State of the Blog

Ich sollte mehr hier reinschreiben. Es ist schlimm, wie wenig ich blogge, wenn ich es damit vergleiche, wie oft ich mal gebloggt habe, wie wichtig es mir war. Jetzt ist es mir fast egal. Ich mag das Layout nicht mehr, aber das kann doch nicht wirklich ein Grund sein, oder?

Es ist nicht mehr wie früher. Es kommen weniger Kommentare und es gibt weniger Blogs in der „Nachbarschaft“, zumindest fühlt sich das so an. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich jetzt in einer Großstadt lebe und mehr Möglichkeiten habe, so dass ich den Blogklumpen um mich herum nicht so brauche. Vielleicht bin ich viel zu oft auf twitter und blase meine Gedanken in kleinen, maximal hundertvierzig Zeichen großen Fetzen heraus. Und auf diesem Blog erscheinen nur noch die großen Stücke, wenn ich Zeit habe. Aber selbst die werden kaum kommentiert. Ich weiß aber nicht, ob ich, wenn ich mir ansehe, was manche auf ihren Blogs für eklige Kommentare ertragen müssen, wirklich mehr Kommentare wünsche. Das Internet ist an vielen Stellen sehr ungemütlich geworden. (Oder ich merke es mehr.)

Ich bilde mir ein, genug zu sagen zu haben. Nur sprudelt es nicht mehr so aus mir heraus wie sonst. Der Gedanke kommt mir bekannt vor, ich denke ihn wahrscheinlich schon, seit ich das Blog habe. Momentan suche ich nach einer möglichst einfachen und gleichzeitig auch nachhaltigen Methode, ein eigenes, einspaltiges WordPress-Theme zu stricken, mit dem das hier wieder mehr Spaß machen wird. Das Layout ist nun wirklich schon sehr alt und ich mag Platz für Texte schaffen, nicht für die Sidebar.

Mal sehen, wie es weitergeht. Ich habe auf jeden Fall nicht vor, aufzuhören. Ich atme nur manchmal sehr lange und sehr tief durch.

2 Kommentare “State of the Blog

  1. Warum kommen mir diese Gedanken nur so bekannt vor… Und eigentlich habe ich auch keine Ahnung, woran es wirklich liegt.

    Falls es das Layout sein sollte, ich hab dir mal das hier entworfen. Weil’s mitten in der Nacht ist und ich mal wieder nicht schlafen kann, und weil mir solche Dinge Spaß machen. Wenns gefällt, darfst du es gerne als Inspiration benutzen. http://cl.ly/image/343z2O0x3T2r Das Logo oben soll ein Atompilz sein, bin mir aber selbst nicht so sicher ob mir das gelungen ist…

  2. Ich finde das Twitter schon eine Menge an persönlichen Traffic nimmt. Ich selbst twitter nicht. Ich kann mich nicht kurzfassen, schätze ich. Habe auch keine interessanten Infos die ich in die Twitter-Welt hinaus posaunen muss. Aber trotzdem finde ich Microblogging eine tolle Sache.

    Blogs haben meiner Meinung nach trotz allem noch einen Sinn. Das ¨Mitmachweb¨ hat nun noch weitere Möglichkeiten. Das ist alles. Deswegen finde ich nicht das die Zeit von Blogs vorbei sind oder so. Auch Blogs verändern sich. Die Art in Blogs zu schreiben. Ja und Kommentare werden leider weniger. Vielleicht weil die Aufmerksamkeit der User wegen der Splittung von Aktivutäten im Netz weniger geworden ist? Keine Ahnung. Wenn ich nur für mich selbst spreche, kommt bei mir dabei raus das ich meine Feeds seit 2 Monaten regelrecht gekürzt habe. Denn ich war nur noch mit lesen beschäfftigt. Hatte also quasi gar keine Zeit mehr gehabt zu kommentieren. Seitdem nehme ich mir die Zeit auch wieder mehr zu reflektieren, was ich da lese und kommentiere auch wieder mehr hier und dort (so wie jetzt auch gerade in diesen Augenblick).
    In meinen eigenen Blog wird kaum noch kommentiert. Aber es gibt noch ein paar ¨stumme¨ Besucher. Dafür hat mein Umfeld zwar eher weniger Twitter, sondern eher Whatsup. Und witzigerweise bekomme ich via Whatsup Feedback von einigen Freunden zu einzelnen Einträgen. Ein Freund ghabe ich gefragt, warum er das nicht in den Kommentar geschrieben hat und die Antwort war für mich erst verblüffend gewesen. Er sagte, das er in seinem Feedreader keine Kommentare direkt hinterlassen kann. Er muss den Eintrag also erst im Browser öffnen um dann sein Kommentar loswerden zu können. Whatsup hat er immer im Hintergrund offen. Also umswitchen und schon kann er seine Meinung los werden.

    Es ist also eine Frage des Komforts? Ich weiß nicht. Dadurch entsteht natürlich keine Diskussion mehr in den Blogs, wenn es nur noch persönliches Feedback gibt.
    Eine andere Antwort, die ich bekam, war, warum ich denn nicht auf Facebook schreibe oder nicht wenigstens einen Like-Button im Blog habe. Also doch eine Frage der Bequemlichkeit?

    Jedenfalls werde ich bei dir wieder mehr kommentieren, statt nur stumm mitzulesen!

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