Tony Hawk, ein Kühlschrank, ein Kettenbuch, Irland und das Internet

Am Montag lag ein Paket in der Post für mich. Ich hatte gehofft, dass es der Ipod war, den ich vor Wochen bei Apple bestellt habe, und dessen Bestellung ich weder online annulieren kann, aber mir wird auch nicht wirklich angezeigt, was ich tun muss, damit das Ding irgendwann bei mir landen wird. Ich würde ja auch gerne anstatt per Banküberweisung per Kreditkarte bezahlen, aber, und hey, das System von Apple muss wirklich total genial sein, ich kann die Zahlungsweise auch nicht mehr ändern.
In dem Paket war jedenfalls kein Ipod, was ich auch schon an dem Umschlag erkannte. Aber bei den Worten „Da ist ein Paket für dich!“ hatte war Hoffnung hochgeschwappt.

Ich musste auf jeden Fall los. Also packte ich das Packet, oder den großen dicken Umschlag, in meinen Rucksack und packte das Dinge erst im Zug wieder aus. Auf dem Weg dorthin kamen mir einige merkwürdige Dinge in den Kopf, was in dem Umschlag sein könnte. Bestechungsgeld zum Beispiel.
Dann fiel es mir plötzlich ein. Also, als ich „Singen“ auf dem Umschlag las, fiel es mir, Amen, das sage ich euch, wie Schuppen von den Augen. Vasili wohnt in Singen. Da war doch was!

Richtig, da war diese Geschichte mit dem Buch von Tony Hawk, dem amerikanischen Skater, der mit einem Kühlschrank durch Irland gezogen ist und ein Buch geschrieben hat.
Ich stellte relativ schnell fest, dass Tony Hawks mit einem s am Ende von Hawks geschrieben wird und ein englischer Komiker ist. Das Buch handelt von ihm, wie er mehr oder weniger erfolgreich versucht, mit einem Kühlschank um die Küste Irlands zu trampen. Tony und ein Freund haben nämlich eine Wetter abgeschlossen, und weil Tony ein Ehrenmann ist, muss er diese Wette wohl oder übel erfüllen. Es geht dabei um die wirklich wichtige Summe von 100 Pfund. Sogar der kleine Kühlschank, den Tony sich gekauft hat, um ihn längs die irische Küste zu schleifen, kostet mehr.
Das Buch ist aber sehr flott geschrieben und ich mag den Erzählstil, der ein wenig etwas von Fear and Loathing in Las Vegas hat. Wahrscheinlich, weil das Unterfangen, das Tony auf sich genommen hat, etwas von der Verrücktheit hat, mit dem sich einst Hunter S. Thompson in seine Unterfangen stürzte.

Eine schönes Unterfangen jedoch ist die Idee, das Buch mit dem Kühlschrank, Tony und Irland quer durch die Welt zu schicken. Ich bin die vierte Etappe und das Buch ist den Eintragungen im Deckel nach Berlin über Wien und Singen (beim Bodensee) nach Luxemburg gereist. Und jetzt kommt ihr ins Spiel. Ich darf das Buch (laut dem Begründer der Idee, Olli, dessen Blog im Moment nicht zu funktionieren zu scheint, jedenfalls ist der Eintrag zum Buch auch – momentan – nicht lesbar.) 14 Tage lang halten. Mein Vorgänger hat diese Zeitvorgabe ein klein wenig gestreckt, aber was solls, ich will mich mal an diese Vorgabe halten, vor allem da ich schon fast in der Hälfte des Buches bin, und das, obwohl ich exklusiv im Zug lese (Allerdings bin ich diese Woche auch jeden Tag gefahren!).
Wer will das Buch? Die am weitesten entferne Bloggerin, die ich kenne, lebt in Australien, aber Wales hätte ja auch vielleicht Interesse? Ansonsten sind ein paar Kilometer in Luxemburg vielleicht auch schon ein kleiner Fortschritt. Der/Die/Das Erste mahlt liest zuerst überhaupt!
Ach, und ein Foto will der Olli, das ist der Haken an der Geschichte:
Joel Adami and the Book Mit dem Kuehlschrank durch Irland

10 Kommentare “Tony Hawk, ein Kühlschrank, ein Kettenbuch, Irland und das Internet

  1. hey mein Blog geht wieder…
    mit eigener Kategorie für das Buch auf Reisen…

    und hey freu mich das es bei dir an kam. Ist es noch bei dir? dann würde ich dich bitten den Link im Buch zu aktualisieren…

    Und vielleicht auch dort zu bloggen, das ich Bild etc. einbasteln kann.

    Du glaubst nicht wie sehr ich mich freue, das das Buch noch unterwegs ist :-) :-)

    http://ollitalk.lomologie.d

  2. Bookcrosser – http://www.bookcrossing.com – nennen sowas einen Bookring oder Bookray – in diesem Falle wohl eher Ray, weil das Buch ja nicht zum Absender zurückkommt. (Pst, wenn man das bei BC registriert braucht man nicht separat durch alle Blogs zu stiefeln… ;-))
    Ad Astra

  3. Abgesehen davon ist das Buch köstlich – auf Englisch nochmal einen Ticken besser als auf deutsch und die anderen Bücher sollte man auch schleunigst lesen. Und nein, der Skater schreibt sich ander's. *g*
    Ad Astra

  4. oh, man(n) lernt doch nie aus…

    Ich hab mir nie gedanken gemacht, ob das Buch wieder zurück kommen soll, oder doch, ich meine ich hätte da sowas drin vermerkt.

    Na ja und jeder Buchträger sollte sich unter oben benannten Link wie im Text angegeben verweigen. Lediglich der Umbau meiner Seite und der Serverumzug machten es den Lesern schwer :-)

Leave a Reply

Your email address will not be published.