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Essen

Ich habe es schon öfters erwähnt, und diesmal auch den Streithammeln persönlich mitgeteilt. Kocht was, anstatt euch zu streiten. Heute gilt das besonders für Ben und ix.

Mir scheint, als würden die Beiden nie zusammen kochen. Auch ix und XX, der 1000tägige werden wohl niemals mit- oder gegeneinander kochen. Es wäre ja so schön. Einen Drink machen, oder wie ich heute, einen Tee kochen, gute Musik einlegen und anfangen, das Gemüse zu schnippeln. Und dann langsam anfangen, bis sich die Sache immer weiter zum Höhepunkt steigert, wo man alle Herdplatten ausschaltet, die Töpfe evakuiert und das Essen serviert.
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Fireball präsentiert: Gemüseallerlei mit Nudeln unter Käsesoße á la Luxembourgeoise und fleischfreiem Steak auf Zwiebeln, Eschalotten und Knoblauch, präsentiert auf Vieux Luxembourg.

Käsesoße á la Luxembourgeoise deshalb, weil man die Zutaten dafür bloss in Luxemburg zu kaufen bekommt. Zumindestens den Kochkäse.

Und wenn noch jemand ein Interview ohne Antworten führt, mir egal, ob Ben, ix oder Planet Interview, dann werde ich ein Interview von mir und …der Zeit veröffentlichen. Ohne Fragen.

Briefe

…sind was schönes. Danke euch dreien! :)

Wieso viel Geld ausgeben und weit reisen, wenn es Leute gibt, die das für einen tun und einem eine Postkarte mit der schönsten Aussicht schicken? Ein Panorama von Fuerteventura. Fire hätte genau das Bild genommen und an die Stelle, wo sich Horizont und Himmel treffen, ein kleines Piratenschiff mit dem Kugelschreiber hingezeichnet.
Dicke Briefe, die der Briefumschlag fast nicht fasst und bei dem man eine halbe Stunde sich ruhig dahinsetzen kann und sie lesen kann. Postkarten mit wenigen Zeilen Text, die aber alle Gold wiegen.
Und dann möchte man sich eine große Tasse Tee machen und diese Briefe beantworten. Das Wetter fühlt sich an wie Herbst. VIelleicht ist schon wieder Herbst, und wir haben es bloss noch nicht mitgekriegt.

Ich glaube, deshalb mag ich Blogs auch so. Sie sind ein wenig wie Briefe aus dem Alltag.

Musik

Songbird wird langsam benutzbar. Für eine Noch-nicht-0.2-Version erstaunlich eigentlich.

Wunderschöne Musik und ein merkwürdiges, aber sehr spannendes Projekt findet sich unter Ninjam.com. Die Entwickler nennen es Realtime Music Collaboration Software. Wie das genau funktioniert, steht auf der Homepage und interessiert mich nicht so besonders. Es gibt jedoch eine Liste der neusten Songs, die mit dieser Software erstellt worden sind. Und das finde ich einfach nur toll :)
Einfach mal reinhören, was die Musiker so zusammenjammen.

Pluto, die Internationale und Mister 2003 UB313

Pluto hat seinen Planetenstatus aberkannt bekommen. Und zwar nicht von irgendeinem, sondern von der wohl höchsten Instanz. Die Internationale Astronomische Union hat dem nun ehemaligen Planeten seinen Status aberkannt. Er darf sich jetzt bloss noch Zwergplanet nennen.
Durch die neue Definition von „Planet“ könnten Ceres, Charon und 2003 UB313 und Pluto Planet werden. Die Internationale Astronomische Union muss ein recht merkwürdiger Verrein sein, oder derjenige, der das ganze bei Wikipedia reingeschrieben hat, hat noch weniger Ahnung von dem ganzem als ich. Exakt heißt es da:

Ein Planet sei demnach ein Himmelskörper, dessen Masse ausreicht, um durch seine Eigengravitation eine annähernd runde Form zu bilden, und der sich auf einer Bahn um einen Stern befindet; selbst aber kein Stern oder Mond eines Planeten ist.

Der Defintion nach könnten also Pluto, Ceres, Charon und Mister 2003 UB313 Planet sein. Den Damen und Herren der Internationalen Astronomische Union (Was ist das eigentlich überhaupt für ein Name? Heißt die Union im Astronomenumfeld dann eigentlich „Die Union“ oder „Die Internationale“?) genügt das allerdings noch nicht. Sie müssen noch ne Extrawurscht braten:

Gleichzeitig wurde eine neue Klasse von Planeten, die sogenannten „Plutonen“ definiert, zu der Planeten gehören, die für einen Umlauf um den Stern länger als 200 Jahre brauchen und zu der dann auch Pluto gehört.

Nicht nett. Erst Planetenstatus für 3 weitere versprechen, dann mit einem Sondernamen kommen. Es ging aber noch weiter auf dem Kongress der Internationalen:

Das „Plutonen“-Modell konnte sich auf der Generalversammlung jedoch nicht durchsetzen, so dass am 24. August 2006 durch Abstimmung die Entscheidung fiel, Pluto den Planetenstatus abzuerkennen und in die neudefinierte Klasse der Zwergplaneten einzuordnen.

Zusammengefasst: Man ist sich nicht einig, was man mit den Gesteinsbrocken, die so am Rande des Sonnensystems herumturnen, tun soll, aber dem Pluto nimmt man einfach mal seinen Status. Womit die künftige Generation sich dann so dämliche Merksätze wie „Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel.“ merken muss, wobei die Erde gar nicht so recht Teil des Nachthimmels ist, bzw, wie Wikipedia es ausdrückt:

Allerdings hat diese Abänderung den Nachteil, dass die Erde nur als Randerscheinung (Horizont und Schattenwurf auf Mond) zum Nachthimmel gehört.

Vielen Dank, Internationale Astronomische Union! Da hast du uns und unseren Kindern ja mal wieder viel geholfen. Andererseits werd ich meine Geschichten, die ich im Schaukelstuhl meinen Enkeln und Urenkeln erzählen kann, mit „Damals, 2006, als wir im Matsch saßen, ich mir diese Narbe geholt habe und Pluto noch ein Planet und kein Kryptoprozessor war, …“
Und andererseits² zeigt diese Umdefinition mal wieder, dass so vieles im Leben nur Sache der Definition ist. Insofern: Die Sonne wird auch nur noch etwa 4,5–5 Milliarden Jahre lang strahlen.
Alle kursiven Zitate sind aus dem Pluto-Artikel von Wikipedia und unterliegen damit der GNU-Lizenz

Schreiben

Endlich mal wieder schreiben. Es brennt mir unter den Fingern – oder waren es die Fingernägel, endlich wieder einen „ordentlichen“ Blogeintrag zu verfassen. Nicht über Kleinigkeiten oder Belangloses zu berichten, sich der Poesie zu bedienen, die Bilder, die meinen Kopf und, wie ich eben mich fast vertippt hätte, was mir wohl mein Unterbewusstsein befohlen, meinen Körper bevölkern zu beschreiben mit dem üblichen transparentem Nebel, der sie umgibt, wie im Traum, wenn du während einer Zugfahrt entschläfst und nicht weißt, wo du dich gerade befindest, wenn du wieder erwachst.

Du weißt aber gerade nicht über was du schreiben sollst. Zu viel persönliche Kacke, die du nicht so sagen kannst und die du auch nicht anders in Worte zu fassen vermagst. Was auch immer sich aus dieser breiartigen Substanz ergibt, es wird wohl in Ordnung sein.

Presseschau

für das Actioncamp hier
Ich finds merkwürdig, das gerade die „alternativste“ Zeitung Luxemburgs quasi am schlechtesten abschneidet. Dass man Fragen stellt, die nicht unbedingt die bequemsten sind, ist ja OK, aber wenigstens die Fakten, die in der Pressemitteilung stehen, könnte man dann doch richtig darstellen. Aber schlecht ist keiner der Artikel, die in der Presse stehen, und gernell können wir, so glaube ich wenigstens, mit der Presseresonanz sehr zufrieden sein.

Heute, Morgen und Übermorgen läuft das Actioncamp noch, aber das Schlussevent findet bereits heute Abend statt. Ich bin dann ja mal gespannt, wie sich das entwickeln wird, vor allem wegen dem Wetter, das momentan noch gut aussieht – wenn es aber anfängt zu regnen, wird das mit dem Open-Air Konzert wohl aber ausfallen.

Incomming transmission

Während das Leben auf dem Actioncamp weitergeht und sich heute auch mal die Sonne hat blicken lassen, Snuff irgendwie unverständliche Kommentare schreibt – aber immerhin!, hat man mein Blog mal wieder ins All geschickt. Ich fand das bisher immer wenig erwähnenswert, aber eigentlich ist es dann doch eine lustige Sache. Weiterlesen

Zwischenbericht (Ja, ich leb noch!)

Ich verweise einfach mal ganz frech auf das Blog vom ACTIONCAMP, auf dem ich mich gerade befinde. Und ich finde es merkwürdig, dass sich niemand für Abenteuerspielplätze interessiert oder niemand den klärenden Artikel kommentiert hat. Na ja, vielleicht ist das Camp ja mehr in eurem Sinne. Und ich kann momentan meine Statistik nicht sehen, vielleicht bin ich inzwischen ja berühmt und weiß nichts davon.

Ach, und falls mal wieder Streit in der Blogosphäre sein sollte: Setzt euch zusammen und kocht was zusammen. Das ist sehr entspannend und konfliktlösend.

Abenteuerspielplatz, Piraten und Missverständnisse

Nachdem ich jetzt schon zwei Mal einen Artikel mit den Worten „Wir waren Piraten“ beendet habe wird es wohl dann doch Zeit, zu erklären, was das mit den Piraten und dem Abenteuerspielplatz auf sich hat. Immerhin wird Naru nicht die einzige sein, die aufgrund den Bilder vermutet hat, ich sei auf einem Zeltlager gewesen, bzw. hätte eins betreut.

In E. finden seit 6 Jahren die Ferienaktivitäten für Vor- und Grundschulkinder, die es an sich schon länger gibt, im Rahmen eines (temporären) Abenteuerspielplatzes statt. Unser Abenteuerspielplatz lässt sich wohl am besten mit dem vergleichen, was Wikipedia als „Bauspielplatz“ bezeichnet, auch wenn es weit darüber hinausgeht.

Vom 24. Juli bis zum 4. August fand dann der diesjährige Abenteuerspielplatz statt. Ich war dieses war zum zweiten Mal dabei, habe letztes Jahr auch schon darüber berichtet, nicht zuletzt über meine Einweihung.
Dieses Jahr stand der Abenteuerspielplatz, wie schon erwähnt, dank einer glücklichen Fügung unter dem wohl passensden Thema, das man sich zu dem Zeitpunkt hätte aussuchen können: Piraten.

Dieses Jahr war ich nicht mehr als Betreuter im Feuerberreich (Kochen) zuständig, sondern im Bastelberreich. Was durchaus eine gute Wahl war, denke ich mir. Folgendes haben wir so gebastelt: Holzschwerter, von denen ich ungefähr 100 Stück herausgesägt habe, Sandbilder, Piratenhüte, Wolltiere (Papageie, Fische), Mobiles, Seeungeheuer, die Segel für die Holzschiffe. Ausserdem wurden die Kinder am Tag der offenen Tür sowie am letzten Tag geschminkt und konnten an allen Tagen bei uns Bilder malen – es ist erstaunlich, wie viel den Kleinen zum Thema „Piraten“ einfällt und wie viele gerne was malen, und wie wenig Erwachsene im Vergleich dazu noch zeichnen. Die anderen Bereiche waren die erwähnten Holzschiffe, die Kombüse, die eine erfreuliche Nähe zum Bastelberreich hatte – im Bild übrigens 2 meiner „Mitarbeiterinnen“, das zumindest während der ersten Woche hochfrequentierte Schwimmbad, ein Planschbecken, eine Ruhebereich, ein gigantischer Sandhaufen, der als Insel funktionierte und eine Piratenschule.
An beiden Donnerstagen gab es dann ein Ralley, der als Schatzsuche betitelt war. Da musste man, quasi in guter alter Piratentradition an merkwürdigen Gestalten vorbei und auch sonst allerlei Aufgaben lösen. Am Ende gab es dann einen Goldschatz, bestehend aus Goldmünzen und goldgesprayten Steinchen, was für gewisse Geschmacksdifferenzen von normalen Goldmünzen sorgte.

Für mich persönlich ist der Abenteuerspielplatz in E. wohl der beste Ferienjob der Welt oder jedenfalls hier in der Nähe. Das ganze macht irre viel Spaß, für den man auch noch bezahlt wird. Allerdings gibt es auch immer wieder anstrengende Momente, besonders die älteren Kindern sind dann je nach Hintergrund oft frecher, was dann meist gleichsam ermüdend und nervig ist. Anstrengend waren vor allem die Vorbereitungsarbeiten für meinen Bereich, insbesondere bei Temperaturen, die morgens schon um die 25° C. lagen. Das bisschen Stichgesäge war allerdings nichts gegen die Anstrenungen der Kollegen der Schiffe, die eine ganze Woche vorher angefangen haben das Gerüst für die Schiffe aufzubauen. Das Ergebniss kann sich allerdings sehen lassen – der Bürgermeister von E. hat am letzten Abend 200 Kinderunterschriften bekommen, damit die Schiffe stehenbleiben und dies auch bejaht – bleibt zu sehen, ob er dieses Versprechen hällt.

Abschliessend: Wir waren Piraten. Ob nun auf dem Abenteuerspielplatz, bei den Vorbereitungen für die Einweihung der „Neuen“ oder einfach nur der spontan entschlossene Kinobesuch von Deads Mans Chest zu dritt. Noch Fragen?