Südkoreanische Armee überrennt Dorf

Frauen Daechuris gegen südkoreanische Riot Police
12 000 Soldaten und 29 km Stacheldraht rund um ein Dorf, das sich weigert, seinen Grund und Boden für eine Militärbasis herzugeben. 4000 Soldaten und „Riot Police“ stürmen die Grundschule, den Hauptsitz der Wiederständler. Es gibt 200 Verletzte, und von denen sind viele unter den 400 Verhafteten. 1200 Studenten versuchen, die künstliche Dorfgrenze zu durchbrechen und werden von Polizei in voller Kampfmontur festgehalten. Am Samstag demonstrieren ebensoviele Menschen in Seoul friedlich für das Dorf.
Mehr Infos und Fotos von den Militäraktionen im Blog von dort: SavePTfarmersblog und unter Saveptfarmers.org.

Nochmal: Dies alles passiert wegen einer Militärbasis, die nicht nur von Südkorea, sondern vor allem von den USA genutzt werden soll.
Soldaten stürmen das Dorf

6 Kommentare “Südkoreanische Armee überrennt Dorf

  1. Ein paar Dorfbewohner lieben ihre Heimat. Zu dumm, dass der Staat sie enteignet hat. Nachdem du gerade erst die äußerst fragwürdige Enteignung von Öl-Unternehmen in Bolivien bejubelt hast, findest du Enteignungen nun auf einmal schlimm.

    Dabei sind Enteignungen manchmal wirklich okay, zum Beispiel wenn ein einziger Bauernhof den Bau einer extrem wichtigen Autobahn behindert. Oder eine Großstadt wie Hamburg mit Deichen vor Hochwasserkatastrophen geschützt werden soll.

    In diesem Fall soll also ein Armee-Camp gebaut werden. Kann eigentlich nur furchtbar schlimm sein, klar. Wenn man aus der Perspektive eines luxemburgischen Idealisten an die Sache herangeht. Für Südkoreaner sieht die Situation leider etwas anders aus: Seit über 50 Jahren befindet sich das Land im Krieg mit Nordkorea, ein bettelarmes Land – regiert vom verrücktesten Diktator der Welt. Der kann sein Volk zwar nicht ernähren, aber die viert oder fünftgrößte Armee der Welt hat er trotzdem ausgehoben. Außerdem verfügt er über Atomraketen.

    Millionen Südkoreaner haben sehr berechtigte Angst vor Nordkorea. Und sind nicht bereit, wegen ein paar Dorftrotteln auf ihren dringend benötigten militärischen Schutz zu verzichten. Dieser wird nun einmal zum nicht unerheblichen Teil von den USA gewährleistet – zuverlässig und seit vielen Jahrzehnten helfen sie Südkorea, den mit Nordkorea abgeschlossenen, immer noch sehr fragilen Waffenstillstand aufrecht zu erhalten.

    Wenn ein paar engstirnigen Bauern dafür gelegentlich mal ein Schlagstock in die Fresse fliegt, ist das durchaus verhältnismäßig. Und auf deinen nächsten Beitrag, in dem du den IDF für die ach so unfaire Behandlung illegaler Siedler bei der Räumung des Gazastreifens zur Sau machst, freue ich mich jetzt schon…

  2. Ach Martin, ich habe den Verdacht, dass du, wie üblich, nur rumtrollen willst. Wenn dem nicht so ist, darfst du das folgende hier gerne lesen, ansonsten bitte ich dich, im leeren Sofaforum rumzutrollen. Da störst du niemanden.

    [[In Bolivien wurde kein Öl-Unternehmen "enteignet". Bloss die Verkaufsrechte sind nicht mehr für Unternehmen offen. Es gibt ja auch nicht unzählig viele Mobilfunklizenzen. ("Bejubelt" habe ich die Ereignisse in Bolivien jedoch nirgendwo.)

    Ich war der Meinung, dass der kalte Krieg gezeigt hätte, dass das Konzept "Wettrüsten" nicht unbedingt das fruchtbarste ist. Wie man mit Waffen bzw. Aufrüstung einen Waffenstillstand erhalten soll, musst du mir erst noch erklären.

    Ausserdem klingt "gelgentlich mal ein Schlagstock in die Fresse fliegt" schon fast braun. Sind ja nur ein paar koreanische Dorftrottel. Wenn du dir auch nur 5 Minuten für das Blog Zeit genommen hättest, wüsstest du, dass es nicht nur um Schlagstöcke geht.]]

  3. Hübsch polemisieren kann er ja, uns' Martin. Und so geschickt die Köder auslegen. Enteignet Bauernhöfe, baut Autobahnen! Da müssen all die linken Körnerfresser doch drauf anspringen. Und wie lustig wird das sein, wenn sie alle artig Männchen machen und durch des Martins Reifen springen!

    Und das schönste ist, der Martin kann das zu JEDEM Thema!

    Mach doch mal eine Polemik zu:

    AMÖBE

    oder

    KRAUTSALAT

  4. Was Amerika will, Amerika bekommt…oder so. Also soweit ich das jetzt verstanden habe soll eine existierende Basis ausgebaut werden und dann als Headquarter der amerikanischen Streitkräfte (nomen est omen) dienen.

    Dies passt in die Strategie der PNAC (http://en.wikipedia.org/wik…). Ein paar Mitglieder sind ja bestens bekannt: Donald Rumsfeld (mag ich nicht…) oder Dick Cheney (der Typ ist meines Erachtens nach gefährlicher als Bush…jaja das gibt's…und das hat nicht mit einem Jagdunfall zu tun!).

    Desweiteren ist Nordkorea ein wunderbarer Aufhänger um amerikanische Präsenz weiterhin zu rechtfertigen. Ist zwar billig, aber 2002 und 2003 wurde aus einer Lieferung von Alurohren nach Irak eine Bedrohung…die amerikanische Propagandamaschine funktioniert (leider) recht gut.

    Ich hab mir auch mal die Seite der USFK (http://www.usfk.org) angesehen….Schaut euch mal die Rubrik GOOD NEIGHBOR (sic!) an.

    Ich fürchte nur, dass sich in nächster Zeit sich nicht viel an dieser Situation ändern wird…leider. Dazu bräuchte es eine halbwegs vernünftige US-Regierung. Und davon sind wir weiter entfernt denn je…

    Sorry…wurde a bisserl länger als geplant…

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