Watchtower (II)

Pianocktail veranstaltet ein Fest für ihre Leser und nennt das ganze Festen 1.0. Find ich eine nette Idee, wette aber, dass es zum größten Teil ein Bloggertreffen wird. Gegenwetten und Einsätze immer gerne in den Kommentaren. Außerdem neu im luxemburgischen Blogklumpen: The Absent One bzw. Leti ist wieder aktiv. Freude.

Ich habe die letzten Tage so viele Links gesammelt, dass ich gar nicht weiß, ob ich so viele coole Dinge überhaupt in einem Post unterbringen kann. Anderseits ist das dann wohl die Strafe dafür, dass ich zu lange gewartet habe und nicht jeden Tag einen Watchtowerpost rausgehauen habe. Vielleicht sprengt er ja das Internet oder das ein oder andere Stromnetz. Dann sieht es so aus wie bei der Earth Hour. (via anke gröner) Nur noch dunkler.

Watchtower heißt diese Linkschleuderserie, ein Watchblog ist das Bildblog – jetzt für alle Medien.
Wir lernen: Sciene-Fiction hat tatsächlich einige Begriffe der Wissenschaft geprägt. Odysseus hat getwittert. Es gab mal ein Internet, das wirklich eine Series of Tubes war.

Wir fragen: Macht Obama einen reset oder einen reboot? Was hat Berlusconi gegen die Presse? Ist die Erde in Wahrheit hohl? Wie sieht die dunkle Seite Dubais aus? Kann mal wer erneuerbare Energien sachlich erklären?

Toll: Ein Soundtrack für ein Buch! Eigene Anti-Terror-Plakate gestalten! Ein molekularbiologisches Laboratorium für weniger als 1000$! (Kann man damit echt was anfangen, Charel?) Eine Seite über Indie-Künstler aus China, die ich allerdings nicht lesen kann.

Die letzten drei Abschnitte sind via boingboing. Und wer boingboing mag, der sollte sich Cory Doctorow, den einzigen mir bekannten Menschen, neben einer Bekannten, der den Namen „Cory“ trägt, ansehen, wie er auf der re:publica spricht.
Herr Kulla unterdessen bringt ein wenig Kritik an Richard Dawkins an. Und ich muss ihm Recht geben: Die Behauptung, die Religion sei an allem Übel der Welt Schuld, ist ein wenig hoch gegriffen.

In Deutschland wird es bald Internetzensur geben. Eine Liste der Zensurprovider existiert ebenfalls schon. In eine ganze andere Richtung geht die Idee von Björn Grau, der Twitter vergesellschaften will. Halbwegs passend dazu: bausteln, für die Demokratisierung des Produktionswissens und für twitterende Pflanzen.

In Japan gibt es das Fest des stählernen Phallus. Als ich den Link twitterte, erhielt ich keine Reaktionen darauf.

Nerdcore lässt neben einem spannenden Film über „Cultural Jammers“ vor allem Wünsche in mir aufflammen: Ich will so einen Helm, so eine Tapete und so einen Schreibtisch. In einem Chor will ich nicht mitsingen, aber wieso nicht?

Joel Bauer, mit dem ich übrigens nicht verwandt bin, ist der neue Star auf Youtube: Your business card is CRAP! Über eine weniger tolle Person schreibt Stefan Niggemeier.

War noch was? Bestimmt. Aber ja, das Internet ist die Maschine des Kopierens und Vergessens.

Leave a Reply

Your email address will not be published.