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[0808282204]

Du kannst dein Glück kaum fassen. Du hast den Zug noch erreicht, der aus irgendeinem Grund fünf Minuten zu spät abfährt – als habe er auf dich gewartet. Wie war das nochmal? „Ein Gonzojournalist kommt nie zu spät oder zu früh, sondern immer genau dann, wenn er es will …“

Virtuos mit irgendwelchen Zitaten hantieren, postmodern, Cutup 2.0, quasi. Darin bist nicht nur du Meister.
Zu dritt saßt ihr irgendwo in Oberschlesien, im Niemandsland des polnisch-tscheschichen Grenzgebietes, auf einer Mauer in einem Hinterhof. Der Mond war beinahe voll und hing entgegen seiner Gewohnheiten wärmend am Himmel. Jede/r hing seinen eigenen Gedanken nach, die so laut waren, dass sie die Stille fast durchbrachen.

Eine dicke Motte flog gegen die Straßenlaterne, die ihrerseits ihr Licht auf die kaum befahrene polnische Straße war.
Es war dennoch nicht unkomfortabel. Eher angenehm.

Einige Zeit später. Ob Stunden oder Minuten konnte niemand mehr so genau sagen. Karaoke, John Lennon und viel zu viele fehlende Lieder. Ein Bushäuschen irgendwo in Oberschlesien.
Sie hatte dir ihre Hand hingehalten. Und du hattest sie genommen.
Und jetzt hattet ihr einander an der Hand. Und du wusstest, dass du sie nicht loslassen würdest, niemals am Besten, wenn nicht irgendwann der Bus kommen oder deine Muskeln schlapp machen würden.

Jede Berührung, jeder Atemzug, jeder Herzschlag brannten sich dir ins Gedächniss, wie das Gegenteil von Narbengewebe.

Zahnsäge

Es gab so vieles, was ich meiner Zahnärztin hätte sagen wollen.
(Im Hintergrund hört man Zahnbohrer, einen Absaugschlauch und andere zahnmedizinische Geräusche)
Dass ich in Wien die zahnmedizinische Variante des Mochitos, den Mochidento, kennengelernt habe.
(Bohrer)
Oder in Ratibor die angeblich größte Ausstellung von zahnmedizinischen Geräten Europas gesehen habe.
(Absaugen)

Aber sie hat ja nicht gefragt.

Podcast: Angst und Schrecken in Leipzig, auf der Gamesconnvention und sonstwo im Osten

Und es folgt gleich der nächste Streich: Auf der Games Connvention war ich und habe dort sehr viel Angst und Schrecken erlebt, was nicht unbedingt schwer war…

[audio:http://media.switchpod.com//users/angschtaschrecken2008/angschtaschrecken78.mp3]
MP3-Download Angst und Schrecken in Leipzig, auf der Gamesconnvention und sonstwo im Osten

Die Musik stammt von Revolution Void und steht unter einer cc-Lizenz.

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Podcast: Angst und Schrecken irgendwo in Oberschlesien

Ich wollte diese Folge ursprünglich nicht mit „Angst und Schrecken“, sondern mit „Furcht und Grauen“ beginnen, aber ich hab das dann doch sein gelassen. Ratibor liegt irgendwo in Oberschlesien und es gibt dort neben dem üblichen „Wir sind halt in Polen“-Gefühl auch nocht merkwürdige Deutsche Freundschaftskreise mit singenden Omas und Volkstänzen…

Joel mit psychelischem Bild

[audio:http://media.switchpod.com//users/angschtaschrecken2008/angschtaschrecken77.mp3]
MP3-Download Angst und Schrecken irgendwo in Oberschlesien

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Mehr ernste Gedanken über den DFK gibt es hier im Quattro Stazioniblog.
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Radiowandern

Joël in Wien
Ich bin ja gerade dabei, durch halb Europa zu wandern und dabei sehr viel Radio zu machen, damit natuerlich auch einiges an Angst und Schrecken produzierend – die Folge aus Oberschlesien liefere ich nach, aber so richtig Zeit zum privat-bloggen bleibt dabei natuerlich nicht, allerdings ist ja das auch gerade das Schoene am Reisen, dass man fast nur „Postkarten“ verschicken kann. Betrachtet dies also als eine Art Postkarte. Das Motiv ist ja auch durchaus anregender als auf SnailMailpostkarten. Die Kulisse ist uebrigens Wien, das wir am Montag verlassen haben. Heute Nacht geht es weiter nach Leipzig. Die vierte und letzte Station ist Anfang November in Luxemburg.
Ansonsten findet ihr eine Unmenge an Fotos, Texten, Videos und natuerlich Hoerbeispielen auf dem Blog der Wiener funkschatten-Redaktion.
Die nächste Radiosendung vom Projekt gibt es am Montag, den 25. August von 18 bis 19 Uhr auf Radio Blau.

Podcast: Angst und Schrecken in Wien

Ich befinde mich ja gerade auf einem Radioaustausch mit freien Jugendradios aus Wien, Leipzig und Ratibor. Unsere erste Station ist Wien und deshalb ist es wohl Ehrensache, dass es auch eine Folge Angst und Schrecken zu der Hauptstadt Östereichs gibt.

[audio:http://media.switchpod.com//users/angschtaschrecken2008/angschtaschrecken76.mp3]
MP3-Download Angscht a Schrecken in Wien

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Wien/Ratibor/Leipzig

Ich bin dann mal orange/mittendrinn/blau in Wien/Ratibor/Leipzig. Im schlimmsten Fall hört ihr jetzt 13 Tage lang nichts von mir, im besten Falle blogg ich täglich Reiseerlebnisse und A&S-Folgen. In jedem Fall ist der Versuch nach direkter Kommunikation, die nicht per SMS oder Mail stattfindet, relativ sinnlos. Kenner werden auf jeden Fall graffiti.lu beobachten, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Hallo Tageblattleser!

Ich war schon ein wenig erschreckt, als ich erfuhr, dass der Artikel (Er ist noch nicht online, ich verlinke ihn, sobald es soweit ist, vorerst müsst ihr mit dem gratis Epaper vorlieb nehmen.) über mich und mein Blog hier heute erscheinen soll. Wieso? Weil Janina Strötgen, die Kulturredakteurin, die mich interviewt hat, eigentlich mit mir abgesprochen hatte, dass ich den Text zuerst nochmal lesen könnte, ehe er in den Druck kommt. Eigentlich war das, weil Zitate von meinem Blog verwendet werden sollte und ich nicht wollte, dass Dinge, die in einem bestimmten Kontext im Netz stehen, nicht aus diesem Kontext herausgerissen neben meinem Foto in der Zeitung erscheinen. Ich finde das legitim, viele Leute verfahren nach dem Modus des „autorisierten Interviews«. Ich wollte das eigentlich nur für die Zitate so, aber hätte ich nur darauf bestanden! (Na ja, habe ich ja. Wurde mir ja auch zugesichert. Aber Journalistenversprechen Kulturrdakteurinnenversprechen bedeuten anscheinend rein gar nichts.)

Na ja, das erste was mir aufgefallen ist, hätte ich damit wohl auch nicht verhindern können. Auf der Titelseite ist neben meinem Foto, auf dem ich nur halb zu sehen bin, weil ein Laptop, das in dieser Größe wie ein Druckfehler wirkt, den Rest meines Gesichtes verdeckt, mein Name als Adamis abgedruckt. Gut, auf den meisten Tastaturen ist das »i« nicht unbedingt sehr nahe am »s«, aber sowas kann ja schon mal passieren.

Zum Glück wurde mein Name sonst immer richtig geschrieben, sogar das Trema auf dem e ist immer vorhanden. Das Laptop wirkt immer noch wie ein Druckfehler, aber hey, das ist schließlich die Kulturseite, da müssen die Leute ja mitdenken. Ich bin auch nicht einer der ersten Blogger Luxemburgs, sondern der erste Blogger Luxemburgs. Es sei denn, es gibt irgendwo einen Luxemburger, der schon länger bloggt. Hat aber noch niemand gefunden.

Ich mag das Books&Beans, aber es ist alleine schon deshalb nicht mein Lieblingscafé, weil es nur bis Achtzehn Uhr auf hat. Hab ich überhaupt ein Lieblingscafé? Klingt ein wenig wie im Poesiealbum, à la »Lieblingsfarbe, Lieblingsbuch, Lieblingstier?«. Das Laptop ist auch nicht meins, sondern war ausgeliehen, um in Marseille Angscht a Schrecken zu Lëtzebuerg produzieren zu können. Wer mir es geliehen hat, kann sich der geneigte Leser ja denken. (Tipp: Es erscheint regelmäßig Werbung im Kulturteil des Tageblatts für die Muttergesellschaft!) Ich hab das Laptop auch eigentlich nur wegen der Fotografin ausgepackt, weil die unbedingt ein Foto damit machen wollte. Ich habe leider zu spät gemerkt, dass wir in der Kinderecke des B&Bs saßen, in dem die Harry Potter-Bücher stehen.

Für mich ist »der« Blog das geeignete Medium für überhaupt nichts. »Den« Blog gibt es nämlich nicht. DAS Blog. Von DAS Weblog. Von DAS Logbuch. Ich bin ja der Meinung, dass „der Blog« von Leuten kommt, die glauben, das sein nur eine »coole« Schreibweise von »Block«.

Das Interview ist zum größten Teil konstruiert aus einzeln Satzfragmenten, die ich fast alle so gesagt habe, jedoch oft genug aus dem Kontext gerissen wurden und teilweise unverständlich sind. Drei Fragen des »Interviews«, das in Wahrheit eher ein Gespräch war und in dem ich relativ viel geschwaffelt habe, in der Hoffnung, viel brauchbares zu sagen und die Dinge so gut wie möglich zu erklären, drehen sich um einen Satz, der so nie im Blog stand und jetzt auch nicht mehr im Blog steht.
Gut, meine Schuld, ich hab ihn kurz nach dem Interview entfernt, weil er nicht furchtbar wichtig war, mit Zwanzig dann doch ein wenig peinlich wirkte und vor allem, weil ich mir eine neue Vorstellungsseite gebastelt habe. Der betreffende Satz ist übrigens falsch zitiert und stand so nie im Blog. Und jetzt halt nicht mehr.

Die virtuell/real-Diskussion hatten wir auch kurz, und da habe ich länger und bessere Sätze als die kleinen Häppchen, die uns Frau Strötgen da serviert, von mir gegeben. Ich finde das noch immer langweilig, und all meine guten Beispiele (zB. Die Suche nach der Maus) schafften es natürlich nicht ins Tageblatt.

Ich habs nicht so mit Zahlen, aber ich habe sicherlich nicht gesagt, dass es nur zehn, 15 aktive luxemburgische Blogs gibt. Wenn, dann habe ich »ganz aktiv« gesagt und damit gemeint, dass die sehr oft posten und es einen Longtail gibt, der nicht jeden Tag gegen das Tageblatt anstinkt. Ich habe aber ganz sicher nicht gesagt, dass man bei twitter nur 150 Zeichen benutzen darf. Man darf nur 140 Zeichen benutzen. Es ist auch ein Problem, wenn ich heute in der Zeitung mit »letzte Woche war in Berlin eine twitterlesung« stehe, wenn diese eigentlich vor 3 Wochen war.

Dann kommt der Hammer. »Über was sollst du mit mir reden«, schiebt sich Frau Strötgen dann selbst in den Mund. Ich hatte ja eigentlich gewittert: Werde gerade interviewt und versuche provokative Aussagen zu finden. Hat jemand Ideen? Die Antworten darauf waren diese drei tweets. Letzteren hätte ich als Titel des Artikels genommen, nicht mein billiges Zitat aus einem Artikel der Zeit, den ja niemand verstehen kann, der nicht schon twitter kennt.

Der Rest des Interviews ist eigentlich ganz OK. Aber ich fühle mich nicht wohl, wenn Zeitungen ohne das irgendwie angeben zu müssen, sich halbfiktive Interviews zusammenreimen dürfen. Weiß jemand, ob es in Luxemburg das Recht gibt, Gegendarstellungen einzufordern? ;-)
Für alle die Tageblattleser, die es bis hierhin geschafft haben, vielleicht einige Perlen hier im Blog: Im Allgemeinen der Podcast Angscht a Schrecken zu Lëtzebuerg, die Ina-Geschichte, und alles, was ich über Tageblatt gebloggt habe. Xanga finde ich übrigens keinen guten Blogdienst, benutzt lieber wordpress.com. Eine Webseite der Jeunes Mélancoliques gibt es natürlich auch.

Edit[0808131058] Der Artikel ist jetzt online, habe ihn verlinkt. Ganz dem Credo der alten Medien verlinkt das Tageblatt mich natürlich nicht. Ist ja auch lästig, so Hyperlinks. Was ich vorhin vergessen habe: Seht euch doch in der Epaper-Version die Werbung des Weltverband der Zeitungen an. »Wir haben für sie recherchiert. Sie brauchen nur noch umzublättern.« Selten so gelacht.

Edit[0808132100] Um dann noch einmal Öl ins Feuer zu gießen: Man vergleiche kurz die Inhalte der blauen Infobox in der epaper/Printversion mit dem Wikipediaartikel zu Blogs. Dadurch wird »Wir haben für sie recherchiert. Sie brauchen nur noch umzublättern.« gleich noch einmal lustiger. Darüber muss man nicht diskutieren, Wikipedia ist ja schon ne gute Quelle.

Podcast: Angscht a Schrecken mam beschten Frend vum Mënsch

Auch als Gonzojournalist kann man schon mal auf den Hund kommen…

[audio:http://media.switchpod.com//users/angschtaschrecken2008/angschtaschrecken75.mp3]
MP3-Download Angscht a Schrecken mam beschten Frend vum Mënsch

Die Musik stammt von Revolution Void und steht unter einer cc-Lizenz.

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