Schwanger.

Ich habe geträumt, ich wäre schwanger. Meine Träume sind immer so, als ob ich ein ganzes Buffet mit den unterschiedlichsten Arten von Drogen alleine aufgegessen und noch eine ganze Flasche Rum, einen Eimer Magenbitter und ein Pfefferminzblättchen nachgeschüttet hätte. Oder so, wie ich mir die Auswirkungen einer solchen Orgie vorstelle.
In meinem Traum war ich also schwanger. Ich hatte keinen dicken Bauch, oder erinnere mich nicht, einen gehabt zu haben, aber ich war schwanger. Und der Moment der Geburt war gekommen. Was natürlich, rein logisch gesehen, ein Dilema darstellte. Wie die meisten Leser und Leserinnen wahrscheinlich wissen, bin ich männlichen Geschlechts und rein biologisch nicht in der Lage, Kinder auf die Welt zu setzen. Und auch im Traum war ich keine Frau, sondern halt bloss schwanger.

Neben mir waren auch noch einige andere Personen schwanger und kurz vor der Geburt, unter anderem eine Arbeitskollegin. Ich fühlte keine Wehen, bzw. keine Schmerzen. Eher ein Drücken, als ob ich aufs Klo müsste. Hier zeigte der Traum wieder Logik, da ich keine Organe besitzen, die bei einer Geburt schmerzen können, jedoch einen Verdauungsapparat. Wir lagen auf einer silber-bläulichen Matte, die aus Kunststoff zu bestehen schien. Das ganze in einem steilen Hügel. Zu dem Moment fragte ich mich, wieso ich das Kind noch nie strampeln gespürt hatte. Angst vor einer Totgeburt hatte ich jedoch nicht.

Auf einmal stand ich an einer Art Reeling. Das war einer dieser Ortswechsel, die in Träumen ohne weiteres möglich sind, ohne dass sie einem selbst auffallen. Überhaupt bin ich in Träumen sehr logik und/oder verstandbefreit. Jedenfalls dachte ich, das sei also nun der Tag, an dem mein Kind zur Welt kam. Der 13. Juli. Ich war der festen Überzeugung, heute sei der 13. Juli.

Dann wird meine Erinnerung wirr. Irgendwann habe ich dann mit Erstaunen festgestellt, dass ich keine geeignete Öffnung besitze, um ein Kind aus meinem Körper herauszukriegen. Was irgendeine Authorität dazu ermunterte, zu sagen, wenn meine Fruchtblase erst einmal geplatzt sei, würde man einfach einen Kaiserschnitt machen.
Das ging noch einige gefühlte Minuten so, bis ich dann endlich aufwachte und mir die Frage stellte, ob ich wirklich schwanger sei.

Was würde Onkel Siegmund DAZU sagen?

Ein Kommentar zu “Schwanger.

  1. Sigmund Freud. Ach herrje. Ich versuche es mal mit meinem wenigen Wissen aus dem Einführungskurs in die Interpretation der Träume. Keine Garantien. ;)
    Schwangerschaft -> Bauch -> Seele
    Das bedeutet glaube ich schlicht und einfach, dass du gerade irgendeine Art seelischer Veränderung durchmachst.

    Schwangerschaft
    Deshalb, weil die Veränderung viel Zeit in Anspruch nimmt, und nicht von heute auf Morgen geschieht. Dass Leute um dich herum auch schwanger sind bedeutet, dass die Veränderung nicht nur dich alleine betrifft / nicht von dir alleine ausgeht sondern (auch) von anderen (nicht zwingenderweise die Menschen im Traum) ausgelöst wurde.

    Plötzlicher Ortswechsel in eine surreal anmutende Umgebung
    Dass es nicht zur Geburt kommt, resp. du keine äußerlichen mit einer Schwangerschaft einhergehenden Veränderungen durchgemacht hast, bedeutet, dass dir / deinem Unterbewußtsein selbst noch nicht ganz klar was genau passiert und es noch nicht abgeschlossen ist.

    Kaiserschnitt
    Du willst die Veränderung notfalls mit Gewalt durchsetzen oder du hast das Gefühl die Veränderung würde dir aufgezwängt.

    Keine Angst vor Totgeburt -> Sicherheit
    Du bist zuverlässig, dass dir die Veränderung gelingen wird (und etwas positives sein wird).

    13. Juli
    Irgendetwas ist an diesem Tag passiert, das dich beeinflusst hat, oder steht in Verbindung zu dem was gerade abläuft. (Beispiel: Etwa der Geburtstag deiner Arbeitskollegin). Wichtig ist hier jedoch anzumerken, dass es nicht zwangsläufig der 13. Juli sein muss. Es kann auch der 13. sonst eines Monates sein, oder ein anderer Tag im Juli. Alternativ kann das Datum auch stellvertretend für die Jahreszeit sein.

    Habe mir jetzt nicht noch extra die Mühe gemacht, üebrall "wenn" und "würde" hinzuschreiben, dass das alles nur Mutmaßungen sind dürfte klar sein. :) Ach und mit Veränderung meine ich nicht zwangsläufig eine Veränderung im engen, sondern im breiteren Sinn: es kann auch bedeuten, dass dein Unterbewusstsein irgendetwas psychisch sehr Belastendes verarbeiten muss.

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