Zugfahrt.

Entgleister, alter Zug

Mit einem Rucksack in einem sehr großen, langem Zug. Auf der Reise, offenbar. Ich weiß nicht mehr genau, mit wem, aber ich kannte nicht alle Leute der Gruppe. In einem bestimmten Wagen gibt es einen Friseursalon, und da sollten wir hin, nachdem wir die Rucksäcke offenbar irgendwo verstaut hatten.
„Ein Friseursalon in einem Zug, was für eine verrückte Sache!“, dachte ich, wagte es aber nicht, es laut auszusprechen. Denn der Friseursalon sah überhaupt nicht so aus wie ein Friseursalon, sondern eher so, als hätten Hippies einen komplett leeren Eisenbahnwagon eingerichtet. Holzboden, Sitzkissen, bunte Tücher.

Wir setzten uns, beim Hinsetzen fiel mir an meiner Umhängetasche ein Button auf. „A&S“ steht drauf, aber es war kein gewöhnlicher „Angscht a Schrecken zu Lëtzebuerg“-Button. Es war größer und als ich genauer hinsah, bemerkte ich, dass die Abkürzung für „Awe and …“ stand. Versuchte da jemand, mich zu diskreditieren, war das ein Angriff auf mich oder nur ein merkwürdiger Zufall, so wie damals, als die Buffy-Musical-CD in meinem Rucksack landete?

Ich blätterte in einem Buch. Ein englischer Text beschrieb meine Geschichte. Die Kamera fuhr nach oben, über den Zug, in die grauweißen Schäfchenwolken, eine Hexe wird sichtbar. Sie thronte über allem, wie einst Saruman über Isengard. Aus ihrer magischen Feste hoch oben auf einem schneebedeckten Berg beobachtete und verwünschte sie mich. Sie schickte gefährliche Artefakte, um mich zu kontrollieren oder gar zu töten. War dieser merkwürdige Button eins dieser Artefakte?

Plötzlich stand ich I. gegenüber. Sie wirkte erfreut, mich zu sehen, lächelte, stand auf um mich zu begrüßen und küsste mich auf den Mund. Ich setzte mich verwirrt auf eins der großen lila Sitzkissen.

In einem anderen Zug werde ich halbnackt beim Sex erwischt und zur Strafe mit schaumigen Sperma eingerieben. Die Frau neben mir muss Ruth sein, denn ich erkenne sie nicht.

Ein Kommentar zu “Zugfahrt.

  1. Was das Unterbewußtsein mit einem in der Nacht so alles anstellt. Manchmal hätte ich schon gern ein Traum-Aufzeichnungsgerät wie in BIS ANS ENDE DER WELT.

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