»Oh mein Gott« schrie er, sinnierte über ein Schiff, träumte von Rockliteratur und schlug auf den Toaster ein.

Wer auf omg.lu sagt, dass er Sachen nicht lustig findet, wird allem Anschein nach sofort auf mein Blog verwiesen. Jüngst passiert mit den Worten: […] wann der d’Posts op dessem Blog[omg.lu] hei net sou gefaalen, dann kann ech der eng Alternative firschloen: http://soulzeppel.in – Do kannste flott Geschichten iwwert een fiktivt Meedchen waat sech Ina nennt liesen. D’Kritiken zu eisem Blog sin aehnlech wei deng, an en plus gesste gewuer wou den Joel Freides owes raus geet an waat en su mescht, wann en um Scheisshaus setzt! =)
Übersetzung:
[…] wenn dir die Posts auf diesem Blog [omg.lu] hier nicht so gefallen, dann kann ich dir eine Alternative vorschlafen: http://soulzeppel.in – Da kannst du tolle Geschichten über ein fiktives Mädchen dass sich Ina nennt, lesen. Die Kritiken zu unserem Blog sind ähnlich wie deine, und zusätzlich erfährst du wo Joel Freitag abends hingeht und was er so macht, wenn er aus dem Scheisshaus sitzt! […]

Ja, hier gibt es Prosa über fiktive Personen! Und diese sind auch noch erfunden! Freaky! Hatten gewisse Leute eigentlich nicht gesagt, sie würden nicht mehr hier lesen wollen? (Nur mal so.) Mich wundert es eigentlich, dass die Wörter »Tee« oder »Emo« nicht vorkamen. Ein weiterer Punkt auf der real exisitierenden »Bist du ein Emo?«-Liste von Myspace war das Besitzen von Band-Tshirts. Und hey, ich besitze ein Bandtshirt!

Ein Poster der betreffenden Band hängt in dem Lokal, dass ich am Freitag besucht habe. Es folgt jetzt eine Zusammenfassung der Dinge, die ich dort getan habe. Man kann hier also nicht nur lesen, wo ich Freitag abends hingehe, sondern auch noch, was ich dort gemacht habe!
Die Jungs von omg.lu sind trotz schwammiger Einladung dort nicht aufgetaucht, was der Stimmung jedoch nicht geschadet hat. Oh, was habe ich das Fly vermisst! Wie konnte ich so lange ohn den Geruch von verstaubten Fallschirmen, Holzmöbeln, 5 Stangen Zigaretten, Schweiß und ein Hauch von illegalen Substanzen leben? Die Musik war am Anfang anders, dann kam aber wieder das, was man so gewohnt ist, unter anderem natürlich auch »Killing in the Name of«. Es war ein wenig wie Heimkommen, aber mit dem unguten Gefühl, dass irgendjemand die Möbel ein wenig verrückt hat, die Zierleisten eine neue Farbe haben und ein neues Haustier präsent ist. Trotzdem sind viele sehr gute Erinnerungen wieder aufgetaucht, unter anderem die wunderbare Szene, wo A. Geburstag hatte und ich krampfhaft versuchte, ihren Kuchen an die Leute zu verteilen. Es wollte aber niemand den Kuchen, weil alle glaubten, er wäre mit illegalen Substanzen gebacken. Was nicht den Tatsachen entspannt. Ausserdem neue Bekanntschaften und: getanzt. Alles in allem eine sehr gute Entscheidung am Nationalfeiertagsvorabend, weil der Laden einmal nicht zu eng war und ich mir keine Fahnen oder solche Bilder(Merci Huesi!) antun musste.

Ich träumte in der folgenden Nacht bzw. dem, was noch davon übrig geblieben war, wild und wirr, wohl nicht zuletzt ob des Alkohols in meinem Blut. In meinem Traum war ich von einer Rockband dazu auserwählt worden, einen meiner Texte zu ihrer Musik hin vorzutragen. Ich war sehr erfreut ob dieses Vorschlages, dachte aber erst kurz vor der Vorstellung (Ich war wohl sehr spontan gefragt worden, aus welchem Grund auch immer!), die auf dem Schulhof meiner Grundschule, auf dem am Nationalfeiertag immer das Volksfest stattfand, ehe man beschloß, den Grundschülern der Stadt Möglichkeiten zum Sport zu bieten stattfand, was aufgrund der eben genannten Gründe ja nicht möglich sein sollte, es im Traum jedoch war, daran, dass ich meine Text eigentlich nicht auswändig kannte und mir deshalb noch schnell einen besorgen musste. Es wäre nun ein einfaches gewesen, den heimischen PC, welchen 5 Fußminuten von der Grundschule wegliegt, zu bemühen und dort einen geeigneten Text auszudrucken. Ich musste hingegen, wegen welchen merkwürdigen Umständen auch immer, an einen Mac in einem dunkeln Raum gehen um dort nach dem Text zu suchen, was mir jedoch nicht gelang. Oder so ähnlich. Ab diesem Zeitpunkt wird die Erinnerung schwammig, und ich wachte wohl irgendwann auf oder vergaß den letzten Teil des Traums. Lustig aber irgendwie, dass im Traum ein Traum in Erfüllung gehen sollte. Literature is the new Rock!

Im luxemburgischen Blogklumpen gab es derweil einige Reaktionen auf den omg.lu-Flame: Thierry brach Serge das Herz und erfreute meins, blogGeescht freut sich schon auf nächsten Nationalfeiertag und Benem meint, ich hätte doch lieber geschwiegen.

6 Kommentare “»Oh mein Gott« schrie er, sinnierte über ein Schiff, träumte von Rockliteratur und schlug auf den Toaster ein.

  1. ich beginne auch, das fly zu vermissen, auf jeden fall wenn du jetzt noch bestätigen würdest, dass "When the Levee Breaks" auch gespielt wurde ^^

  2. Serge: Aua! Selber böse! :P
    bloGeescht: Kann ich dir jetzt so nicht sagen. Ich bin wie gesagt sehr schlecht im Titel-merken. Nicht nur bei dem, was gelaufen ist, sondern auch, was die Namen von Lieder im Allgemeinen angeht.
    Random Hero: Merci fir deng mat vill Esprit duerbruechten Meenung. Ech geif dir virschloen, d'Leit och "maachen ze lossen, waat se wellen", virun allem wanns du keng Argumenter hues oder net fäheg bass, se auszedrecken. Ech sin allerdengs der Meenung, daat jiddereen d'Recht huet, seng Meenung zu Themen, déi en "bewegen" (am waitesten Senn vum Wuert) auszedrecken. Ech geif dech just bieden, daat déi nächsten Keier e bessi méi kloer oder gewiehlt ze maachen. Merci.

  3. WTF ?! mann waat bass du een jaaseler… loos d'leit dach maan waat se wellen…. Flamewar…??? hues du se nach all ? dad sprecht net wirkelch fir deng intelligenz deis de eis hei wells verkaafen

  4. Also, ech hun net vill ahnung vun blogging an den "bloger-codex" oder whatever. mee also dad een een blog topesch fennt …jo gudd.. ech fannen deen heiten blog och net wirkelch der daiwel gudd, mee also een "flamewar" ausruffen…???? dad klengt en bessen no intefada (ech wees dad ass en bessen politesch onkorrekt dad esou auszedrecken mee dad ennerstraicht meng gefiller besser) .
    jidderengem seng meenung mee firwaat een meenungs-kriich ?? ech als pazifist fannen dad een ett net soll iwwerdreiwen an ausserdem heiert sech "flamewar" un wei an der spillschoul wann deen een dem aaneren sain crayon geklaut huet an een dann direkt duerchdreint an bei d'joffer leeft!

  5. Ech mengen du verstess den Terme "Flamewar" (den iwregens schon op manst 10 Joer virun Blogs existeiert huet) einfach net:
    "Ein Flame (aus dem Englischen: to flame, aufflammen) ist ein ruppiger oder polemischer Kommentar bzw. eine Beleidigung im Usenet, in einer E-Mail-Nachricht, Chatsitzung oder einem Forenthread. Im Usenet, wo der Begriff seinen Ursprung hat, wurde wie beim Begriff der Polemik nicht ausgeschlossen, dass eine Flame auch einen Sachbezug hat." Seet d'Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wik

    Ech fannen Polemik huet eigentlech nix mat Pazifismus oder net ze din, am Geigendeel: Graad an friddlechen Gesellschaften ass et heinsdo neideg, mat engem rhetoreschen Strait d'Meenungen auszedrecken.

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