Das Land der Linken

land-der-linken

Ich bin ja chronisch unentschlossen, was die nächsten Wahlen angeht. Ich weiß zwar, wen ich sicherlich nicht wählen werde, aber auch wenn dann noch zwei Parteien bleiben, weiß ich nicht, ob das nun tatsächlich die Richtigen sind oder ich aufgrund von Symphatie wähle. Und vor allem sind zwei Parteien noch immer eine zu viel, wenn man eine Parteienliste wählen will. Oder sollte ich etwa meine Stimmen auf die Personen der Parteien verteilen? Und was, wenn irgendeine der Parteien, die ich eigentlich nicht wählen wollte, dann doch Positionen hat, die mich überzeugen und von denen ich nichts wusste?

Also muss eine Entscheidungshilfe her! Mein Versuch, die Wahlprogramme nach Wörtern „Internet“ oder „Kulturflaterate“ zu durchsuchen, schlug fehl, diese Wörter ganz einfach nur so selten vorkommen, dass man sich fragen kann, ob die meisten Parteien/Politiker überhaupt wissen, worum es bei Themen wie Netzneutralität überhaupt geht. Der Wahl-o-mat der Bundeszentrale für politische Bildung war in vergangenen Jahren zwar immer ein nettes Spielzeug, hilft mir aber nicht, mein luxemburgisches Problem zu lösen. Doch per twitter fand ich Abhilfe! @abotis wies mich auf den EU Profiler hin. Schnell die 30 Fragen beantwortet und dann das Ergebniss angeschaut. Und die erstaunen schon ein wenig. Fast alle luxemburgischen Parteien befinden sich auf der linken Seite der „socioeconomic“-Achse, nur die ADR ist ein wenig weiter nach rechts als die Nullachse. Im Vergleich dazu sind z.B. die deutsche CDU und CSU sehr viel weiter rechts als die luxemburgische CSV.
Die einzige luxemburgische Partei, die auf der „EU-Integration“-Achse im negativen Bereich liegt, ist die KPL.
Mehr Bilder und merkwürdige Tatsachen nach dem Klick.

Linkes Luxemburg: die Positionen der Parteien

Linkes Luxemburg: die Positionen der Parteien


In Luxemburg vertreten also – zumindest laut den Fragen von EU Profiler – so ziemlich alle Parteien mehr oder weniger „linke“ Postionen, die adr mal ausgeschlossen. Auch die „Biergerlescht“ ist im Radius meiner möglichen Parteien, mit Gewichtung ist sie sogar an der dritten Stelle der Parteien mit den meisten Übereinkünften, davor nur „Déi Lenk“ und „Déi Greng“. Ohne Gewichtung ist sie immerhin an der vierten Stelle nach der LSAP.

Im europäischen Vergleich gibt es eine Partei, die sich ganz nahe an mir dran befindet – und irgendwie überrascht mich das jetzt überhaupt nicht: die schwedische „Piratpartiet“, also die Piratenpartei. Ahoi!

Wenn ich jetzt ein Fazit ziehen muss, bin ich eigentlich nicht wirklich schlauer als vorher. Ich weiß zwar, dass sich die luxemburgische Parteilandschaft erstaunlicherweise im europäischen Vergleich ziemlich im Bereich Mitte-Links befindet (mit der „obligatorischen“ rechtspopulistischen Idiotenausnahme), aber wen ich wählen soll, weiß ich immer noch nicht. Vor allem fehlt im Fragenkatalog für mich wichtige Positionierungen im Bereich Internet und Copyright, die meine Entscheidung wahrscheinlich klarer machen würden. Aber eine Piratenpartei gibt es in Luxemburg ja leider nicht.

20 Kommentare “Das Land der Linken

  1. Danke für den Eintrag, mir geht es (fast) genauso. Ich weiß auch noch nicht genau wen ich wählen will/werde, und die wenigsten Parteien sprechen mich mit ihrem Wahlprogramm an. Aus Sympathie heraus würde ich meine Stimme ausschließlich unter den Grünen verteilen, aber ob ich das auch so tun werde weiß ich noch nicht.
    Zum Thema Piratenpartei kann ich dir nur Recht geben, sie belegt genau die Position, die ich am wichtigsten finde und mit der ich mich am ehesten identifizieren könnte. Ich werde die EU Profiler Seite auch unter die Lupe nehmen, besten Dank!

  2. Der Test funktioniert einwandfrei und ist sehr interessant. Man muss nur richtig verstehen was mit links und rechts auf der Achse gemeint ist, nämlich nicht die klassischen links/rechts-Positionen, sondern vielmehr mehr Staat/mehr Steuern und/oder Verschuldung/ vs. weniger Staat/Steuersenkungen/Schuldenabbau. Und da sind sich die Parteien hierzulande aufgrund der Finanzkrise ja weitestgehend einig, wie wir schon festgestellt haben. Der Zug fährt derzeit ohnehin in die komplett falsche Richtung, daher wird die Zukunft uns auch noch weitere Krisen bescheren…

    Mein Ergebnis: In Luxemburg passt mir egtl. niemand (am ehesten noch die DP oder die ADR), in Deutschland die FDP, in Frankreich die Alternative Libérale, in Belgien die Liste Dedecker, in Holland die VVD oder die PVV (von Geert Wilders), wobei ich bzgl. Immigration schon noch freundlicher bin als die beiden, das Gleiche dann auch in GB mit der UK Independence Party (die von EU-Skeptiker Nigel Farage), in Spanien die Ciudadanos, in Schweden die Piratenpartei (Freiheit fürs Internet!), Österreich und Italien gar nichts etc.

    Europaweit klar vorne: die dänische LibAll mit 83%, dicht gefolgt von Dedecker und der AL mit Sabine Herold. Ein durchaus logisches Ergebnis für mich.

    Wie auch immer aber die Wahl ausgeht, ich hoffe bloß dass sowohl die Regierungsparteien einen Dämpfer erhalten als auch die KPL und die Sozialisten der Neuen Linken.

  3. CK: War mir schon klar, wie die links/rechts-Ebene gemeint ist – und trotzdem verwundert mich, wie gleich die luxemburgischen Parteien liegen. Interessant auch, dass die Piratenpartei bei uns beiden nahe beieinander liegt, aber ich glaube das kommt auch daher, dass die sich in vielen Bereichen enthalten haben(?)

  4. @Joel: Mich verwundert es nicht, wir haben bereits vor Tagen auf unserem Blog darauf hingewiesen wie ähnlich sich alle Parteien äussern.

    Vor allem verteidigt die Piratenpartei wohl die Freiheit des Netzes. Und vermutlich denkt sie auch in vielen gesellschaftlichen Fragen liberal. Es sind ja meist nicht diese Dinge, wo ich mit den Linken auf Kriegsfuß bin. Ihre emanzipatorische Haltung bzgl. “Homo-Ehe”, Trennung von Kirche und Staat, Abtreibung, Euthanasie, Drogen udgl. habe ich stets gelobt. Aber Freiheit ist nunmal unteilbar, was jedoch weder Sozialisten noch Konservative jemals kapieren werden.

  5. Daat do wonnert mech zwar eigentlech net, well och bai engem Verglaich mat aneren Chrestdemnokraten resp Chretlech sozialen, dCSV emmer mei lenks ass. (mir kennt just dDP zimmlech lenks vir…)

    Waat dai Wahl Dilemma ugeet, vlaischt ee klengen hint: dei leschte Keier ass déi Lenk net mol mat der KPL zesummen op 5% komm,
    dofir sen dei Stemmen mat grousser Wahrscheinlechkeet sws fir dKaaz, a bai enger Grousser Partei, dei schon eng Plaaz an der Chamber huet (deis do domatt staerks) besser opghuewen…

  6. Salut,

    also ech glewen der Statistik ganz gaer, wann een d’Wahlprogrammer liest mierkt een schons dat sou zimlech all Partei sech en sozialt Image well gin, soguer den ADR. Op dat nun an der Realiteit also och sou ass, ass natierlech och nees eng aner Saach. Wann nämlech kuckt wat verschidden Lait innerhalb vun der Partei denken an soen, dann mierkt een oft dat Realiteit net vill mam Wahlprogramm ze din huet.

  7. Eng aner Saach dei mech irriteiert dei mer awer vlait een erklären kann ass wisou Luxembourg (DE) en anert Resultat huet wei Luxembourg (FR) ?

  8. @ all

    An den leschten Joeren sin d’Stéieren ob Profiter fun den Entreprisen fun 40% ob 23% erofgaagen an och d’Verméigensstéier as ofgeschaft gin während d’TVA an d’Gemengentaxen an d’Luut gesaat goufen. Wien huet datt dann ze veräntwerten? Richteg, ALLEGUER d’Parteien an der Chamber! Et geet net duer vir un Wahlen lénks ze blénken an riits ofzebéien. Et in immens fill Politikfelder wou guer kéng lénk positiounen an der Chamber vertrueden gin, emol net fun den Gréngen wéi d’Beispill fun der Republik, dem EU-Verfassungsvertrag/Lissabonner traité, der Militariséierungspolitik, d’Jo an Armen zum “Krisenmanagement” fun der Regiirung an dem centre fermé belëen. An gerad well déi étabéiert Parteien Angscht fir un enger lénker Alternativ hun gin se sech elo immens lénk, Wirtschaftskris oblige. Mais obgepasst: Dat as just Show an nom 7.Juni wärt eng ganz drastesch Sozialofbauspolitik gefuer gin. Dowinnst as et sou wichteg eng warnend fraiheetlech-ökosozialistesch Stemm an d’Chamber ze kréien.

    @ Joel: Am wahlprogramm fun den Lénken erklären mer ausdrecklech datt d’Vorratsdatenspeicherungerem erem muss reckgängeg gemach gin an mir fuederen och eng prinzipiel Legaliséierung fum File-Sharing.

    @ pol
    Aus ménger Siicht as et elo méiglech een authentsch Lénken an d’Chamber ze kréien wann een d’Dynamik ob der Lénker verfollegt.Mir hun eis an den leschten Méint massiv verstärkt well fill Léit miirken wien wiirklech lénk Ideen am Alldag probéiert emzesetzen an wien nemmen dofunner an Sonndesrieden schwätzt. D’fraiheetlech Kritik fun Déi Lénk um dogmateschen Cours fun der KPL bréngt eis eischter méi Symphatien an wéi datt si eis Stemmen kascht.Och eis konsequent Kritik un der Hypokrisie fun der ADR huet eis och lénk Symphatien abruecht. D’Analys fum kapitalisteschen System an sengen Widersprëch maan mer sait eisem Bestoen an sin bis elo entweder ausgelaacht oder ignoréiert gin. Dat mer net esou falsch mat eisen Warnungen waren wéist déi momentan Entwecklung. Mais eis geet et elo dorems d’Léit ze warnen datt massiven Sozialofbau befirsteet an déi déi naischt fir d’Kris kennen se awer sollen bezuelen. Dogéint hun mer Alternativen entweckelt déi d’Suen do hueln wou se sin, nämlech an den Täschen fun den puer Superraichen.

    Eng Stemm fir Déi Lénk as also eng kloer Ofso un déi neoliberal Chambersparteien an glaichzeiteg eng Stemm géint eng autoritär-dogmatesch KPL.

  9. Ob der sozio-öknomescher Linie net, mee d’KPL schengt net immens frou mat der EU ze sinn, doweinst ass se esou wait ennen.

  10. ass da schon obgefall claude dass de kpl emmer als autoritaer an als dogmatesch bezeechs; mengen schon dass mer erch stemmen kaschten werten soss hess de dach net emmer esou en interessi daat emmer schreiwen

    wann ma eis mat erch zesummen gedoen hetten giffs de secher elo schreiwen oh dei kpl leit sa sin all esou cool
    sa schaffen mat eis zesummen
    an trotzdem hett sech deen moment naicht un eisen strukturen geenert deis de als esou autoritaer bezeechness
    obwuel alles ob demokratesch art a weis gewielt get

  11. Intern Streidereien um lenke Rand sinn emmer erem herrlech. Déi Lenk géint KPL, KPL géint Roude Fiisschen, Veganer géint Vegetarier, Anarchisten géint Kommunisten – fir den Coperal DD ze zitéiren: ma henkt ierch dach nemmen alleguerten op! ;-) (bzw.: Streit ierch, mee net op mengem Blog. Dorems ass et elo héi wierklech net gaangen.)

    Mee wann mir dann schon Léit vun der KPL héi hunn, dann géif ech awer gären wessen, ob se wierklech esou contra-EU ass, wéi den EU-Profiler daat gesait?

  12. majo ech wer averstanen dei domheeten sin ze loossen!
    mee giff ma och mei einfach falen wann kpl net emmer zu onrecht an den dreck gezunn get firdaat aaner besser do stin

    ech perseinlech an dei aaner kpl membren sin net dei dei ob all internet blog dei lenk mat feiss treppeln et brauch een nemmen semtlech blog duerchzegoen an et ass emmer dei nemlech gezilten kritik drop geint eis! dei lenk si cool a mer sin mies fir et ganz einfach auszedrecken
    mee egal jiddereen soll dat fir den wahlkampf maen waat en wei richteg aan eierlech hellt!

    zum thema eu kpl ass net geint en vereenten europa mee geint eu selwer
    geint lissabon strategie; Gruenbuch ; geint militariseirung vun der eu

    mir kpl sin fir en vereenten europa
    awa net fir dei heiten eu

  13. ech fannen dass mir esou weit baussen leien leit eben dorunner well ma geint dat heiten europa sin

    well am verglach zu dei lenk gint et och haltungen dei geigenseiteg zimlech no kommen
    wann net esouguer selwecht sin!
    dat sooten si jo selwer wou se bekannt gin hun
    si wellten mat eis zesummen schaffen
    mee ech mengen dat huet mat der haltung zur europäischer linkspartei ze din
    wou mer eis mei distanzeirn well se eben och vill birgerlech aspekter vertrieden!

  14. @ K:

    Du schréiws: “ass da schon obgefall claude dass de kpl emmer als autoritaer an als dogmatesch bezeechs” Ech maan dat jo net einfach aus Polemik mais well ech dat wiirklech gleewen dat dat den aktuellen Kurs fun der KPlsFéierung as. Mais ech well dat och konkret mat e puer rezenten Beispiller argumentéieren:
    “Autoritär”: D’KPL huet an engem Pressekommuniqué den Gréngen an den Lénken stark kritiséiert well sech des 2 Organisatiounen mat Manifestanten solidaresch erklärt haten déi géint déi bluddeg Nidderschloung fum rezenten tibeteschen Obstand duerch d’chinesch Arméi héi zu Letzebuerg firun der chinesescher Ambassade versammelt haten. Ech kréien d’Zeitung fum Letzebuerger Vollek elo schon sait iwwer 10 Joer an hun di nach ni eppes géint déi “realsozialistesch” Menschenrechtsverletzungen an Länner wéi China an Kuba gelies. Wann een dann och gesait datt sech bal déi ganz chinesesch Botschaft an der eischter Réi ob der 70 Joerféier fun der KPl remfonnt huet dann kann een sech dach Froen stellen. Menschenrechter sin universal ob se elo an der EU, an den USA oder am “kommunisteschen” China mat Féiss getrepelt gin. An eensaiteg esou autoritär Regimer net ze kritiséieren as fir mech een onausgesprachen Accord, also autoritär. Des Auso huet also naischt mat der interner Funktionnsweis fun der KPl ze din, déi ech net selwer kennen an dowinnst och net beurteelen.

    “Dogmatesch”: Een ganz bekannten Mann huet emol eng Kéier geschriwwen: “Ich bin kein Marxist”. Wann den Marx dat schon selwer gesot huet dann froen ech mech ob et richteg as bal wéi an engem Mantra sech onkritesch ob den MARXISMUS-Leninismus als eenzeg Wouerecht ze bezéien an all Lénker déi net aus esou enger Traditioun kommen respektiv eng kritesch marxistesch Linn vertrieden auszegrenzen.Gären géif ech emol eppes an der Zeitung liesen wat och mat Fehlaschätzungen an offensichtlechen Widersprëch an deser Ideologie ze din huet. Léider as dat awer net den Fall. Béi den Lénken gin et eng ganz Retsch léit déi sech selwer an der Marxistescher Traditioun gesin awer trotzdem ondogmatesch sin an sech mat aaneren Stréimungen ausernaanersetzen an och ganz fill iwwert den Ennergang fun autoritären “realsozialisteschen” Staaten nogeduecht hun. Ech denken datt lénk Organisatiounen nemmen dann eng Zukunft hun wann se pluralistesch sin an och aaner Meenungen an Kritiken kennen an géigensaitegem Respekt austauschen.

    @ Joel: An all Land gin et ennerschiddlech Organisatiounen déi sech selwer als Lénk bezeechnen.Dat as dach total normal. Och wann z.B. an Daitschland kaum een winnst dem Succes fun DIE LINKE kaum een iwwert d’MLPD, d’DKP oder soss Parteien schwätzt existéieren se awer. Du hues an denger Obzielung och déi Gréng an d’LSAP vergiess. Sin dat dann an denger siicht kéng “lénk” Parteien? Firwat fusionéieren dann net och wéi an Skandinawien déi Lénk mat den Gréngen? Och den Roude Fiischen als “lénk” Organisatioun duerzstellen déi iergend eng wichteg bedéitung hätt as zimlech mat den Hoer ebéigezunn. Den Roude Fiischen – bestoend aus 3 Léit – huet sech iwweregens och obgeléist: 2 Fiisescher kandidéieren fir d’KPL am Zentrum an een fir den Jaerling ob der Europalescht. Ech fannen den Pluralismus eppes interessantes deen et eben net nemmen ob der Lénker gett. Well nierwend dem Jaerling, der ADR an der CSV kéint een och soen datt d’DP – mat hiren Ausserungen zu den Familienzoulagen fir Frontalien – och riits ass.

    An nach eppes zu Europa an der EU: Déi Lénk sin géint déi aktuell EU an fir eng EIGRENNUNG fun der EU ob friddlecher, sozialer an demokratescher Basis. Dowinnst as et och guer keen Widersproch – och wann deen fun der KPLsféierung gären iwersin gett – datt mer an der europäescher Lénkspartei mat Parteien wei der schwedescher Lénkspartei an der islannescher rout-lénker Allianz zesummenschaffen déi explizit fir den Austrett aus der aktueller EU respektiv dem net-Beitrett an déi aktuell EU sin zesummenschaffen.

  15. majo claude iwwer dei obstenn an tibet dat muss een vun 2 saiten kucken well tibeter hun jo och ugefangen
    an deems net nemmen fridlech demonstreiert wei et hei emmer heescht hun mee si hun chinesech haenlder an kleng ladenbesitzer ugegraff! an dat waren am fong nemmen moenschen aus den kleister!net all tibeter leeft mat esou engem unhang duerchgeigent wei een dat hei ganz oft geseit wann iwwer tibet bericht get
    kann een dann do net vun rassismus schwetzen??
    dass den marx dat soot ass bekannt get jo bal an samtlechen bicher vun gesot
    mee trotzdem wees da awa obwuel ech mech geren als marxist bezeechnen mee awa och open fir aaner meenungen sin dat wees de och

    an zweetens et goufen schon negativ ausserungen geint iwwer china kuba ;an dem ehemolegen ostblock
    mee wann mir iwwert den ostblock schreiwen get net all negativ areignis esou ausgeschluecht wei bei den biirgerlechen presse organer

    mee bon du bas da jo bewosst dass er gehellcht schwester partei die linke an deitschland vun engem ehemolegen stasi funktionär an engem oportunisteschen la fontaine gefeiert get
    mee du kritiseiers aus haltung geitn iwwer dem realsozialismus
    mengen deemols war bei waiten net alles falsch an aus den feeler kann een leiern
    et sin vill saachen do geschitt dei net mat den sozialisteschen prinzipien iwwerneen stemmen!

    ech mengen mer sin hei um falschen blog wei dat ze diskuteiern hei geet et iwwer europa
    mer kennen daat jo entzwuerch ahnecht weider feiern
    am fong ass et bloed well et sin jo wahlen an do huet all partei aus eegener siicht bekanntlech emmer recht
    an dei diskussiounen hei sin net objektiv

  16. Op desem Blog héi geht et virun allem em mech.
    Dir därft awer gären wéider streiden, ech liesen daat wéi gesoot gären.

    Ech sinn iwregens der Meenung, daat et keng objektiv Wourechten ged an een sech als Parteimember sollt bewosst sinn, waat fir en Ierw en untrett an och no bannen wéi no baussen kommunizéiren, wéi en selwer dozou steht. Daat gelt fir all Partei.

  17. bon wann der dat gefällt
    ass jo gudd fir dech
    ;) hehe

    et gellt fir all partei dat ass wouer dovunner ass hiert iwwerliewen jo och ofhaengeg

    mee trotzdem sin ech fir en lenksbuendnis hei zu letzebuerg
    an et ass schon schweier leit bei eis dovunner ze iwwerzeegen
    an wann mer eis geigenseiteg schlecht rieden (kpl/dei_lenk)kennt dat ni zu stanen
    mer ass et am fong egal ob elo wahlen sin oder net

    well dann huet een tendenz nemmen no senger partei ze kucken
    an mengen daat ass keng politik am interesse vum vollek sonder vunm interessi vun
    da partei selwer
    an daat ass een vun deenen punkten dei mech na emmer un da politik gesteiert hun
    an ech well mech net an esou en shema anordnen
    dat soen ech fir mech selwer

  18. @ K
    ech hun wéi gesot eng gudd Bezéiung mat fillen Léit aus der KPl, mengen awer datt déi aktuell KPL-Spetzt – fir un allem den Präsident Ruckert – een total falschen Kurs ageschloen huet. Ech hun och géint kéén eppes perséinlech mais probéieren réng inhaltlesch an politesch z’argumentéieren. Wat allerdengs eben léider net den Fall fum aly Ruckert as deen an manner wéi 2 Méint öffentlech 2 Persounen déi entweder an déi Lénk sin oder eis no stoungen öffentlech beléidegt huet. Ech dokumentéieren dat héi fir déi Léit déi dest net matkritt hun mat 3 Artikelen – 2 aus der Internetzeitung Goosch.lu an een aus der Daageszeitung Quotidien:

    1. Perséinlech Attak fum Aly Ruckert ob déi kiirzlech verstuerwen Yvonne-Useldinger-Frisch, kommunistesch Resistenzlerin an KZ-Iwwerliewend an d’Fra fum langjähregen kommunisteschen Bourgemeeschter fun Esch dem Ady Ulseldinger:
    “Menschenverachtend…
    … und doch auch entlarvend fanden wir den mit A.R. unterzeichneten Artikel „ Frühere kommunistische Resistenzlerin Yvonne Useldinger-Hoster verstorben“ aus der Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek anlässlich des Ablebens von Yvonne Useldinger. Nach einer historisch korrekten Aufzählung der Verdienste dieser couragierten Menschenrechtlerin wird A.R. doch sehr unsachlich. Zitat “Nach dem Sieg des Kapitalismus im „Kalten Krieg“, während dem sie über Jahrzehnte eine Militantin der KPL war, verriet sie ihre früheren Ideale, trat mit anderen, die die kommunistische Partei liquidieren wollten, aber in die Minderheit versetzt wurden, aus der KPL aus und wurde wegen ihrer gehässigen antikommunistischen Kommentaren in gewissen Kreisen mit Wohlwollen behandelt.“ Daß A.R. mit kritischen Menschen seine Probleme hat ist gewusst, dass A.R. den Mythos, seiner Partei gebühre der alleinige Anspruch auf Vermittlung von „kommunistischen Werten“ nährt, auch. Dass aber sogar zwischenmenschliche und humanistische Konventionen über den Haufen geworfen werden und nach dem Motto „der Zweck heiligt die Mittel“ übelste Nachrede an einer toten Frau betrieben wird, ist doch sehr befremdend. Yvonne wurde als couragierte Resistenzlerin von vielen Kreisen für ihr Engagement und ihre Überzeugung respektiert. Aber in gewissen Kreisen scheint das nicht für „Dissidenten“ zu gelten. Vielleicht sollte man/frau gewisse Ideale aus gewissen Kreisen hinterfragen.“ (Goosch No.214 fum 19. Fenruar 2009)
    „ Jean Rhein, le Quotidien du 3/2/09 : « Du côté du président du KPL, il n‘y a guère l‘esprit et la volonté d‘ouverture. Il y a quelques jours, Ali Ruckert a claqué une nouvelle fois les portes en rédigeant un article nécrologique sur Yvonne Useldinger-Hostert, qu‘il a qualifiée de traîtresse. Il a utilisé d‘autres injures, dignes de la terminologie utilisée durant la période des purges staliniennes. Ce ne sont pas seulement de «vieilles histoires» auxquelles fait référence l‘homme puissant du KPL.
    Dans ses commentaires sur le Journal du camp de concentration de Ravensbrück rédigé par Yvonne Useldinger, la biographe, une jeune philologue allemande, avait fait référence à l‘isolation subie par Arthur Useldinger de la part de ses camarades communistes orthodoxes et au sein des Amitiés Luxembourg-URSS, à la fin des années 1930, au moment de la conclusion du pacte de non-agression entre l‘Allemagne nazie et l‘URSS. Pendant la guerre, d‘autres scènes de persécutions ont également existé au sein de la Résistance communiste, dans le pays, et plusieurs camarades en étaient la cible. Le langage utilisé dans l‘article biographique et nécrologique par Ali Ruckert, qui s‘est donné pourtant la peine d‘être l‘auteur d‘une histoire du PCL objective, est démuni de toute tentative de conciliation, même posthume.(…)“ http://lequotidien.editpress.lu/news/125/ARTICLE/2606/2009-03-02.html
    2. Perséinlech Attak fum aly Ruckert géint den Hoffmanns Änder:
    « KPL-Methoden
    André Hoffmann – Die folgende Richtigstellung ging an den Sender 100,7: “An Ärer Emissioun mat dem KPL-Präsident huet den Ali Ruckert ënner anerem folgendes behaapt: den „Haaptspriecher“ vun „déi Lénk“ hätt viru kuerzem an enger Lëtzebuergescher Zeitung gesot, hie wär an der Zäit nëmmen an d’Kommunistesch Partei gaang, well se am Süde staark gewiescht wär, an e wär mat näischt d’accord gewiescht. Dat wär jo, sot den Ali Ruckert, Opportunismus. Dat wär et och, wann et esou wär. Well hie mat deem „Haaptspriecher“ do wuel mech selwer mengt, muss ech richtegstellen. Et geet mer net drëm, mech mat aneren Aussoe vum Ali Ruckert ausenanerzesetzen, mais just eng krass Onwourecht riichtzebéien.
    Den Ali Ruckert huet gläich duebel gelunn. Éischtens hunn ech dat selbstverständlech net gesot. Zweetens, an dat weess den Ali Ruckert esou gutt wéi ech selwer, stëmmt et natiirlech och net.
    Gemengt huet den Ali Ruckert wuel en Artikel aus der Serie „Portraits“ vum Jean Portante am „Jeudi“ vum 12. März. Do ka jiddferee noliesen, wat dra steet, an den Auteur ka jo och nach bestätegen, wat ech him a Wierklechkeet gesot hun. Mäin Antrëtt an déi demoleg KPL hat (net aleng, mais virun allem) ze dinn mat dem konsequenten Engagement vun där Partei an zwou Froen, déi deemols fir mech entscheedend waren: der sozialer Situatioun vun den Aarbechter an hire Familjen zu Lëtzebuerg an dem märderesche Vietnamkrich. Esou steet et och ganz korrekt am Jean Portante séngem Artikel: „Et rejoindre le parti communiste qui, sur ces deux questions clé, la lutte au côté des ouvriers et le rejet de la guerre, correspondait le mieux à ses idées.“ Ech hunn allerdéngs – an dat steet och do – weder déi „stalinistesch“ Dériven an de sougenannte sozialistesche Länner guttgeheescht, nach den autoritären Leedungsstil an der kommunistescher Partei selwer. Déi Haltung haten och nach aner Membren, awer déi Themen waren innerhalb der KPL tabu.
    Ganz clever ass dem Ali Ruckert séng Ausso wuel net: et as jo relativ einfach ze iwwerpréiwen, wéi eng Positiounen ech an alle dene Joren als Member oder net vun der KP an der Öffentlechkeet vertratt hunn. Si as awer bezeechnend fir d’Methode vun der KPL-Féierung: iirgendeppes wäert jo hänkebleiwen. Bezeechnend as och déi absolut Weigerung, sech kritesch mat der eegener Geschicht an objektiv mat anere Positiounen ausenanerzesetzen.” (Goosch No. 223 fum 23.Abrëll 2009)“
    Een KPls Präsident deen esou Saachen déi direkt géint d’perséinlech Integritéit fun Léit geriicht sin fannen ech einfach extrem kontraproduktiv fir eisem gemeinsamen Wonsch eng gemeinsam Lénk obzebauen méi no ze kommen. Dowinnst fannen ech ganz kloer datt hien d’Konsequenzen droen muss an sech fir seng Ausoen entschellegen oder fun sengem Amt zrécktrieden respektiv duerch een aaneren Präsident/in ersat gin sollt.

    Nach eppes aaneschters par rapport zum Gregor Gysi – ob deens hues du jo ugspillt hues andeems dat’s du behapt hues mir géifen mat Stasi-Spiounen zesummenschaffen -. An engem Rechtsstaat gett et eng Strofdoot déi “Rufmord” genannt gett. Wann den Gysi – meschtens aus reaktionären Zirkelen, Riitsen an der Bildzeitung- als Stasimatarbechter ugeprangert gin as dann huet en déi Léit déi des Ausoen gemach hun fir un Geriicht zitéiert an krutt och 2 Mol fir un Gericht Recht! Et geet mer héi net em d’Persoun Gysi; sollt hien schêlleg sin dann soll hien och d’Konsequenzen droen. Allerdéngs huet all Mensch – dir, ech, an eben och den Gysi – een Grondrecht an dat heescht Onscholdsvermutung an d’Recht sech géint Rufmord ze wieren; ouni si as een Rechststaat keen Rechtstaat méi.

    Par rapport zur Haltung fun déi Lénk zu Gysi, Lafontaine an der Partei DIE LINKE: Weder den Gysi, nach den Lafontaine nach d’Partei DIE LINKE sin mer aus politescher Siicht immens symphatesch, well ech och d’Regiirungspolitik fun die Linke zu Berlin zimlech egal wat fannen.An gerad d’Tatsach datt 1 an eng Hallef Stonn Débât mam Publikum virgesin léist héi d’Méiglechkeet hien ze kritiséieren an och Léieren ze zéien. Déi Lénk sin eng pluralistesch politesch Sammelbeweegung mat Kontakter an ganz fill Richtungen. Dowinnst kennt jo nom Mélanchon an dem Gysi och nach den – nom Besancenot bekanntesten- Vertrieder fun der NPA aus Frankraich, den Alain Krivine. Dorunner gesait een dat déi Lénk eng pluralistesch Organisatioun as an deer Meenungsenerscheeder dozou geheieren. Mir kéinten och nach Ökolénker an Libertârer, lénk Chreschten … alueden. Uni dans la diversité, dat as fir mech eng richteg Approche ouni awer den anti-kapitalisteschen Grondkonsens a Fro ze stellen. An deem Senn deelen ech deng Kritik un der daitscher Partei DIE LINKE an déi gett et och zimlech verbreed an déi Lénk. Perséinlech kann ech der nemmen soen dat wann ech an Daitschland géif liewen do NET béi DIE LINKE wir. Mais et as eben esou datt déi Lénk zu Lëtzebuerg ganz aanescht funktionnéiert an fill méi basisdemokrtesch as firwat mer och schon groussen Luef fun engem EU-Deputéierten fun DIE LINKE krutten deen innerhalb fun die LINKE géint d’Sozialdemokrtiséierung kämpft.

    Iwweregens as och är Brudderpartei, déi daitsch DKP zesummen mat die LINKE gaangen.

Leave a Reply

Your email address will not be published.