Wettermantel

Eine Zigarette.
Das Wetter.
Grau, nicht kalt, nicht warm, die Sommerhose ein paar Zentimeter zu kurz nur.
Das Nichtwissen, was mit diesem Tag anzufangen ist. Da liegt ein großes rotes Heft herum, das gelernt werden will, aber nicht heute, die Luftfeuchtigkeit hat keinen angenehmen Geschmack dafür. Ich will mir den Himmel anziehen, wie einen dieser Parkas, die andere Leute haben und in denen die auch gut aussehen, während meine Regenbekleidung immer ein grellbunter Sack ist. Zum Glück muss ich noch gar keine Regenkleidung tragen, da die Temperaturen noch in einem unbestimmten Bereich liegen.

Wettermantel

Der Supermarkt, den sie renoviert haben. Alle Regale sehen ganz anders aus und stehen in anderer Reihenfolge herum, so dass ich mir nur mit Mühe in Erinnerung rufen kann, an welchem Ort ich gerade bin. Wie in einem Traum, in dem ich ganz genau weiß, dass ich an diesem Ort bin, der aber völlig anders aussieht. Nur umgekehrt halt. Das neue Mobiliar des Supermarktes verwirrt mein inneres GPS, ich könnte in einer fremden Stadt aus dem Supermarkt wieder austreten, es würde mir nicht einmal auffallen. In Wien in einen Supermarkt gehen und in Paris mit den Einkäufen wieder herauskommen, ohne auch nur mit den Achseln zu zucken.
Passiert halt.

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