Hallo Tageblattleser!

Ich war schon ein wenig erschreckt, als ich erfuhr, dass der Artikel (Er ist noch nicht online, ich verlinke ihn, sobald es soweit ist, vorerst müsst ihr mit dem gratis Epaper vorlieb nehmen.) über mich und mein Blog hier heute erscheinen soll. Wieso? Weil Janina Strötgen, die Kulturredakteurin, die mich interviewt hat, eigentlich mit mir abgesprochen hatte, dass ich den Text zuerst nochmal lesen könnte, ehe er in den Druck kommt. Eigentlich war das, weil Zitate von meinem Blog verwendet werden sollte und ich nicht wollte, dass Dinge, die in einem bestimmten Kontext im Netz stehen, nicht aus diesem Kontext herausgerissen neben meinem Foto in der Zeitung erscheinen. Ich finde das legitim, viele Leute verfahren nach dem Modus des „autorisierten Interviews«. Ich wollte das eigentlich nur für die Zitate so, aber hätte ich nur darauf bestanden! (Na ja, habe ich ja. Wurde mir ja auch zugesichert. Aber Journalistenversprechen Kulturrdakteurinnenversprechen bedeuten anscheinend rein gar nichts.)

Na ja, das erste was mir aufgefallen ist, hätte ich damit wohl auch nicht verhindern können. Auf der Titelseite ist neben meinem Foto, auf dem ich nur halb zu sehen bin, weil ein Laptop, das in dieser Größe wie ein Druckfehler wirkt, den Rest meines Gesichtes verdeckt, mein Name als Adamis abgedruckt. Gut, auf den meisten Tastaturen ist das »i« nicht unbedingt sehr nahe am »s«, aber sowas kann ja schon mal passieren.

Zum Glück wurde mein Name sonst immer richtig geschrieben, sogar das Trema auf dem e ist immer vorhanden. Das Laptop wirkt immer noch wie ein Druckfehler, aber hey, das ist schließlich die Kulturseite, da müssen die Leute ja mitdenken. Ich bin auch nicht einer der ersten Blogger Luxemburgs, sondern der erste Blogger Luxemburgs. Es sei denn, es gibt irgendwo einen Luxemburger, der schon länger bloggt. Hat aber noch niemand gefunden.

Ich mag das Books&Beans, aber es ist alleine schon deshalb nicht mein Lieblingscafé, weil es nur bis Achtzehn Uhr auf hat. Hab ich überhaupt ein Lieblingscafé? Klingt ein wenig wie im Poesiealbum, à la »Lieblingsfarbe, Lieblingsbuch, Lieblingstier?«. Das Laptop ist auch nicht meins, sondern war ausgeliehen, um in Marseille Angscht a Schrecken zu Lëtzebuerg produzieren zu können. Wer mir es geliehen hat, kann sich der geneigte Leser ja denken. (Tipp: Es erscheint regelmäßig Werbung im Kulturteil des Tageblatts für die Muttergesellschaft!) Ich hab das Laptop auch eigentlich nur wegen der Fotografin ausgepackt, weil die unbedingt ein Foto damit machen wollte. Ich habe leider zu spät gemerkt, dass wir in der Kinderecke des B&Bs saßen, in dem die Harry Potter-Bücher stehen.

Für mich ist »der« Blog das geeignete Medium für überhaupt nichts. »Den« Blog gibt es nämlich nicht. DAS Blog. Von DAS Weblog. Von DAS Logbuch. Ich bin ja der Meinung, dass „der Blog« von Leuten kommt, die glauben, das sein nur eine »coole« Schreibweise von »Block«.

Das Interview ist zum größten Teil konstruiert aus einzeln Satzfragmenten, die ich fast alle so gesagt habe, jedoch oft genug aus dem Kontext gerissen wurden und teilweise unverständlich sind. Drei Fragen des »Interviews«, das in Wahrheit eher ein Gespräch war und in dem ich relativ viel geschwaffelt habe, in der Hoffnung, viel brauchbares zu sagen und die Dinge so gut wie möglich zu erklären, drehen sich um einen Satz, der so nie im Blog stand und jetzt auch nicht mehr im Blog steht.
Gut, meine Schuld, ich hab ihn kurz nach dem Interview entfernt, weil er nicht furchtbar wichtig war, mit Zwanzig dann doch ein wenig peinlich wirkte und vor allem, weil ich mir eine neue Vorstellungsseite gebastelt habe. Der betreffende Satz ist übrigens falsch zitiert und stand so nie im Blog. Und jetzt halt nicht mehr.

Die virtuell/real-Diskussion hatten wir auch kurz, und da habe ich länger und bessere Sätze als die kleinen Häppchen, die uns Frau Strötgen da serviert, von mir gegeben. Ich finde das noch immer langweilig, und all meine guten Beispiele (zB. Die Suche nach der Maus) schafften es natürlich nicht ins Tageblatt.

Ich habs nicht so mit Zahlen, aber ich habe sicherlich nicht gesagt, dass es nur zehn, 15 aktive luxemburgische Blogs gibt. Wenn, dann habe ich »ganz aktiv« gesagt und damit gemeint, dass die sehr oft posten und es einen Longtail gibt, der nicht jeden Tag gegen das Tageblatt anstinkt. Ich habe aber ganz sicher nicht gesagt, dass man bei twitter nur 150 Zeichen benutzen darf. Man darf nur 140 Zeichen benutzen. Es ist auch ein Problem, wenn ich heute in der Zeitung mit »letzte Woche war in Berlin eine twitterlesung« stehe, wenn diese eigentlich vor 3 Wochen war.

Dann kommt der Hammer. »Über was sollst du mit mir reden«, schiebt sich Frau Strötgen dann selbst in den Mund. Ich hatte ja eigentlich gewittert: Werde gerade interviewt und versuche provokative Aussagen zu finden. Hat jemand Ideen? Die Antworten darauf waren diese drei tweets. Letzteren hätte ich als Titel des Artikels genommen, nicht mein billiges Zitat aus einem Artikel der Zeit, den ja niemand verstehen kann, der nicht schon twitter kennt.

Der Rest des Interviews ist eigentlich ganz OK. Aber ich fühle mich nicht wohl, wenn Zeitungen ohne das irgendwie angeben zu müssen, sich halbfiktive Interviews zusammenreimen dürfen. Weiß jemand, ob es in Luxemburg das Recht gibt, Gegendarstellungen einzufordern? ;-)
Für alle die Tageblattleser, die es bis hierhin geschafft haben, vielleicht einige Perlen hier im Blog: Im Allgemeinen der Podcast Angscht a Schrecken zu Lëtzebuerg, die Ina-Geschichte, und alles, was ich über Tageblatt gebloggt habe. Xanga finde ich übrigens keinen guten Blogdienst, benutzt lieber wordpress.com. Eine Webseite der Jeunes Mélancoliques gibt es natürlich auch.

Edit[0808131058] Der Artikel ist jetzt online, habe ihn verlinkt. Ganz dem Credo der alten Medien verlinkt das Tageblatt mich natürlich nicht. Ist ja auch lästig, so Hyperlinks. Was ich vorhin vergessen habe: Seht euch doch in der Epaper-Version die Werbung des Weltverband der Zeitungen an. »Wir haben für sie recherchiert. Sie brauchen nur noch umzublättern.« Selten so gelacht.

Edit[0808132100] Um dann noch einmal Öl ins Feuer zu gießen: Man vergleiche kurz die Inhalte der blauen Infobox in der epaper/Printversion mit dem Wikipediaartikel zu Blogs. Dadurch wird »Wir haben für sie recherchiert. Sie brauchen nur noch umzublättern.« gleich noch einmal lustiger. Darüber muss man nicht diskutieren, Wikipedia ist ja schon ne gute Quelle.

36 Kommentare “Hallo Tageblattleser!

  1. „Weisheit hört auf, Weisheit zu sein, wenn sie zu stolz wird um zu weinen, zu ernst um zu lachen, und zu sehr von sich eingenommen, um anderes zu sehen als sich selbst.“
    (Khalil Gibran)

  2. Jaa, der Blogger, der Egomane, der nur sich selbst sieht und total selbstreferenziell nur seine eigenen Artikel verlinkt. Gibt der Weltverband der Zeitungen eigentlich ein Heftchen raus “Mit Bloggern umgehen”, in dem diese Klischees oder bekommt man das Gatekeeperverhalten mit dem ersten Gehaltscheck aus der Kulturredaktion des Tageblatts per Post zugeschickt, Herr Hengen?
    Und selbst wenn dem so wäre: Wieso sollte man Dinge, die falsch in der Zeitung stehen, nicht im eigenen Blog gegendarstellen dürfen? Und so arrogant, zu behaupten, dass ich weise sei, bin ich nicht.

  3. Das alte Dilemma: Darf man autorisierte Interviews verlangen oder nicht? Ein befreundeter Journalist sagt dazu: Wenn ein Künstler ein autorisiertes Interview verlangt, dann wird keines durchgeführt. Ansonsten werden nämlich Dinge, die gesagt wurden, auf einmal gestrichen. Und am Ende kommt ein langweiliges PR-Gequatsche heraus, das auch ohne Interview vom Pressesprecher des Plattenlabels hätte geschrieben werden können.

    Das ist die Kehrseite. Sobald der Interviewte Einfluß darauf hat, was von ihm veröffentlicht wird, kann man die Form des Interviews eigentlich journalistisch gesehen vergessen. Der Journalist hat ja auch ein anderes Ziel als der Gefragte: Er möchte möglichst Antworten erhalten, die das Gegenüber normalerweise nie sagen würde. Er wird durch provokante Fragen versuchen, interessante Aussagen herauszukitzeln.

    Sie sagen, das Interview gebe nicht Ihre Sichtweise wieder. Ich kann das aus Ihren Aussagen nicht herauslesen, glaube Ihnen aber unbenommen. Man selbst wird nie zufrieden sein mit dem, was über einen selbst geschrieben wird. Ich habe das Interview gelesen, Ihre Anmerkungen dazu auch. Ich finde nicht, daß der Unterschied so groß ist: Sie selbst sagen ja, daß Sie bei Twitter gefragt haben, welche provokanten Aussagen Sie tätigen sollen. Die Interviewerin hat das für Sie etwas entschärft. Aber der Kern bleibt erhalten. Und so geht mir das mit allen Passagen, die Sie anmerken.

    Und wenn die Journalistin einen Satz zitiert, der Ihr Blog schmückt, dann ist das doch auch nicht verkehrt. Sie bestimmen, was Sie in Ihrem Blog schreiben. Dieser Satz war durchaus interessant für die Leser, auch wenn Sie persönlich ihn für nicht relevant hielten. Daß Sie ihn anschließend gelöscht haben… nun, das ist nun nicht der Fehler der Journalistin, oder? Oder anders gesagt: Wenn ein Politiker in seinem Blog eine politisch unhaltbare These verträte, die aber später löschte, würden Sie dann nicht auch von der Presse erwarten, daß sie Sie dennoch darauf hinweist?

    Das sind natürlich alles Gedanken, die man sich nur als Nicht-Betroffener machen kann. Glauben Sie mir: Wäre ich in Ihrer Lage, ich würde mich auch aufregen :-)

  4. Kann ich alles unterschreiben, German Pyscho, ich kenne ja schliesslich auch die Seite des Journalisten als Moderator beim freien Radio. Natürlich hat meinen einen anderen Blick auf die Dinge, weil man selbst besser darstehen möchte, als man dargestellt wurde, vor allem habe ich ja das Gefühl, bessere Dinge gesagt zu haben. Das Zitat mit der Seele ist halt nicht nur nicht mehr im Blog vorhanden, sondern wurde auch falsch zitiert, was mich dann noch ein wenig mehr ärgert, auch hat Frau Strötgen die Frage nicht so gestellt.

    Die Sache mit dem autorisieren ist ja auch die: Für mich ging es nur um die Zitate, die Frau Strötgen nach dem Interview per Email anfragte, ohne zu sagen, welche genau es seien. Auf mein prinzipielles Einverständniss und der Frage, dass ich im Vorraus über diese Zitate aus dem Blog Bescheid wissen könnte, meinte sie halt, ich könnte den Text nochmal lesen. Für mich war eigentlich zu dem Moment klar, dass aus unserem Gespräch, wie im Rest der Serie “Subkultur in Luxemburg” auch, ein Artikel und nicht nur ein Interview werden würde. Viele der interessanten Dinge, die ich gesagt habe, sind nicht im eigentlich Interview zu sehen, sondern in einer Kommentarbox, der in der epaper und Print-Version auftaucht, jedoch nicht in der Onlineausgabe. Was auch ein klein wenig ärgerlich ist.

    Im Großen und Ganzen find ich das Interview ja OK, aber es bleibt halt ein dummes Gefühl.

  5. Klar, wenn falsch zitiert wird, ist das journalistisch unsauber. Und das ist dann auf jeden Fall der Dame anzulasten.

    Der Unterschied zwischen Online und Print: Nun ja, das versteh ich ja schon. Irgendwie wollen die ja auch die kostenpflichtigen Angebote gegenüber dem kostenlosen Online-Angebot abgrenzen.

  6. “Okay, eine Zeitung kannst du anfassen und eine Fliege damit totschlagen. Aber ist sie deshalb realer?”

    Haha, gutt Äntwert!

    Mee ieren ech mech oder ass d’URL vun dengem Blog mol net erwähnt oder verlinkt??

  7. Déi steet an der Kommentarbox riets ënnen.

    Ech hu mech op jidfer Fall béis erfouert, wéi ech déng Foto de Moien um halwer 8 op der Zeitung gesinn hunn. Mäin éischte Gedanke war: de Spiegel fanne mer schäiss, mee dem Tageblatt gi mer awer en Interview. ;)

    Nee, mee insgesamt fannen ech d’Interview sou relativ eidel… eigentlech steet jo guer näicht dran.

  8. Ech géif och dem Spiegel een Interview ginn an mech herno héi driwer opreegen. ;-) Et sief dann, et géif en gudden Grond dogéint ginn, eng offensichtlech “Faal” oder sou. Mee am Prinzip fannen ech duerchaus, daat een sech därf iwer Medien opreegen (hun ech jo och oft genuch iwert d’Tageblatt gemaach) an sech trotzdem vun denen interviewen lossen – soss heescht daat jo, daat en sech net kann besseren.

    Eidel… daat ass et vlaischt, waat mech bessi opreegt. Well ech awer d’Gefill hun, vill méi wichteg Saachen gesoot ze hun.

  9. Okay, domadder hues de mer dann erkläert, dass de déng Séil net un d’Massemedien verkaf hues. ;) Gott sei’s gedankt.

    Disclaimer: Ech gleewen net, dass et Gott gedankt gi misst.

  10. Chris:

    Ech huelen un die Kommentarbox ass an der Zeitung? An der Online-Versioun fannen ech se net … ? Dat wier jo awer extrem onlogesch do KEEN Link ze man …

  11. D’Kommentarbox ass an der Zeitung an am epaper. Mee du wees wéi daat ass, et ged einfach nët verlinkt an der Welt vun de Gatekeeper. Bon, d’Leit googlen dann eben, wéi ze gesin ass.

  12. 1. Wir hatten abgesprochen, dass ich, falls ich unsere Leser mit Lesehäppchen aus deinem Blog beglücken möchte, die Auswahl mit dir absprechen würde. Da ich auf sie verzichtet habe, gab es also keinen Grund mehr, dich gegenlesen zu lassen. Ich habe also kein Versprechen gebrochen!

    2. „Einer der ersten Blogger Luxemburgs“
    Lieber Joël, da dies nicht bewiesen ist, sondern nur von dir behauptet wird, habe ich diese (s.o.) Formulierung gewählt. Auch ich habe Formulierungsfreiheiten!

    3. Was das Layout des Fotos angeht: Geschmäcker sind verschieden! Zum Glück!

    4. Schau mal im Duden nach: der Blog geht neben das Blog auch

    5. Du sagst es selbst: Du hast „relativ viel geschwafelt“. Da ist es meine Aufgabe als Journalist, Kernaussagen herauszuschälen. Welche das sind, beurteile ich, je nach Schwerpunkt des Textes.

    6. “reife Seele – junger Körper”
    Blogger sollten doch eigentlich hinter dem stehen, was sie der Welt mitteilen. Dafür, dass du diese Selbstbeschreibung nach unserem Gespräch entfernt hast, kann ich doch nichts. Ich fand sie passend, schliesslich war es ja auch meine Absicht, unseren Lesern zu vermitteln, was für ein Typ du bist.

    7. Und noch was: Der blaue Infokasten ist von mir und nicht von dir, wie du in einem deiner Comments nun frecherweise behauptest. Nicht nur du weisst, was ein Blog ist!

  13. Abgesprochenes: Zitat aus der Mail: “Ich werde dir den text beziehungsweise die seite vor dem druck schicken, dann kannst du sie dir ansehen und dein okay geben.”
    Da die Zitate nicht in der Mail erwähnt wurden, nahm ich an, dass das “sie” für “die Seite” stand.

    Formulierungsfreiheiten/Themenschwerpunkte: Grundsätzlich hast du Recht, aber ich darf die auch genausogut nicht gut finden, wie du so formulieren darfst. Ja, auch Journalisten darf man kritisieren. Wenn dir das nicht gefällt: So funktioniert Internet, so funktionieren Blogs. Ich finde es aber trotzdem ein wenig schwierig, wenn deine Kernaussagen relativ aus dem Kontext gezogen werden (Bsp. “in mein Zimmer” – ohne die Information, dass der Satz an meiner Wand hängt, kapiert das niemand) und du du dir ein Gespräch zusammengestückelt hast, das so nicht stattgefunden hat – was die Form des Interviews aber so vorspiegelt. (Auf jeden Fall ist das mein Verständniss eines Interviews.)

    “reife Seele” habe ich so nie geschrieben. Und deshalb ist halt einfach falsch zitiert. Ob es nun deine journalistische Pflicht ist, nachzusehen, ob das noch da steht, wenn nicht, das dem Leser mitzuteilen, ein Datum des Interviews anzugeben (Twitterlesung!), darüber kann man diskutieren (bzw. es nachlesen) – mich würde es als Leser halt verwirren.

    “Blogger sollten doch eigentlich hinter dem stehen was sie schreiben”. Sollten sie. Genau wie Journalisten und Politiker und überhaupt jeder. Aber haben wir darüber nicht auch lange gesprochen? Und was ist älter als die Zeitung von gestern? Richtig, eine Selbstdarstellung von gestern. Ich habe mittlerweile ja auch eine andere Frisur, wieso sollte ich nicht auch meine Präsenation verknappen, informativer und weniger mit Sätzen von vor 3 Jahren schmücken?

    Infokasten: Ich habe nicht behauptet, dass ich den geschrieben hätte, ich habe gesagt, da stünden interessante Dinge drin, die ich auch gesagt hätte. Nun hatten wir endweder beide die gleichen Ideen/das gleiche Vorwissen oder du hast Dinge aus dem Gespräch für deinen Text benutzt – was ja nicht falsch ist, aber ich fand es wie Chris halt schade, wo du deine Themenschwerpunkte gesetzt hast.

    “der Blog”: Ja, “der Blog” steht im Duden, aber steht da nicht auch was von Katzenbildern? (Ich habe ein Interview über Blogs gegeben, OHNE über Katzenbilder zu reden? Wie konnte ich das nur vergessen!)

    Ansonsten: Hut ab vor dem Mut, sich hier in die Kommentare einzumischen. Der letzte, der das getan hat (Emmanuel Vivier), veröffentlicht jetzt Foto von sich auf Facebook, wie er halbnackt auf einer Couch neben zwei Laptop liegt. ;-)

  14. “Ansonsten: Hut ab vor dem Mut, sich hier in die Kommentare einzumischen. Der letzte, der das getan hat (Emmanuel Vivier), veröffentlicht jetzt Foto von sich auf Facebook, wie er halbnackt auf einer Couch neben zwei Laptop liegt. ;-)”

    Jengi…. lauschter mol… du schaffs net beim tageblatt, M. Strögten schons. Ech geing oppassen mat weems de dech unlees. IRL ass net den Net. Ech giff mol leiwer ophaalen sou arrogant jiddereen ennert dech ze zeien. Sou den wahnsinn bass de net.

    Den Hunter S. Thompson dreit sech am Graaf.

  15. misch: Den “;-)” maachen ech net oft, an en steht aus engem Grond do. An wéi schon ennert “Autor” steht: “In diesem Blog werden die Stilmittel der Ironie und des Sarkasmus benutzt.” Daat sollt Luew sinn, keng Drohung.

  16. Foto: Ich dachte zu erst Firefox hätte die Seite (mal wieder) nicht richtig/ganz geladen und drückte sofort Apfel-R (für Refresh). Es ist schade. Ich glaube ein Foto von der Seite wäre besser gewesen. Aber nagut, das ist Ansichtssache.

    Interview: Also deine Antwort: “Ist eine Zeitung realer als ein Blog? Okay, eine Zeitung kannst du anfassen und eine Fliege damit totschlagen. Aber ist sie deshalb realer?” find’ ich ja einfach mal klasse. Und du hast Recht. Warum sollten Zeitungen realer sein als ein Blog?
    Und dass deine Aussage „Das Internetverständnis der Luxemburger Medien ist unterentwickelt.“ stimmt, kann man sehr schnell nachvollziehen wenn man sieht, dass weder im Interview noch in der “Einleitung” ein Link zu deinem Blog hergestellt wurde (resp. in der Druckversion: die URL dort stehen würde).

    Ich glaube Thierry hatte in seiner ersten Crumble-Sendung (im Interview) gesagt, dass die “alten” Medien doch bitte aufhören sollten, die “neuen” als ihre Gegner anzusehen und sie lieber als eine Art Zusatz ansehen sollten.

  17. @Misch: Virwat gehéiert d’Netz net zum IRL? Ass net alles iergendwéi réel? Dat ass lo keng rhetoresch oder philosophesch Fro an sarkastesch geméngt. Ech maache wirklech keen Ënnerescheed do.

    An zur Diskussioun hei: gehéiert et net iergendwéi dozou, datt een séch no engem Zeitungsartikel doriwwer opreegt, wat alles falsch oder ganz aanescht geméngt war? Ech hätt ni am Liewen erwaart lo hei Luëw iwwert den Artikel ze liesen. Dat ass dach awer ganz normal sou. Dat ass bei all Artikel sou gewiescht, wou ech eppes iwwert den Hannergrond wosst, egal op dat just Rapport vun engem Club sénger Generalversammlung oder en Norichtenartikel war. Ass eben ëmmer alles Interpretatioun. Ech hun den Artikel am Tageblatt gréisstendeels an der Rei fonnt, genau sou wi ech lo dese Blogandrag gréisstendeels an der Rei fannen ;)

  18. pa: Ginn der am Prinzip Recht, obwuehl ech och schons Artikelen iwer Saachen vun mir haat, mat denen ech zu 99% anverstaanen waar. Daat waaren zum engem offengedreckte Pressemitteilungen (waat ech journalistesch iwerhaat net cool fannen) oder Artikelen an Wochenzeitungen, wou d’Leit anscheinend gudd recherchéiren oder bei denen Themen haat ech eben Chance.

  19. du sees du geiffs den artikel nach an der rei fannen, mais meckers dei ganzen zait. wanns de mei interessant saachen gesoot haess, dann hätten dei bestemmt och an der zeitung gestaan

  20. stenkdeier: Et kann een duerchaus Saachen an der Rei fannen an trotzdem Detailer drun kritiséiren. Net alles ass schwarz oder waiß. An jo, d’Zeitung huet emmer Recht.

  21. ech soe jo net d’zeitung haett emmer recht. mais de journalist kann nemmen eppes guddes maachen wann den interviewten och gudd saache seet. dovun oofgesinn dass den artikel gutt ass.

  22. Ass “stenkdeier” eigentlech en unerkannten Tageblatt-Pseudonym oder trauts de dech lo net méi, ennert dem richtigen Numm ze kommentéiren? (“stenkdéier” schreiwt vum Host “fw.editpress.lu” aus) Ech kann am Fong net beweisen, daat ech an mengen Aan besser/méi wichteg Saachen gesoot hun, mee muss ech daat? Ech hun een Beispill, daat ech am Gespreich erwähnt hun, jo och schon am Artikel verlinkt an erwähnt. D’Madame Strötgen huet jo net bestridden, en Tri aus mengen Aussoen gemaach ze hun.

  23. an zack den host gecheckt.
    Ech fannen eierlech gesoot, als gelegenheitslieser vun dengem blog: du sees amfong nie eppes wirklech interessantes. sou ech hun ett gesoot ett ass eraus. sou sait 6 meint landen ech heiansdo hei an ett ass einfa nemmen nie dad den fonken iwwersprengt. Heiansdo ass do eppes klenges …mee ett ass wahrescheinlech einfach net menges.

    @pa. jo bon leider ass ett aawer nu mol sou dad een titel am IRL mei waert ass wei een titel am net. “eischten blogger vun letzebuerg” kann keen beweisen, mee “journalist beim tageblatt” dad steet schons anzwousch, wann ech lo mol einfach esou een x-beliebegt beispill soll huelen.

  24. Misch: Den Host scheckt jiddereen mat, ob all Homepage wous de gees, et sief dann du gees mat TOR oder ähnlechen Methoden an den Internet. Daat huet seng Grenn, fannen ech awer schon gudd, graad bei anonymen Kommentarer, wou een jo och een Numm unginn kann, deen net sain eegenen ass. Zum Beispill hätt sech jo och eng falsch Madame Strötgen kennen héi zu Wuert melden (fir just en Beispill ze nennen!) an ech hätt dann jo eben gesinn, daat dat net aus dem Haus editpress kennt an hätt et kënnen soen. Wou do den Problem ass, gesinn ech net ganz, Transparenz ass an enger Diskusioun nach emmer immens wichteg.

    Punkto Kritik: Ech fannen et interessant, och mol negativ Kritik ze kréien, déi sech op Inhalter bezidd. Bon, ech kann dir natirlech net soen, wourunner et lait, net jiddereen fennt alles gudd, an ech wees daat ech och secherlech net “everybodys darling” sinn kann, schon elleng well ech jo awer relativ vill “literaresch” Texter hun, an daat huet eben net jiddereen gären. Wanns de wells, kanns de mer gären méi explizit Saachen soen, sief et an den Kommentären zu denen Artiklen oder per Mail. An jo, ech sinn éierlech dorunner interesséiert, och wann mer dain Toun net emmer immens gefällt, wells de vir mech esou riwerkenns, wéis de mech gesais, nämlech vun uwen erof. Mee daat ass wahrscheinlech normal.

    Titel: Ech wees net, waat méi Prestige huet, ech bilden mer ob den “eischten Blogger zu Lëtzebuerg” naischt an, well et Zoufall ass an mol net muss stemmen (mir wessen et eben net), mee “Kulturredakteurin beim Tageblatt” ass jo och net onbedengt Nobelpraisträger. Mee ween ass schons Nobelpreisträger?

  25. Sou, a lo kënnt de Papp fir de Sträit ze schlichten.

    Dir léif Dammen an Hären vum Tageblatt, léiwe Joël,
    heimadder deelen ech iech mat, dass dat haut op Säit 21 am Tageblatt publizéierten Interview net interessant ze liese war. D’Grënn dovunner si gekläert – d’Form vum Interview léist et net zou, dass all Gesotenes ofgedréckt gëtt an Journalist a Befroten si sech oneens doriwwer, watfireng Punkten am Gespréich relevant an interessant an dofir ofdréckenswäert sinn. Dem Journalist säi Choix ass awer schlussendlech den definitiven an domadder net z’emstoussen. Dass et dem Joël säi Recht ass domadder onzefridden ze sinn, ass awer och e Fait. Dass eendeiteg Feeler am Artikel stinn (cf. Twitter) ass genee sou e Fait.

    Eng Diskussioun iwwert den Artikel kann ee lo sachlech féieren (wéi d’Janina et, ménger Meenung no, mécht) oder et kann ee soueren. Dofir muech et stëmmen, dass dem Joël séng Bäitreeg am Misch séngen Aen net interessant sinn (mech rappe se och oft net vum Hocker – emgedréit wäert et genausou sinn), mee en Argument zum Thema ass et net.

    Also, wat ma mer lo? Entweder mer acceptéieren, dass den Artikel an der Zeitung net jiddereen zefridde stellt, oder mer maule mat deem, deen net domadder zefridden ass. Dat zweet mécht a méngen Aen awer kee Sënn an ass reng Zäitverschwendung aus zwee Grënn: éischtens de Joël huet d’gutt Recht onzefridden ze sinn, zweetens de Joël ass e fuerchtbaren Toxkapp, mat deem ee kee Sträit siche sollt, wann een Owes nach eppes wëlles huet äusser Kommentarer bei him liesen.

    Ech hoffen ech hunn iech all weidergehollef,
    mat frëndleche Gréiss,
    Chris P., Blogger a Journalist

  26. Interessante Diskussion – auf jeden Fall interessanter als das zugehörige Interview. (Und das obwohl ich ca. die Hälfte der Beiträge nicht verstehe.)
    Zwei Sachen würden mich aber doch nocht sehr interessieren:
    An Janina und alle anderen Journalisten: Wenn man die Aussagen eines Interviews selbst gewichten will und sicher stellen möchte, dass es kein “langweiliges PR-Gequatsche” ist, wieso macht man dann nicht einen Artikel daraus? (Also so einen, in dem deutlich wird, dass es um ein Gespräch ging.) So denkt man doch automatisch, der Interviewte hätte die Dinge genauso und in diesem Kontext gesagt. Finde ich ein wenig unfair. (Ich weiß, dass es üblich ist, aber das ändert ja nichts daran.)
    An Joel: Wieso um aller Welt hast du denn nicht einfach diesen Satz stehen gelassen? Dann könnten wir jetzt alle sehen, dass der falsch zitiert ist. So kann das ja niemand mehr nachvollziehen, was ich ein wenig schade finde.

    Und noch zwei Bemerkungen:
    An Janina: Ich kann mich Joel nur anschließen: Respekt davor, dass du hier Stellung beziehst.
    An Joel: Ich glaub man kann es mit Interviews noch deutlich schlimmer treffen…

  27. Ich habe halt die ganze “About Me” Seite umgebaut, auf das Gespräch mit Frau Strötgen hin. Ich wusste ja nicht, dass ein Interview in der Form daraus werden würde – der Rest der Serie “Subkultur” waren ja auch alles Artikel, und vor allem erschien es mir nicht wichtig, wir haben eigentlich nicht sehr lange darüber geredet, ich habe dann mehr und länger über “Was stelle ich wo rein/Gefahren der Offenheit/Datenschutz” gesprochen, was für mich deutlich wichtiger war als so ein Satz.
    Und du hast sicherlich Recht, ich find den Artikel ja auch im Großen und Ganzen OK.

  28. Wir leben in einer Gesellschaft – die nur funktionieren kann, wenn jeder die Meinung des nächsten akzeptiert. Joël und Janina haben das offensichtlich gemacht… Leider hat das nicht jeder hier, und die Anonymität hilft natürlich dabei nicht klar Stellung ziehen zu müssen.
    Tatsache ist, um an Chris anzuschliessen, dass ein Artikel oder eine “Neiegkeet” nur interessant sind und gelesen werden, wenn darüber gesprochen wird. Am 13 August um 20:40 standen hier:

    27 Responses to “Hallo Tageblattleser!” (<- Zitat)

    Mit meiner sind das dann ganze 28 Antworten. Ist dadurch nicht das Ziel eines Artikels mehr als erreicht? Die Leute sind informiert, haben den Artikel und Joëls Stellungnahme (für die interessierten) gelesen…

    Naja, diskutieren ist ja immer schön ;-)

  29. Léiwen Jöel,
    ech sin net frou ze liesen, weis de eng Persoun “be”-pisst, dei mer um Hearzen leit…
    Wei daat gaanzt Manifest vun den “Les jeunes mélancholiques”, aus deems de héi voller Stolz zitéiers (an daat soot ech dir an dengen Blogger-Frenn schon deemols am d:qliq), schengt dain gaanzen Blog graad sou hypokritesch ze sin… Et gett na eng Realitéit ausserhalb vun all deem héi… liew se! Neischt zu Ongudds, emile

  30. Ech fannen daat lo ziemlech lächerlech. Et geht héi net em Zitater (déi ech net gemaach hun, ech kann dem Thierry sain Manifest net auswänneg, daat iwregens NET zitéiert ged, mee en Text vun eiser Homepage) mee dorems, daat ech den Artikel net gudd fannen. Wann d’Madame Strötgen sech bepisst fillt, ass sie grouß an aal genuch, fir mir daat selwer ze soen. Iwer Hypokrisie kennen mer gären eng Kéier diskutéiren, mee daat gehéiert net héihinner. Mir soss de iwregens just, du wiers wéinst dem Englesch an der zweeter Halschent gaangen an hues eis an denger gewinnter “patronizing” Art an Wéis als “deng Kanner” bezeechent, mee daat deet héi wéi gesoot nix zur Saach.

  31. Pingback: Luxemburger A-Blogger im Interview | Seven.lu

  32. Durchschnittsmenschen stellen ihr Durchschnittsleben in unterdurchschnittlicher Qualität ins Internet – Filmen ihre Frühstückseier und kommentieren das Verfallsdatum der ranzigen Joghurts in ihren Kühlschränken…..
    Nichts für ungut,
    Bob

  33. Fireball, les journalistes ne sont pas tous pareils, mais bon, qu’attendre de plus du Tageblatt!… Malheureusement les journaux au Luxembourg ne parlent guère de la blogosphère et ils n’ont toujours pas compris la plus-value de s’attacher a des blogs comme dans les restants médias du monde.
    Je ne veux pas te contredire mais je crois qu’il y a plus que 10 ou 15 blogs actifs au Luxembourg. Une des caractéristiques (richesse) de la blogosphère luxembourgeoise (ce doit être un des seuls pays dans ce cas!) est la diversité des langues dans lesquelles elle diffuse : allemand, luxembourgeois, français, anglais, portugais, italien, et même… suedois et maltais, etc.

  34. Maach sinn, dass dem Joël seng Beiträg hei nit emmer iwwermäßeg spannend sinn, mee daat ass dach zumindest fier d’Diskussioun iwwert den Artikel am Tageblatt absolut schäissegal. Fakt ass, dass eng Kulturredakteuse (gett et daat Wuert iwwerhaapt?) vun eben deser Zeitung säi Blog interessant genuch fonnt huet, en Artikel driwwer ze schreiwen.

    Mol ganz dovunner oofgesinn: et ass dem Joël säi gottverdammtent Recht, op *sengem* Blog suvill a sou langweileg oder sou spannend ze schreiwen, wéi *hee* wellt. Och daat ass Internet: wann et der éirens ze langweileg ass, da klick an d’Addressläischt, a géi éirens aanescht den Zäit doudschloen!

    Waat de Laptop ugeet: Sorry Joel, aawer e Blogger ouni Laptop kanns de an enger *gedréckter* Zeitung dach nit bréngen, daat misst der dach kloor sinn. Ok, mat engem Macbook, engem EeePC, oder nach besser, engem ThinkPad, hätt daat natierlech méi schick ausgesinn wéi mat sou enger 08/15-Acer-Millen, aawer ouni Laptop kann sech de gemengen lëtzebauer Zeitungslieser kee Blogger vierstellen, wéinstens DEE Klischee muss de hinnen zougestoen. ;)

    Eng Collage als “Interview” ze verkaafen, daat ass natierlech nit fein, mee dass en daat ganzt nit allze ierscht huele kann, sollt engem dach klor sin, wann bei sou engem Artikel nit mol e Link zum Blog vum interviewte Blogger ze fannen ass…

    Als Schwéierpunkt wier d’Thema Dateschutz natierlech interessant gewiescht, besonnesch, wou den Thema am eigentlechen Interview jo méi oder manner ausgiebeg zur Sproch komm ze si schéngt. Allerdéngs ass d’Plaatz am Kulturdeel vum Tageblatt jo och nit grad onbegrenzt, ouni eng gewess Selektioun ass sou en Interview jo och nit dran, zumindest nit an *sou* engem Printmedium…

    Dass d’Madame Schrötgen sech hei äußert, beweist IMHO, dass den Interview nit just geduecht waar, fier d’Summerlach ze fëllen, an dass sie wahrscheinlech och soss heiansdo hei mol matliest… D’Collage schéngt also wuel nit béis oder hannerhälteg gemengt gewiescht ze sin. Thumbs up! :)

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