Podcast: Angst und Schrecken irgendwo in Oberschlesien

Ich wollte diese Folge ursprünglich nicht mit „Angst und Schrecken“, sondern mit „Furcht und Grauen“ beginnen, aber ich hab das dann doch sein gelassen. Ratibor liegt irgendwo in Oberschlesien und es gibt dort neben dem üblichen „Wir sind halt in Polen“-Gefühl auch nocht merkwürdige Deutsche Freundschaftskreise mit singenden Omas und Volkstänzen…

Joel mit psychelischem Bild

[audio:http://media.switchpod.com//users/angschtaschrecken2008/angschtaschrecken77.mp3]
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Die Musik stammt von Revolution Void und steht unter einer cc-Lizenz.

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Mehr ernste Gedanken über den DFK gibt es hier im Quattro Stazioniblog.

Wenn man mit dem Zug durch Tschechien fährt, glaubt man eigentlich, es könnte nicht schlimmer werden. Vor allem, wenn man dann auf einem Bahnhof ankommt, der sich im golden kommunistischen Kitschstil präsentiert.
Und dann fährt man mit einem furchtbar überfüllten und warmen Bus über die polnische Grenze und realisiert langsam aber sicher das gesamte Ausmaß des Grauens.

Alles, was man sich je über Polen vorgestellt hat, wird einem bestätigt. Ich versuche ja meistens, mir aus Vorurteilen und irgendwelchen verschrobenen Vorstellungen über Länder nichts zu machen. Aber für manche bin ich dann schon empfänglich, besonders über welche aus dem Osten. Ich mag ja Ostblockkitsch, kommunistische Propagandaposter und alten Beton, aber man muss halt auch immer daran denken, dass dieser „lustige“ Teil auch eine sehr dunkle Medaillenseite hat.

Wir hielten irgendwann in Ratibor, dass zwar mehere Zehntausend Einwohner hat, aber trotzdem irgendwie wie ein Dorf wirkt. Vor dem Hotel. Das von Aussen mehr aussah wie die allgegenwärtigen Mini-Plattenbauten. In dem Hotel befand sich ausser dem Hotel noch eine Post. Wahrscheinlich stand die einzige Kopiermaschine von Ratibor irgendwo im Keller und der Bürgermeister von Ratibor teilte sich ein Büro und Gehalt mit dem Hoteldirektor.

Die Rezeption sah aus wie die Kasse einer hippen Disko, wo man zuerst in einen Vorraum kommt und den Eintritt per Kreditkarte zahlt. Will sagen: Eine Neonschrift, die „Receptiona“ sagte und „90er Jahre“ schrie, hing über einer Schwarzlichtlampe, mit der unsere Pässe und Ausweise überprüft wurden. Die Daten wurden wahrscheinlich sofort an den KGB übermittelt. Auf jeden Fall sah man in einigen Zimmern Leute in den Häusern auf der entegengesetzten Straßenseite, wie sie sich Sachen notierten, nachdem sie in unsere Zimmer gespäht hatten.

Das ganze Hotel war in dem schlechten Geschmack der frühen 90er Jahre eingerichtet, den sich jeder leisten konnte und eigentlich niemand haben wollte. Das beinhaltete folgen Dinge: Plastikpflanzen, Plastikrahmen mit Goldrand, gigantische, milchige Glühbirnen, farblich zueinander passende Wände und Handtücher in diesem schrecklich bekannten pastell-hellgrün.
Desweiteren fand ich in meinem Zimmer ein psychedlisches Bild, auf dem ein Regenbogenbummerang, 9 strahlend weiße übergroße Spermatazoiden, eine blaue Schnur, die wohl ein Möbiusband repräsentieren sollte, ein Penrose-Dreieck (Tribar) und ein Osterei in den gleichen Regenbogenfarben. Die meisten dieser Dinge waren gespielt. Unnötig zu erwähnen, dass der Fußboden ebenfalls ein merkwürdiges Muster hatte. Das Zimmer war eine Qual für jeden, der Sinn für Ästhetik bzw. Augenlicht hatte. Für einen Drogenverrückten musste es die Hölle sein. Zum ersten Mal in meinem Leben war ich froh darüber, dass ich keine psychedelischen Drogen dabei hatte.
Angst und Schrecken hatten wahrscheinlich ihren Hauptsitz in diesem Hotel. Vielleicht waren es auch ganz einfach die Regierungsführer in Polen.

¬Das einzige, was ich je über Ratibor erfahren hatte, war der Fakt, dass es dort eine Mumie gab. In einem Museum. Für eine Kleinstadt irgendwo an der tschesischen Grenze ist das schon eine Leistung. Irgendein exzentrischer Baron hat seiner Verlobten die Mumie zum Hochzeitgeschenk gemacht. Diese wollte die vertrocknete und einbalsamierte Ägypterin jedoch nicht und so schenkt er dem Ratiborer Museum die Mumie.
Angst und Schrecken machten sich breit. Was waren das für merkwürdige Leute in Oberschlesien, die sich gegenseitig Mumien schenkten. Und vor allem: Wieso war die einzigste Sehenswürdigkeit von Ratibor eine Leiche?

Die Stadtführung gestaltete sich auch recht kurzweilig, das es neben Kirchen und einem Schloss halt nur die erwähnte Mumie zu sehen gab. Allerdings gibt es die Legende, dass zwei der ungefähr 35 Kirchen in Ratibor durch einen unterirdischen Geheimgang miteinander verbunden sind. Die Legende besagt ausserdem, dass ein Junge, dessen „Freunde“ ihn dort zurückgelassen haben, nach einer Wochen als vollständig von Ratten abgenagtes Sklett wiedergefunden wurde.

In Ratibor gibt es auch eine Säule, die, sollte sich an einem Tag niemand vor ihr bekreuzigen, den Weltuntergang auslösen sollte. Stört man ihre Umgebung, gibt es nur Überschwemmungen, wie Augenzeugen zu berichten wussten.

Die Mumie war dann eigentlich fast schon wieder unspektakulär. Trotzdem merkwürdig: Der schräge Baron hat wahrscheinlich ein Sonderangebot nach dem Muster „Kaufen sie eine Mumie und kriegen sie eine Hand dazu“ gekauft, denn es gab neben der Mumie, drei Sarkophagen und Innereiengefässen auch noch eine mumifizierte Hand.
Angst und Schrecken waren auch hier. Irgendwo in Polen hatte es einen schrägen Mumiensammler gegeben. Wieso gab es in Ratibor nicht mehr Werbung für die Mumie? Wieso wurden keine polnischen Horrorfilme hier gedreht, wo die Stadt sich doch bisher als idealer Ort für so etwas herausgestellt hatte?

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des zahnmedizinischen Museums, das ein Gruselkabinett erster Güte war. Das einzige, was gegen den erlittenen Schock durch die Ansicht von tausenden Bohr- und Folterwerkzeugen half, war das absolute Gegenteil von einem Mochidento: Karamell-Eiscafé mit einem Brennwert, der die weltweiten Energie- und Ernährungsprobleme auf einen Schlag lösen könnte.

Am Nachmittag ging es dann wieder in den viel zu kleinen, warmen und stickigen Bus, der uns in die Dörfer aus der Gegend kutschierte und uns die Sehenswürdigkeiten jener Dörfer zeigte. Diese waren hauptsächlich Kirchen, die in den letzten Jahren mit Geldern aus ominösen Quellen renoviert worden waren und ausserdem einen bedeutsamen Anteil an Katholiken-Kitsch zeigten, wie man ihn sonst nur in südamerikanischen Ländern sieht.

Ein weiteres, furchteregendes Detail: Alle Engel wurden als Köpfe mit Flügeln dargestellt, was ihnen ein äusserst dämonisches Aussehen verlieh. Wie schreckliche genmanipulierte Fledermäuse schwirrten sie um den heiligen Nikolaus und sonstige Figuren des Katholizismus. In einer Kirche konnte man ausserdem antike Kindersärge bewundern, was ein eher mulmiges Gefühl hinterliess.

Mulmig war mir auch zumute, als wir das Haus des Deutschen Freundschaftskreises betraten. Schon von weitem hörte man ein Chor von alten Damen, die über kinderlose Paare, die Abwesenheit von Sorgen und wahrscheinlich drogeninduzierte Visionen von taghell erleuchteten Häusern sangen. In einem Büro sah ich eine Deutschlandkarte. Mit den Grenzen von 1933. Angst und Schrecken nagten an meinen Zehen und schickten sich an, meine Beine hochzukrabbeln wie die ersten Wellen eines Acidrausches.

Während die alten Damen, die übrigens zu einem Synthie sangen und teilweise sehr üble dicke und große Brillen in Perl/Rosa trugen, weiterhin ihre Stücke übten, sahen wir uns ein kleines Heimatkundemuseum an, in dem man alte Trachten und Pässe aus der Zeit nach 1933 ansehen konnte.

Nach diesem Ausflug in die merkwürdige und befremdliche Welt der deutschen Minderheit in Oberschlesien fuhren wir in ein Haus, in dem wir schleslische Küche und Tänze dargeboten bekammen. Wieder einmal Angst und Schrecken, die sich wie die Sonne durch eine dicke Glasscheibe tausendfach verstärkten.

Ein weiser Mann empfahl mir, doch ein Bier zu trinken, damit würde man das ganze besser ertragen können. Mir wäre lieber gewesen, ich hätte auf harten Alkohol oder gleich Heroin zurückgreifen können, aber man muss mit den Mädchen tanzen, die da sind. Wie wahr dieser Auspruch ist, sollte ich in den kommenden Stunden auch noch schmerzlich erfahren.

Die Tanzgruppe war in Trachten gekleidet und bot uns eine Polka nach der anderen da, wobei das Hauptziel des Tanzes wohl vor allem im Partnertausch und damit in der Möglichkeit, alle Dorfmitglieder des anderen Geschlechtes kennenzulernen bestand.
Die Musik kam wieder von einem Synthie. Wahrscheinlich gab es nur einen einzigen im Umkreis von 50 km und der Synthiespieler war einer der gefragtesten Männer in der ganzen Umgebung. Er fuhr wahrscheinlich eins der einzigsten Autos, dessen Motor in der Lage war, 4 Täkte auszuführen.

Nach dem Essen, das ich als Vegetarier (Öko-Heiligenschein lässt grüßen!) nicht kosten musste, war dann selbst tanzen angesagt. Die polnische Tanzlehrerin zwang mich, mit einem Mädchen aus der Tanzgruppe zu tanzen. Also, ich humpelte unbeholfen dabei und versuchte krampfhaft, mir die Anzahl der Schritte, Klatscher, Drehungen und die Choreographie der Polka zu merken und sie tanzte einfach ihr Ding, ohne recht darauf zu achten, was ich machte. Ich fühlte mich extrem unangenehm und setzte irgendwann aus, indem ich vorgab, ein Bein verloren zu haben.

Dann stand Karaoke auf dem Programm. Da ich mich jetzt schon einmal zum Affen gemacht hatte, war ich natürlich auch bereit, alle möglichen Verbrechen der Popmusik mitzugröhlen und in ein Mikrophon zu plärren.

Irgendwann musste der Besitzer der Karaokeanlage weg, denn er hatte noch zwei 18te und einen 80ten Geburstag an diesem Abend vor sich und er hatte sich leider noch kein Auto mit mehr als zwei Täkten verdient.

Ich wusste nicht, was jetzt passieren sollte, aber ich wusste, dass ich es nicht sehen wollte. Endweder würden einige Leute ohne Musik Popsongs singen oder jemand würde anfangen, obskure Volkslieder zu singen, oder – noch schlimmer, jemand würde vorschlagen, doch noch eine Polka zu tanzen. Und es gab kein Bier mehr.

Angst und Schrecken hatten mich. Genauso wie ihre pickeligen Cousins Furcht und Grauen. Wieso gab es so viele Trachten in Oberschlesien? Was sollte die schreckliche Einrichtung des Hotels? Was waren das für Leute, die eine Karte mit den Grenzen von 1933 aufhingen? Gab es hier irgendeine andere Freizeitbeschäftigung, die nicht mit dem Renovieren von Kirchen, dem Singen von alten Liedern oder dem Tanzen von Volkstänzen zu tun hatte? Würde die Mumie noch mehr Angst und Schrecken verbreiten?
Und vor allem: Was hatte dieses psychedlische Bild in meinem Zimmer zu bedeuten?

Das einzige, was jetzt noch half, war die Flucht in die einsame Dunkelheit einer oberschlesischen Bushaltestelle.

9 Kommentare “Podcast: Angst und Schrecken irgendwo in Oberschlesien

  1. Ich schlage vor, dass Sie Ihren Urlaub “auf” Ballermann verbringen. Er wird Sie sicherlich intelektuel weiter bringen. Fahren Sie nicht nach Obrschlesien. Das überfordert Sie.

    Mit oberschlesichen Glückauf!
    Chrisraf

  2. Ihr Ironiedetektor scheint kaputt zu sein, bitte überprüfen Sie das. Ein nicht funktionstüchtiger Ironiedetektor gefährdet Sie und andere.

  3. Vielen Dank für Ihren Beitrag. Sehr, sehr zutreffend. Gott sei dank gibts in Deutschland Menschen, die ohne Gnade die Ewiggestrigen in die dazugehörige Ecke stellen. Trachten, die Landkarten von 1933 und die Behauptungen daß die Nazis “gar nicht so schlecht waren” das ist das was ausmacht.

    Gruß

  4. Hallo model.wieczniewczorajszy,

    “Vielen Dank für Ihren Beitrag. Sehr, sehr zutreffend”????–http://de.wikipedia.org/wiki/Ironie. Vergleiche bitte mit http://de.wikipedia.org/wiki/Spott. Erkennst Du den Unterschied?

    “Gott sei dank gibts in Deutschland Menschen, die ohne Gnade die Ewiggestrigen in die dazugehörige Ecke stellen. ”

    In Anbetracht der Begriffsverwirrung (siehe oben) stellt sich der Ausstellende in eine (…) Ecke.
    Defieniere bitte “Ewiggestrieger”.

    “Trachten, die Landkarten von 1933 und die Behauptungen daß die Nazis “gar nicht so schlecht waren” das ist das was ausmacht.”

    Bedeutet das, dass Mitglieder von Trachtenvereinen (bayerischen, schwäbischen, schottischen, schlesischen, masowischen, galizischen, etc.) “Ewiggestriege” sind???

    Was “macht eine Landkarte von 1933” aus?

    Im Hinblick auf den mangelhafte Allgemeinbildung des Reisenden und ausgesprochene Arroganz denke ich, dass der Autor den Unterschied zwischen Landkarten von 1937 und 1921 nicht erkennen würde.

    “die Nazis “gar nicht so schlecht waren””- Vielleicht habe ich etwas übersehen, aber diesen Passus finde ich in dem o.g. Text nicht. Bitte mich korriegieren, wenn ich im Unrecht bin.

    Glückauf!

  5. Die Serie “Angscht a Schrecken” (“Angst und Schrecken”) ist Satire. Diese Folge soll weder ein objektives Urteil über Oberschlesien noch über die Bevölkerung oder Trachtenvereine bieten.
    Ein ernst gemeinter Beitrag über unseren Besuch beim Deutschen Freundeskreis wurde ebenfalls produziert, siehe den Link zum Blog des Projektes Quattro Stazioni. Für manche (mich eingeschlossen) war dieser Besuch ein klein wenig Kulturschock, nicht zuletzt, weil das Deutschlandbild wohl ein ganz anderes ist, was jedoch durchaus verständlich ist. Meine Befremdung und Empfindungen wurde hier nur satirisch dargestellt.

  6. Aha, also keine Ironie, sondern “Satire”.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Satire

    Es sei nichts anderes, wie eine Spottschrift. Nicht mehr, nicht weniger. Woher nimmst Du Dier das Recht über die Menschen in Oberschlesien zu Spotten? Diese Menschen haben Schlimmes erlebt. Sie haben ihre Angehörigen verloren, ihr Hab und Gut, ihr Vaterland.Sie sind Spellball der Politik gewesen (siehe Plebiszit 1921). Wenn sie Lieder singen, die sie aus der Kindheit kennen, ist das Verweflich? Schlesien ist die Wiege der deutschen mittelalterlichen Literatur. Das übersieht man heute.

    Deine Ausarbeitung ist ein jämmerlicher Versuch einer Zusammenfassung einer Reise, deren Inhalt Du nicht verstanden hast.

    Glückauf!

  7. *seufz*

    Ist es wirklich so schwierig zu verstehen, dass es Menschen gibt, die Dinge schreiben und sie nicht so meinen?
    Und dass diese Menschen sich trotz dieser Texte sehr wohl mit Oberschlesien auseinander setzen können, soweit wie das während vier Tagen Aufenthalt möglich ist?

    Ich bitte auch noch einmal diesen Beitrag hier anzuhören.

    Ich frage mich, wer den Inhalt von was nicht verstanden hat. Und ich habe ehrlich gesagt nicht sehr viel Lust, darüber zu diskutieren, weil die Dinge für mich klar sind. Der Beitrag ist Satire, mit Stilmitteln der Ironie durchsetzt und nicht “ernst” zu nehmen. Fertig. chrisraf, wenn du rumtrollen willst, such dir bitte ein anderes Forum dafür.

  8. “Ist es wirklich so schwierig zu verstehen, dass es Menschen gibt, die Dinge schreiben und sie nicht so meinen?”

    Viel wichtiger als eigene Intention, ist die Interpretation durch den Empfänger. Soll ich Deinen Satz als Versuch einer Entschuldigung verstehen?

    “Und dass diese Menschen sich trotz dieser Texte sehr wohl mit Oberschlesien auseinander setzen können, soweit wie das während vier Tagen Aufenthalt möglich ist?

    Ich bitte auch noch einmal diesen Beitrag hier anzuhören”

    “Vier Tage”, davor nichts und danach nichts? Man kann sich mit vielen Sachen beschäftigen, ohnen dorthin zu reisen. Man kann sich vorbereiten. Man kann ein Thema nachbearbeiten, intensiv nachbearbeiten.

    Es sei begrüssenswert, was Ihr in Eurem Audiobeitrag bringt. Ihr stellt wichtige Fragen. Das ist gut. Doch vielmehr sind Antworten wichtig. Wenn die “Satire” die Antworten geben soll, ist das gründlichst in die Hose gegangen.

    “Ich frage mich, wer den Inhalt von was nicht verstanden hat. Und ich habe ehrlich gesagt nicht sehr viel Lust, darüber zu diskutieren, weil die Dinge für mich klar sind.”

    Wenn Du nicht diskutieren willst, weshalb veröffentlichst Du Deine Ausarbeitung im Internet? Eine vorgefertigte Meinung steht oft auf wackeligen Beinen.

    “Der Beitrag ist Satire, mit Stilmitteln der Ironie durchsetzt und nicht “ernst” zu nehmen. Fertig.”

    Stillgestanden! Ausführen! Kehrt! Abmarsch! Geht es Dir darum?

    ” chrisraf, wenn du rumtrollen willst, such dir bitte ein anderes Forum dafür.”

    Ein überzeugenderes Argument hast Du nicht?

    Seit Jahren beschäftige ich mit dem Thema “Deutsche-Polen-Polen-Deutsche”. Ausführungen seitens mancher Bundesbürger, wie mancher Polen gleichen sich in vieler Hinsicht. Beide Seiten wissen nicht wovon sie sprechen. Wenn man sie näher Betrachtet, bleibt nur eine wertlose Hülle und bitterer Nachgeschmack.

    Glückauf!

  9. Zur Interpretation und den Wechselwirkungen zwischen Autor und Leser empfehle ich Umberto Ecos “Die Grenzen der Interpretation”. Wenn du dich entscheidest, diesen Text als Spott auf Oberschlesien zu verstehen, kannst du das gerne machen. Aber das brauchst du mir dann nicht vorzuwerfen.

    Die Anworten muss sich jeder selbst erarbeiten. Und nein, ein Angst und Schrecken-Beitrag liefert diese Antworten nicht. Er stellt höchstens noch weitere Fragen. Antworten auf solche Fragen zu liefern ist meines Erachtens auch nicht die Aufgabe von (Radio)journalismus.

    Du gehst davon aus, dass dieser Beitrag meine Meinung über Oberschlesien darstellt. Das ist falsch. Deshalb ist es unmöglich, zu diskutieren.

    Ich bin weder Bundesbürger noch Pole. Trotzdem finde ich die deutsch-polnische Geschichte, besonders in Oberschlesien, interessant und es wäre falsch, meine Meinung und Ansichten dazu auf diese Satire zu beziehen. Genausowenig wie meine Meinung Wien oder Leipzig (um weitere Stationen auf unserer Reise zu nennen) betreffend in den jeweiligen Folgen beschrieben wird. Darum geht es hier auch nicht.

    Und nochwas: Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

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