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Linkspam (3) Femcamp, Sidbanoff und andere Scoops

Zwei Origami-Kraniche in einem BrunnenEs ist wieder Linkspam-Zeit! Ich habe wieder einmal tausende Tabs offen und weiß nicht, wie ich damit umgehen soll, also verblogge ich einfach mal die Links, die mir spannend erscheinen.

Als ersten Linktipp eine Aufforderung zum Mitmachen: Olja Alvir, ihres Zeichens Journalistin, Jugošlawienerin und Jungautorin will eine Doku über den Südbahnhof Wiens, der dem neuen Hauptbahnhof Platz machen musste, drehen:

der Südbahnhof – Verkehrsknoten wie finanzieller, kultureller und gesellschaftlicher Umschlagplatz. Hier kamen in den 50ern die ersten Gastarbeiter*innen in berstend vollen Zügen an, hierher brachten in den 90ern Busse die Menschen aus dem Jugoslawienkrieg nach Österreich. In der Zeit vor dem Internet und flächendeckenden Mobiltelefonen war der liebevoll „Sidbanoff“ genannte Jobbörse, Wohnungsanzeiger, Bank und Beratungszentrum.

Wer mitmachen will, meldet sich am Besten gleich bei Olja: Doku-Projekt: „Sidbanoff“
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Ein Leben (fast) ohne Supermarkt

Dieser Post erschien zuerst in der Ausgabe 02/2014 des progress und wurde im März 2016 rückdatierend auf dieses Blog gepostet. Foto von Johanna Rauch.

Auf der Suche nach nachhaltigen und regionalen Lebensmitteln schließen sich immer mehr Menschen zu Foodcoops zusammen. progress hat sich angesehen, wie ein Leben fast ohne Supermarkt funktionieren kann.
Dienstagabend in einem Kellergeschoss im 15. Wiener Gemeindebezirk. In den Räumen des PerpetuuMobile 2.3 stapeln sich Kisten mit Gemüse, Getreide, Nudeln und Sojaprodukten. Dazwischen wuseln Menschen umher, vergleichen den Inhalt der Kisten mit Listen und wiegen Erdäpfel, Frühlingszwiebeln, Salat, Rüben und Pastinaken ab. Es ist Abholtag in der vegan food coop, einer von über 20 Foodcoops in Österreich. Gerade ist eine Lieferung eingetroffen, frisch vom Bauernhof.

foodcoop5_blog (Foto: © Johanna Rauch)

„Ich hatte sehr lange Zeit eine Biokiste, aber ich wollte dann noch einen Schritt weiter gehen. Ich wollte wissen, wo mein Essen herkommt“, erzählt Christina. Sie studiert an der BOKU und ist seit anderthalb Jahren Mitglied der vegan food coop. Der Kontakt zu Produzent_innen ist ihr besonders wichtig: „Ich kann hier wirklich sehen und nachprüfen, wie meine Lebensmittel angebaut werden. Wir organisieren öfters Reisen zu Bauernhöfen und können uns anschauen, wie die wirtschaften.“ Weiterlesen

Radiocamp 2014

Fähre am Bodensee. Blauer Himmel mit einigen WolkenSeit neun Jahren fahre ich jedes Jahr – mit einer Ausnahme 2009, als ich für mein Abschlussexamen büffeln musste – zum Radiocamp der freien Radios bei Merkelfingen am Bodensee. Freie Radios sind nicht-kommerzielle Radios mit einem politischen (linken) und emanzipatorischen Anspruch. Es gibt auch sogenannte Offene Kanäle oder Bürger_innenfunk, die mehr nach dem Prinzip „Offenes Mikrofon“ funktionieren und keine so klare politische Ausrichtung haben. Aber warum fahre ich eigentlich jedes Jahr zu diesem Camp? Was mache ich dort? Weiterlesen