Overload

Fetzen überall.
Traumfetzen, vor allem. Scheinen vor allem verbunden zu sein mit Musik und mit S. Wie fremd mir gewisse Personnen geworden sind, ist oft erstaunlich. Erstaunlicher noch, wie fremd mir manche Gefühle geworden sind. Und dennoch scheint da einiges unter der Oberfläche zu brodeln. Wie Sodbrennen oder ein Vulkan, der nur darauf wartet, aufzubrechen. Asthenosphäre, Lithosphäre (das ist die Gesteinsschicht,l soviel weiß ich noch). Du bringst mich näher an Gott, ich will dich ficken wie ein Tier. Übersetzt klingen verschiedene Textzeilen noch sehr viel vulgärer als sie es eh schon sind.

Es scheint vor allem um Sex gegangen zu sein. Ich träume anscheinend nur immer dann schöne Träume, wenn ich sie wieder vergesse. Oder ich finde die schönen Dinge nachher so schrecklich, dass ich mir wünsche, ich hätte sie nie geträumt.
Alles in allem muss es an der Musik gelegen haben.

Bilder, Fetzen, Bruchstücke, wie klitzekleine Glassplitter, die durch den Kopf huschen, während du deinen Körper durch das Wasser bewegst. Zwei Dinge tauchen immer wieder auf. Mit einem Schlag wird dir all deine Verwirrung klar. Du verstehst, wieso du verwirrt wird, der Blick auf das Problem wird klar, nicht das Problem selbst. Als ob das Wasser gefüllt mit Pheromonen wäre.

Danach ein Gespräch, bei dem es wieder um diese Musik geht, wenn auch aus einem ganz anderen Blickwinkel. Es verfolgt dich, zumindest an diesem Morgen.

Am Abend stellst du fest, dass du voller Tatendrang bist, dich gewisse Dinge zu bremsen scheinen und du viel zu wenig Zeit hast. Du kommst nicht zur Ruhe. Diesen Text zu schreiben ist Entspannung, da du dich mit deinen inneren Problemen beschäftigst, und deshalb nicht wirklich arbeitest. Wenn du es auch nur irgendwie verkraften könntest, würdest du die ganze Nacht durcharbeiten, schreiben wie ein Verrückter, denn es tut so gut, dies zu tun. Es muss getan werden, sozusagen.
Workaholic? Masochist? Idealist? Oder doch bloss verrückt?
Es gibt keine Antworten auf all diese Fragen. Es gibt nur kryptische Blogeinträge und die Gewissheit, dass es weitergeht, immer weiter die Staße runter, und das – jedenfalls im Moment – mit einem Affenzahn.

3 Kommentare “Overload

  1. War beim/vorm Aufwachen. Bzw. der Wecker, den ich überhört habe. (bzw. Ich bin nicht dadurch aufgewacht.) Die gesamte CD eignet sich als Einschlafmusik, was bei mir bei "lauter" Musik selten ist.

  2. "näher" schafft einen im kopf immer seltsame bilder und den nervenstränge unheimliche vibrationen. sollte man nicht vor dem einschlafen hören. ;-)
    oder vielleicht doch? hmm, vielleicht gerade deswegen …

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