlafen, lege mich nun ins Bett.
Good night, and good luck!

sick (again?)

Jetzt zieht sich das schon fast eine ganze Woche. Von Donnerstag mit leichten Kopfschmerzen udn etwas Halsweh, bis Freitagsmorgens, wo es schon wieder besser war, über die drei Horrortage Samstag, Sonntag und Montag. Gestern dann entspannten sich die Symptome. Dachte ich.
Heute morgen dann hatte das Haus ungewohnten Seegang und ich entschied, heute noch zu Hause zu bleiben und dann endgültig all den Schleim auszuhusten.
Doch heute nachmittag fingen die Kopfschmerzen dann wieder an, und auch das fiebrige Gefühl kehrte zurück.

Fires Bruder, ebenfalls leicht erkältet, sah sich dann den zweiten Herr der Ringe Film an, und Fire sah ein wenig mit, bis er sich irgendwann wieder ins Bett legte und einschlief. Und träumte, der Ort, wo er am Wochenende war, liege in Rohan und er wäre wieder dort und alle Blog- und Internetbekanntschaften Elben, die sich irgendwo in den Wäldern verstecken würden. Ausserdem irgendwo ein riesiger, gläserner Krug Wasser (ca. 7 Meter), den es zu Trinken galt.
Wieso noch Drogen nehmen? Es genügt, krank zu werden ;-)

Sick of it all

Mannmann, so krank war ich ja nicht mehr… seit ich denken kann? Okay, das ist vielleicht übertrieben, aber Männer jammern ja nun mal gerne. Und lassen sich ebenfalls gerne trösten.
Ich habe fürchterliche Kopfschmerzen, ich huste Blut Schleim und mein Hals kratzt wie Sandpapier (Korngröße 6).
Dementsprechend werde ich mich jetzt ins Bett legen und hoffen, dass es nicht die Vogelgrippe ist. Und nette, leise Musik, oder ein Hörbuch hören.

EVA – Version 0.2 III

Wieder ein Zeitbombenpost. Fire ist weg und vergnügt euch mit der überarbeiteten und erweiterten Version von EVA

Kapitel 1 – Angriff der Engel

Ich errinere mich noch genau an den ersten Tag nach den Bomben. L. Kannte ich damals bereits, aber sie lebte noch nicht in E., sondern im südlichen Teil des ohnehin kleinen Landes. Und wir hatten noch keinen Sex, was aber in dem Moment nicht weiter wichtig war. Jeder von uns hatte seine eigenen Geschichte, die bei ihr wohl konkreter – oder bloss häufiger, waren als bei mir.

Ich mochte es, sie zu besuchen, mit ihr DVDs anzusehen bis spät in die Nacht und danach über die Filme oder Serien zu diskutieren. An einen dieser Abende errinere ich mich besonders gut. Wir saßen unter einer Decke, tranken Kaffee um nicht einzuschlafen und assen aus ihrer Schokoladenkiste.

Sie besaß einen große Schuhkarton, gefüllt mit Schokolade und anderen Leckereien, den sie argwöhnisch hütete und meist in ihrem Zimmer versteckte – so dass niemand ihn entdecken und auf die Idee kommen könne, sich an ihrer Schokolade zu vergreifen. Ähnlich misstrauisch gegenüber ihrer Umwelt war sie in Bezug auf Alkohol, besonders bei ihrem geliebtem Rum und Martini.

Die Kiste war größer als alle Schuhkartons, die ich bisher gesehen hatte. Zuerst dachte ich, sie müsse ja riesige Füße haben. Ein Blick gen Boden vernichtete diesen Gedanken, der angesichts der Tatsache, dass sie kleiner war als ich, sowieso ein recht dummer gewesen war. Es war ganz einfach ein Schuhkarton für Stiefel.
Und ich hatte nie Stiefel besessen, oder mir jedenfalls nie die Kartons, in denen man sie kaufen konnte, angeschaut. Wenn ich Schuhe kaufte, dann, weil ich sie anziehen wollte (oder musste), nicht, um mir die Kartons anzuschauen oder gar irgendetwas darin aufzubewaren.
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EVA – Version 0.2 II

Wieder ein Zeitbombenpost. Fire ist weg und vergnügt euch mit der überarbeiteten und erweiterten Version von EVA

E. war damals genau so trist wie es heute ist, bzw. wie heute jeneTeile von E, die noch exisiteren, es noch sind. Enge Gassen, Verfall und äusserlicher Wiederaufbau in bunten Fassadenfarben, die jedoch nicht dafür sorgten, dass die bedrückende Grundstimmung verschwand.
Wie sollte jene auch verschwinden?
Sie war schon immer vorhanden, seit ich mich erinnern kann, und meine früheste Errinerung ist im Alter von 2 Jahren anzusiedeln, als ich mit meinen Eltern in Italien war. Ich errinere mich an eine Wiese, in der Champigions gepflückt wurden, einen Brunnen mit einem Gesicht drauf, und daran, dass ich ein Foto gemacht habe im Auto, während der Rückfahrt nach E., wo die düstere Stimmung wahrscheinlich schon wieder auf uns wartete.

Ich hatte oft gesagt, E. sei der Ort, an dem das Ende der Welt seinen Anfang nehmen würde. Die Stadt, in der die Apokalypse beginnt. Hatte ich das aus einer allgemeinen gottverdammten Trostlosigkeit geschrieben, oder bloss aus dem Grund, dass ich es ungemein witzig fand, dass gerade in so einer provinzialen Kleinstadt wie die, die ich heute noch immer meine Heimat nenne, der Weltuntergang seinen Anfang nemmen sollte. Wie in Tokio.
Die Mehrzahl der japanischen Weltuntergangs-, Endzeit- oder Endkampfszenarien, inbesondere in Animes und Mangas, spielt in Tokio. Aber wieso sollten sie nicht auch in Paris, Berlin, London, New York oder eben in E. spielen? Es geht nicht um den Schauplatz, sondern um die Geschichte.
Eine Geschichte kann, wenn es sich um eine gute handelt, an jedem Ort der Welt passieren. Gut, manche Städte bilden eine besonders schöne oder „gute“ Kulisse, aber eigentlich sind die Orte austauschbar.

Eine Idee für das moderne Theater von jemanden, der davon überhaupt keine Ahnung hat: Zwei Stücke nehmen, mit identischer Anzahl von Schauplätzen und diese austauschen. Romeo und Julia in New York, West Side Story in Verona. Jesus Christ Superstar in Dänemark, Hamlet in Palestina. Und so weiter.
Alternativ die Schauplätze in die Ubahn verlegen. Zwischen den Fahrgästen Theater spielen. Hamlet im Untergrund.
To be or not to be, that's the question!
Und dann kontrolliert er die Fahrscheine, den klassischen Totenschädel im ausgestreckten Arm haltend.

Hätte ich gewusst, dass E. wirklich der Ort war, an dem der Weltuntergang seinen Anfang nahm – denn da die Apokalypse überall stattfand und überall begann, war er das – hätte ich wohl meine Klappe gehalten.

Die ersten Bomben fielen zu einem Zeitpunkt, den niemand für möglich gehalten hätte. So schlimm würde es nicht werden, irgendjemand würde doch wohl etwas dagegen tun. Es tat aber niemand je irgendetwas dagegen In Wahrheit war es vielen wohl egal oder ganz recht, was in E. passierte. Jedenfalls bis auch bei ihnen Bomben fielen, sie die ersten Brände sahen und dann den Namen ihrer Stadt im Fernsehen.
Dazu das Gesicht des Regierungscheffs oder seines Vertreters, der einerseits Bedauern zusicherte und anderseits den Kampf ansagte, mit Reden, die wohl Gänsehaut auslösen sollten.
Den Kampf gegen die Gegner, die schwach, feige und rücksichtslose seien, aber ganz sicher besiegt werden würden. Wir sind die Guten, das sind die Bösen, dazu noch rückgradlos und dumm, und wir werden sie überrennnen, verbrennen, töten, braten, fritieren. Weiterlesen

EVA – Version 0.2

Wieder ein Zeitbombenpost. Fire ist weg und vergnügt euch mit der überarbeiteten und erweiterten Version von EVA

Uhr, Papier und Stift, Werwolf der Nacht

Diese Uhr macht mich wahnsinnig.
Nicht die Uhr an sich, es ist ein schönes Modell, vielleicht ein weig zu sehr „hip“, aber immerhin dezent, schlicht und nicht zu schreihend. Froschaugen auf weißem Hintergrund, keine Ziffern, sondern Punkte, schwarze Zeiger. Gekauft, da damals sofort Gefallen am grünen Motiv sowie die Schlichtheit gefunden. Ausserdem nicht sonderlich teuer.

Das, was mich wahnsinnig macht, ist nicht die Uhr selbst, ihr Aussehen, auch nicht ihr Funktionieren – sie ist für den Preis äusserst präzise und macht bei der Umstellung auf Sommer bzw. Winterzeit nicht viele Umstände, obwohl ich die Umstellung generell verabscheue. Nicht die Sommer- oder die Winterzeit, von manchen auch „Normalzeit“ genannt, stört mich, sondern der Fakt des Umstellens, das Aus-dem-Takt-Geraten, dieses Herumgedrehe an sämtlichen Uhren. Versprach man uns nicht vor Jahren schon den computergesteuerten Haushalt? Mein Kühlschrank bestellt noch immer keine Milch für mich. (Was wohl auch besser ist, immerhin wird mir jene, die in ihm steht, schon ständig sauer.)

Dieses Ticken treibt mich in den Wahnsinn. Der Tatbestand der Uhr an sich, ihre grundsätzliche Funktion, das ist es, was mir den Kopf zereisst, mir Qual bereitet und mir zahnschmerzähnliche Kopfschmerzen macht. Es ist wie Migräne, nur, dass der gesamte Kopf betroffen ist. Und dann ist das doch wieder eine Übertreibung, denn eigentlich bilde ich mir das nur ein, leide ich in Wahrheit doch nur seelisch. Was heißt hier „nur“? Genügt das etwa nicht? Muss einem Menschen denn immer gleich eine Hand fehlen, damit er sich beklagen kann?
Aber du hast doch noch eine Zweite!
Ich glaube Leute zu kennen, die so antworten würden.

Tick. Tack. Tick Tack. Tick Tack. Ohne Unterlass.
Stummer – nein, eben nicht stummer, lauter, schreiender Chronometer, Meßlatte meines Verfalls, Zeiger der verlorenen Zukunft und vergeudetenen Vergangenheit. Kann es ein schlimmeres Foltergerät geben? Weiterlesen

Das globale Dorf, Großstädte und die Provinz, schwarze Schafe und Stroh auf der Straße

Es gibt für mich ein ganz klares Zeichen, dass ich mich in einem Kuhdorf, quasi am Ende der Welt, jedenfalls in einem von der Landwirtschaft geprägtem Ort befinde: Stroh auf der Straße. (Dazu oft auch noch Gestank von Mist.)
Wenn du irgendwo bist und du siehst Stroh auf der Straße liegen, kannst du dir sicher sein, du bist fast sicher in einem Kaff oder in der Nähe eines Freilichtmuseums gelandet. Was wohl beides nicht sonderlich positiv ist, wenn man kein Freund von Kühnen, Hühern, Schweinen, Mähdrescheren und anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen, Maschinen oder Produktionsstufen ist.

Fire befand sich heute in einem Dorf, auf dem Stroh auf der Straße und in der Luft ein unverkennbarer Geruch Gestank lag. Dahin zu kommen war schon so etwas wie eine kleine Odysee, immerhin musste ich den richtigen Bus nehmen, meine kleine gelbe Jumbokarte zeigen und auf der richtigen Stelle des Landes den „Stop“-Knopf drücken, damit der Busfahrer mich rausliess.

Ich meine, in Köln zB. war das ganz anders. Wir haben uns irgendwie ständig Fahrkarten gekauft, wurden aber während der 5 Tage, in denen ich dort war, kein einziges Mal kontrolliert. Vielleicht gibt es in Köln überhaupt keine Schaffner und die Fahrkartenautomaten hängen da und pledieren an das gute Gewissen der Leute? Oder gab es mal in Köln einen Tag an dem keine S-Bahn fuhr, weil kein Geld mehr da war? Und es gingen nur fast-arbeitlose Schaffner über die Gleise, mit Megaphonen und Flugzettel bestückt und riefen:
Hallo ihr lieben Kölner und werte Fahrgäste! Heute fährt keine S-Bahn! Es ist nicht genung Geld da! Also kauft morgen wieder alle brav Fahrkarten, sonst wird bald überhaupt keine S-Bahn mehr fahren!
Wenn die Schaffner das mit Nachdruck und Härte in die Megaphone geplärrt haben, kann ich mir vorstellen, dass sie gar nicht an das Mitgefühl für sich selbst und ihre 2 Kinder und Frauen daheim pledieren zu brauchen.

Manchmal denke ich, es wäre schön, wenn Luxemburg eine Großstadt wäre. Aber Luxemburg ist eine Provinz, die zufälligerweise ein Land ist. Das ehemalige Departement des Forêts halt. Deshalb muss ich merkwürdige Busse in merkwürdige Dörfer mit Stroh auf den Straßen nehmen, anstatt einfach an Orten wie zB. der „E.er Freiheit“ die S-Bahn zu nehmen und einfach an die Stelle fahren, wo ich hin wöllte. Ohne an der richtigen Haltestelle auf „Stop“ drücken zu müssen.

Ansonsten sah ich wieder einmal einen mir eher unbekannten Teil des Landes (Der Westen! Aber auch da gibt's nichts Neues!), schwarze Schafe und stelle mir wieder einmal Busfahren im globalen Dorf vor.

Was war da noch? Fleissig an EVA weitergschrieben, was der werten Leserschaft per Roboter aus der Konserve nachgeliefert werden wird, über das Wochenende, an dem ich wiederum mal nicht online sein werde. (Es war noch etwas, aber das fällt mir gerade nicht ein.)
Hört mehr Einstürzende Neubauten!
Sind Pflanzen-Pokemon vegetarisch? (Das wars alles nicht. Mist, verdammter.)
edit 22:49 Uhr: Jetzt fällt*s mir wieder ein. Ich wollte euch berichten, dass ich ekligen Husten, Halsschmerzen und eine Entzündung des dünnen Muskels unter der Stirn habe. Und dass ich jetzt eine heiße Zitrone trinken werde, um zweiteres zu lindern. Genau das war's.

Kino, mal wieder

Fire hat sich heute „Inside Man“ angesehen, einfach mal von 3 Bildern in der Zeitschrift, die im Kino an der Kasse lag und vom Titel ausgehend. Ansonsten wäre meine Wahl vielleicht auf „16 Blocks“ gefallen. Der war allerdings mit Bruce „20% auf alles ausser Tiernahrung“ Willis, was mich abschreckte. Ausserdem fand ich Denzel Washington bisher immer gut, und so traf ich wohl die richtige Entscheidung.
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