Szenekunst

Ich habe immer Angst vor diesem Lokal. Dabei bin ich sehr oft sehr nahe dran und könnte theoretisch also fast jede Woche 2,3 mal diesen Leuten über den Weg laufen. Aber immer nur, wenn es uns in ganu dieses Lokal verschlägt, bekomme ich es mit der Angst zu tun. DIese alten Geschichten sind nicht verdaut, dass weiß ich genau. Ich weiß auch genau, was ich den Leuten an den Kopf werfen würde, nachdem ich sie erkannt hatte. Das ist es ja. Mich erkennt man wieder.
Und ich? Ich habe ja nicht einmal ein Namensgedächniss, geschweige denn ein Gesichtsgedächniss. Ich erkenne die Leute immer viel zu spät, wenn ich mich denn überhaupt an sie errinnere. Ich muss mir schon alle meine Termine, die ich oft genung durcheinanderwerfe, trotz Gedächnisstütze im Handy und auf Papier, irgendwie merken – dann auch noch Gesichter von denen, die ich mal beleidigt habe, und sei es nur virtuell? Schwierig. Fast unmöglich.
Ausserdem bin ich so dumm und beginne immer sofort laut darüber zu reden, wieso ich in genau diesem Lokal auf gefährlichen Terrain befinde. Vielleicht wird es genau dadurch einmal sehr gefährlich werden. Abschätzig über Leute reden, die sowieso eine Wut auf mich haben, unds ich dann auch noch von denen dabei hören lassen kann sehr ungesund werden. Im Kalashnikov-Sinne von ungesund.

Dass ich dann eine ganze andere Person dort treffe, bei der auch noch so einiges ungeklärt ist – und es wohl besser auch bleiben wird, hätte ich auch nicht gedacht. Aber besser als das Katana zücken zu müssen.

Ein Kommentar zu “Szenekunst

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