EVA – Fragment

Wer sich noch an EVA erinnert, meinen wirren Plotbunny, den ich vor über einem Jahr wie eine Erleuchtung hatte, und dessen Anfang ich schon gepostet hatte und das damals nicht all zu schlimm oder gar interessant gefunden hat, dem sei zugesichtert: Ich schreibe weiter daran. Und hier nun, weil ich eben Lust darauf habe, ein Fragment:

Die Flugzeuge, wenn man diese Höllenmaschinen, die die Bomben abwarfen, so nennen kann, erinnerten mit ihren weißen Flügeln an Engel. Ich weiß nicht, wer zuerst auf den Namen gekommen ist; die Medien oder die Menschen. Es mutet komisch an, dass das, was Zerstörung und Tod brachte, den Namen jener Wesen erhielt, die Schutz und Erlösung versprechen.
Aber auch der Teufel hat seine Engel. Und Jahwe war schon immer ein rachsüchtiger Gott gewesen

Dass E. der erste Ort war, an dem die erste Bombe fiel, war wohl ein unglücklicher Zufall gewesen. Ich kann mich an diesen ersten Tag noch erinnern. Der Himmel war damals wunderbar blau und die Temperaturen sehr hoch gewesen, ein perfekter Sommertag im viel zu warmen Frühling des beginnenden 21. Jahrhunderts.

War es nicht eigentlich egal, wo das ganze began? Die Engel kamen und warfen ihre tödliche Fracht. Und niemand tat irgendetwas dagegen.
So schien es auf jeden Fall.
Natürlich würde viel disktuiert. Palaver. Blabla. Zuerst Diplomatie, dann Beschwichtigungen, danach Durchhalteparolen.
Dabei war von Anfang an klar, dass dieser Krieg nicht zu gewinnen war. Von niemanden. So etwas wie einen Sieg in einem Krieg gibt es überhaupt nicht. Wer das vor den Bomben noch nicht wusste, wusste es danach auf jeden Fall.

Die Engel brachten die Rache Gottes. Welcher Gott gemeint war und wieso er wütend war, wusste niemand.

5 Kommentare “EVA – Fragment

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