Abwässer

Es gibt ja mittlerweile die Teilung von Schmutzwasser und Regenwasser in der Kanalisation. Weil Regenwasser eher selten einer Klärung bedarf und man somit teilweise sehr viel Wasser verschmutzt (indem man sie mit häuslichen oder industriellen Abwässern vermischt), um es dann wieder zu klären.
Also ist die Teilung von Regen- und Abwasser schon mal gar keine so schlecht Idee. Nur, was ich mich halt frage, ist folgendes: Sollte man nicht drei verschiedene Transportrohre/Beseitigungsmaßnahmen einführen, wobei Regen- und Abwässer wie Bade-, Spül-, Wasch- und ähnlich kontaminierte wasser wie gehabt getrennt geklärt würden und man die menschlichen Abfälle, Kot und Urin also in eine Art Biogasanlage befördern würde, wo man entweder Energie (Heizwärme, evtl. Fernwärme) oder Gas zum Kochen (so ein System wird in Entwicklungshilfeprojekten eingesetzt!) gewinnen könnte. Es hätte zum Vorteil, dass man weniger Wasser kontaminieren und klären müsste und ausserdem sofort und relativ lokal Energie produzieren könnte.

Oder ist das jetzt eine Scheißidee?

3 Kommentare “Abwässer

  1. der kostenfaktor passt nicht in den kapitalismus, das wär glaub ich mal das erste was man dazu sagen muss, desweiteren ist wohl die frage was mehr energie kostet dieses zusatz wasser reinigen oder der transport und neuverlegungen sowie betriebs”kosten” von allmöglichen kanälen beförderungsanlagen sowie trennungsanlagen.
    zusatz denk ich bleibt das problem dass man durch diese art energiegewinnung a. nicht genug energie gewinnt um den gebrauch zu decken und dies b. neue probleme bei der speicherung eben selbiger beinhaltet; würde de facto also die entwicklung eines systems erfordern was quasi funktioniert wie ein staubecken: sprich man nutzt die energie um wasser auf nen berg zu pumpen und bei realem gebrauch lässt man das wasser durch eine turbine wieder runtersausen.
    wie angesprochen beinhaltet dies aber wohl einen enormen logistischen aufwand und würde letztenendes wohl ähnlich dem “wasser”motor die umweltbelastung nur anders verteilen, sprich die umweltverschmutzung nimmt man dem endverbraucher aus den augen damit dieser ein ruhiges gewissen hat.
    so allgemein als gegenargument, beweisen kann ich nichts natürlich, aber wären so sachen die einem einfallen gegen den vorschlag.

  2. Otterwasser hat sich einige Gedanken gemacht über neuartige Abwasserbewirtschaftungskonzepte und auch Praxisbeispiele aufzuzeigen.

    http://www.otterwasser.de/

    Der grosse Durchbruch ist in unserer Gegend bislang ausgeblieben. Investkosten, Betriebskosten und der Komplexitätsgrad solcher Systeme sind durchwegs grösser.

    Fehlanschlüsse sind bereits beim herkömmlichen Trennsystem ein grosses Problem.

  3. An der Theorie ass daat zwar eng wonnerbar Idee, me an der Praxis hues de de Problem, dass och relativ vill Botzmettel an d’Toilette gekippt gett. Daat fängt schon un mam WC-Reiniger (relativ aggressivt Gemeschechels, waat sech secherlech net positiv op d’Liewenserwaardung vun den Zersetzungs-Bakterien an der Biogasanlag auswierkt), a geht mam Botzwaasser, mat deem d’Haus gebotzt gett, weider…

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