winterlong

Körperlich müde. Ohne etwas getan zu haben. Es ist tagelang weiß.
Schlafen? Ausschlafen, endlich mal? Ich fühle mich, als hätte ich wochenlang nicht geschlafen, obwohl ich ganz genau weiß, dass das Schwachsinn ist. Ich möchte um 6 aufstehen und mir ein Frühstücksei gönnen können. Eingemachte Erinnerungen und Buchdeckelsuppe. Dies ist keine Pfeife. Noch 4 Stunden. Zwei Wochen Ungewissheit. Die große Freiheit. Der Kreislauf beginnt von Neuem. Noch zwei mal, dann kocht das Wasser über und wir tanzen Tango. Der Unendliche Stringtanga im Angesicht Gottes. Die Pyramide von E. Der heilige Gral steht im Heimatkundemuseum. Alte Gemäuer, baufällig, ein Abenteuerspielplatz für den jungen Marx. Die Lieder der Revolution ständig im Ohr. Ich finde es halt entspannend, wenn Leute mit rostigen Kettensägen auf alte Fässer hauen und laut teilweise laut schreien. Kriegshelden, die die Stadt nie betreten haben. Ich fahre selbst mit dem Panzer. Ich schiesse selbst auf Unschuldige. Ich drücke den Knopf für die Atombombe. Ich befehle den Tod von Millionen. Ist denn letzendlich nicht alles nur ein Spiel? Was wieder heißt, dass auch alles real ist, was bloss Spiel war. Weltraumschlachen in frühster Kindheit. I was a star wars kid. Schleimfressende Monster, die in Sateliten hausen. Durch Star Trek wurde ich zum Pazifisten. Captain Kirk war ein Weiberheld.
In der Matratze versinken und an nichts mehr denken. Alles ist tagelang weiß.

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