Weihnachten in Scheidungsfamilien

Das gängige Vorurteil über Scheidungskinder und Weihnachten, bzw. Weihnachten in Scheidungsfamilien ist ja, dass diese Kinder im besten Falle 8 Großeltern haben und von allen reich beschenkt werden, weil ja jeder am besten in der Gunst der Kinder stehen will. Ich weiß nicht, ob das stimmt. Ich weiß nicht mal, wie oft man in Scheidungsfamilien Weihnachten überhaupt gemeinsam feiert.
Weihnachten mit Scheidungsfamilien?
Gibts in Scheidungsfamilien zu Weihnachten eine Tüte von IKEA?

Eigentlich habe ich mich noch nie sehr viel mit dem Thema beschäftigt. Und eben, als ich eine CD aus meinem billigen IKEA-Regal nehmen wollte, lief einer dieser riesigen, fast schon ekligen Spinnen, die man eigentlich immer nur in der Badewanne findet, wenn man alleine im Haus ist und die unheimliche Grundstimmung verstärkt werden muss, über meinen Boden. Mein erster Gedanke war, die Spinne Spinne sein zu lassen und mich nur um die CD zu kümmern. Ich denke merkwürdigerweise nie daran, Spinnen zu zertreten, bzw. finde die Vorstellung, das gesamte Innenleben der Spinne an meinen Pantoffeln kleben zu haben, so eklig, dass es als Option nicht in Frage kommt. Ich habe die Spinner also mit einer Europakarte, die ich eigentlich schon seit letztem Freitag aufhängen will aufgelesen und aus dem Fenster befördert. Das Dach ist so bemoost und beflechtet, dass es eigentlich kaum ein Nahrungsproblem geben sollte. Nun gut, es ist vielleicht ein wenig kalt, aber dann kann sie sich ja wieder eine Ritze suchen, wie sie es sicher schon einmal gemacht hat.
Es stellte sich heraus, je größer Spinnen sind, desto schreckhafter sind sie. Als ich die Karte unter das Tier geschoben habe, regte sie sich nicht mehr vor Schreck. Oder wegen was auch immer, ich weiß nicht, ob Spinnen Schrecken empfinden können. Wahrscheinlich ist das eine normale Reaktion auf einen Räuber, der keine toten Spinnen frisst. Und die kleinen Spinnen laufen halt mit hoher Geschwindigkeit weg, was wohl auch funktioniert. Das mit der Karte hat trotzdem funktioniert. Die Spinne war wohl eine Hauswinkelspinne.

Das mit Weihnachten in Scheidungsfamilien habe ich übrigens bloß geschrieben, weil das ein populärer Suchbegriff ist, der auf mein Blog führt. Offenbar. Eigentlich wollte ich über mein Gefühlsleben und die damit verbundenen Symptome schreiben. Mir ist ausserdem ein wenig kalt, aber nicht so sehr, dass ich einen Pullover anziehen möchte. Ich fürchte, dann wäre mir wieder zu warm. Es ist einfach nicht angenehm, sozusagen. Anderseits habe ich auch keine Heizung an, weil mich das Blubbern zu sehr stört.

Das war jetzt ein relativ verkorkster Blogeintrag. Früher habe ich immer so gebloggt, aber längere Sätze, die mehr Ineinanderschiebungen und Erwähnungen unbekannter Spinnenarten, wie der Zebraspringspinne, welche Spinne des Jahres 2005 war, ausserdem auch noch Erwähnungen wie die, dass man jetzt den Satz getötet hätte, benutzt und schmalos Insiderwitze wie die asoziale Rhesusäffchen und der Orangenmarmelade benutzt, obwohl der Satz schon eigentlich lange tot war.

(Symbolfoto cc by Uwe Hees)

Ein Kommentar zu “Weihnachten in Scheidungsfamilien

  1. ich töte keine Spinnen…. weil ich schon Angst bekomme wenn ich die bloß von weitem sehe… naja also eigentlich hab ich nur Angst vor den fetten, schwarzen Spinnen. Die Weberknechte zum Beispiel, die mag ich . So einer wohnt auch über meinem Bett, und das schon so lange dass ich dem Knecht schon einen Namen gegeben hab. Klingt vielleicht merkwürdig, ist aber so :)
    hum, so viel zum Thema Spinnen

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