ParaDies

Ich finde das ziemlich, verrückt, was ich jetzt hier schreiben. Will sagen: Ich hätte eigentlich nicht gedacht, dass ich sowas mal schreiben würde. Ich meine, ich bin jetzt im Begriff, anzukündigen, dass Werke von mir tatsächlich eine Woche lang Teil einer Ausstellung sein werden.

ParaDies

Das ganze nennt sich ParaDies und ist, wie könnte es anders sein, teil des Kulturjahres, über das ich mich in so einigen Angscht a Schrecken-Folgen mokiert habe. Die Austellung dreht sich um Gärten. Ich habe ja nun nicht sehr viel mit Gärten zu tun, mal abgesehen von dem kleinen Stück Rasen hinter dem Haus, das ich übrigens noch nie gemäht habe.
(Andere Leute erzählen ständig davon, dass sie den Rasen mähen [müssen]. Wieso nur?)

Nun, das SNJ, Initiator der Idee ist an Graffiti, die Jugendsendungen von Radio ARA, herangetreten und irgendwann habe ich dann angefangen, auditive Gärten zu produzieren. Anzulegen. Zu Sähen, quasi.
Nach der Ausstellung werde ich die Gärten wohl hier im Netz veröffentlichen, wenn sie nicht sowieso auf die Seite von ParaDies kommen.
Jeder „virtuelle“ Garten, von denen es bei der Ausstellung, wenn ich gestern richtig gezählt habe, sieben Stück gibt, hat einen eigenen Container Marke „staubiger Transportcontainer“ bekommen, in dem man den virtuellen Garten realisieren konnte. Ich hätte nicht gedacht, dass das Künstlerleben so anstrengend sein kann. Rollrasen auslegen, Ikeabänke zusammenschrauben, usw.
Jetzt ist der Container nicht mehr wirklich staubig, sondern eher Rollrasen-matschig. Eine Leuchtschlange, die wir irgendwo in der Rotunde gefunden haben, macht das ganze so richtig toll.
Ich fände das ganze auch schon so als „transportabler Garten bei Nacht“ sehr angenehm. Die Beschallung durch die auditiven Gärten gibt dem ganzen eine ganz andere Dimension. Zu hören sind folgende „Gärten“: 1) Garten der Postapokalypse – 2) Hanging Gardens – 3) Paradies #3 – 4) Interview.

Zu sehen ist das ganze vom 2. bis 8. April, jeweils von 11 bis 19 Uhr in der „Rotonde 2“. Die Rotonde 2 war früher einmal eine Eisenbahnwerkstatt. Die Rotonde 1 ebenfalls. Mit dem Unterschied, dass die Rotonde 2 diese Funktion noch letztes Jahr inne hatte und somit sehr viel mehr Schmodder und Verfall zu sehen ist, was ich persönlich sehr positiv finde. Ausserdem ist sie, soweit ich weiß, nicht cyanblau beleuchtbar – aber da könnte ich mich auch irren. Die Lage der Gebäude ist sehr gut, da sie auch für Autolose wie mich sehr gut mit dem Zug zu erreichen sind – was für ehemalige Eisenbahnwerkstätten wohl nicht wirklich überraschend ist. Tatsächlich muss man bloss über den Bahnhof von Lux/City per Fußgängerbrücke überqueren. Vernissage ist morgen ab 19 Uhr. Ich weiß nicht, ob ich öfters in der Rotonde 2 (Ich verzichte mal auf die Gänsefüßchen, aber ihr dürft sie euch gerne denken!) anzutreffen sein werde, aber da ich das Café zur Rotonde, „Exit 07“, relativ nett finde, kann man sich auch gerne dort verabreden. Ich erkläre dann auch meine auditiven Gärten.

2 Kommentare “ParaDies

  1. *geht dann also bald Gärten besichtigen*
    ausser ich würde mich doch verlaufen, was angesichts meines hervorragenden orientierungssinnes nichts aussergewöhnliches wäre.

  2. Pingback: Der Steg | enjoying the postapocalypse

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