Abenteuerspielplatz, Piraten und Missverständnisse

Nachdem ich jetzt schon zwei Mal einen Artikel mit den Worten „Wir waren Piraten“ beendet habe wird es wohl dann doch Zeit, zu erklären, was das mit den Piraten und dem Abenteuerspielplatz auf sich hat. Immerhin wird Naru nicht die einzige sein, die aufgrund den Bilder vermutet hat, ich sei auf einem Zeltlager gewesen, bzw. hätte eins betreut.

In E. finden seit 6 Jahren die Ferienaktivitäten für Vor- und Grundschulkinder, die es an sich schon länger gibt, im Rahmen eines (temporären) Abenteuerspielplatzes statt. Unser Abenteuerspielplatz lässt sich wohl am besten mit dem vergleichen, was Wikipedia als „Bauspielplatz“ bezeichnet, auch wenn es weit darüber hinausgeht.

Vom 24. Juli bis zum 4. August fand dann der diesjährige Abenteuerspielplatz statt. Ich war dieses war zum zweiten Mal dabei, habe letztes Jahr auch schon darüber berichtet, nicht zuletzt über meine Einweihung.
Dieses Jahr stand der Abenteuerspielplatz, wie schon erwähnt, dank einer glücklichen Fügung unter dem wohl passensden Thema, das man sich zu dem Zeitpunkt hätte aussuchen können: Piraten.

Dieses Jahr war ich nicht mehr als Betreuter im Feuerberreich (Kochen) zuständig, sondern im Bastelberreich. Was durchaus eine gute Wahl war, denke ich mir. Folgendes haben wir so gebastelt: Holzschwerter, von denen ich ungefähr 100 Stück herausgesägt habe, Sandbilder, Piratenhüte, Wolltiere (Papageie, Fische), Mobiles, Seeungeheuer, die Segel für die Holzschiffe. Ausserdem wurden die Kinder am Tag der offenen Tür sowie am letzten Tag geschminkt und konnten an allen Tagen bei uns Bilder malen – es ist erstaunlich, wie viel den Kleinen zum Thema „Piraten“ einfällt und wie viele gerne was malen, und wie wenig Erwachsene im Vergleich dazu noch zeichnen. Die anderen Bereiche waren die erwähnten Holzschiffe, die Kombüse, die eine erfreuliche Nähe zum Bastelberreich hatte – im Bild übrigens 2 meiner „Mitarbeiterinnen“, das zumindest während der ersten Woche hochfrequentierte Schwimmbad, ein Planschbecken, eine Ruhebereich, ein gigantischer Sandhaufen, der als Insel funktionierte und eine Piratenschule.
An beiden Donnerstagen gab es dann ein Ralley, der als Schatzsuche betitelt war. Da musste man, quasi in guter alter Piratentradition an merkwürdigen Gestalten vorbei und auch sonst allerlei Aufgaben lösen. Am Ende gab es dann einen Goldschatz, bestehend aus Goldmünzen und goldgesprayten Steinchen, was für gewisse Geschmacksdifferenzen von normalen Goldmünzen sorgte.

Für mich persönlich ist der Abenteuerspielplatz in E. wohl der beste Ferienjob der Welt oder jedenfalls hier in der Nähe. Das ganze macht irre viel Spaß, für den man auch noch bezahlt wird. Allerdings gibt es auch immer wieder anstrengende Momente, besonders die älteren Kindern sind dann je nach Hintergrund oft frecher, was dann meist gleichsam ermüdend und nervig ist. Anstrengend waren vor allem die Vorbereitungsarbeiten für meinen Bereich, insbesondere bei Temperaturen, die morgens schon um die 25° C. lagen. Das bisschen Stichgesäge war allerdings nichts gegen die Anstrenungen der Kollegen der Schiffe, die eine ganze Woche vorher angefangen haben das Gerüst für die Schiffe aufzubauen. Das Ergebniss kann sich allerdings sehen lassen – der Bürgermeister von E. hat am letzten Abend 200 Kinderunterschriften bekommen, damit die Schiffe stehenbleiben und dies auch bejaht – bleibt zu sehen, ob er dieses Versprechen hällt.

Abschliessend: Wir waren Piraten. Ob nun auf dem Abenteuerspielplatz, bei den Vorbereitungen für die Einweihung der „Neuen“ oder einfach nur der spontan entschlossene Kinobesuch von Deads Mans Chest zu dritt. Noch Fragen?

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