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Hallo wort.lu-Leser_innen!

Jetzt ist das also passiert.

Ein Haus im Dschungel.

Wort.lu, die Webseite der größten luxemburgischen Tageszeitung, interessiert sich nun auch für Blogs und verlinkt mich in der Rubrik „Blogosphäre“ ihrer deutschen Ausgabe. Das kommt ein bisschen überraschend. Nicht nur, weil ich meine Inhalte nicht unbedingt für kompatibel mit der Wort-Linie halte, sondern auch, weil es reichlich spät kommt. Warum ich ein wenig Bauchweh habe und wie das doch alles passiert istWeiterlesen

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Foto von grauen Wolken über einem matschigen braunen Feld. Das Foto ist durch eine Fensterscheibe fotografiert, auf dem Regentropfen zu sehen sind Photo by SplitShire

Ich sehe mir dein Facebookprofil nochmal an, weil da rechts oben, wo immer steht, was alle gerade tun (und das nach fünf Minuten immer stehen bleibt, weil alle gerade viel zu viel tun), was von dir stand und ich sah, dass du ein anderes Profilfoto hast und das muss ich mir natürlich anschauen. Dabei schmecke ich wieder diesen leicht metallischen Geschmack von damals im Mund, als ich überzeugt war, dass sich dieses Gefühl nur mit einer Krankheit vergleichen ließe: Was für eine arrogante und überheblich-junge Überzeugung.
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Einstürzende Neubauten

Dieser Post erschien zuerst in der Ausgabe 01/2015 des progress und wurde im März 2016 rückdatierend auf dieses Blog gepostet. Den Text habe ich gemeinsam mit Anne Schinko geschrieben, die Fotos sind von Mafalda Rakoš.

Von maroden Hörsälen bis zu herabfallenden Fassaden – Österreichs Unigebäude sind nicht gerade in Topform. Wer ist hier zuständig und wie viel kostet das Ganze eigentlich?
2. Jänner 2015: Vom „Learning Center“ der neuen WU fällt eine 80 Kilo schwere Betonplatte. Das Gleiche ist ein halbes Jahr zuvor – im Juli 2014 – schon einmal passiert. Der Campus der WU wurde erst im Herbst 2013 eingeweiht, nun sieht der Vorplatz der Bibliothek wieder wie eine Baustelle aus: Ein Gerüst soll vor weiteren herabstürzenden Fassadenelementen schützen, bis die Ursachen endgültig geklärt sind. Herabfallende Fassadenteile sind an Österreichs Universitäten nicht unbedingt eine Seltenheit: Im Herbst 2012 fiel etwa eine Fensterscheibe aus dem zweiten Stock des Türkenwirt-Gebäudes der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU). Auch hier steht seitdem ein Gerüst, das die Studierenden vor ihrer eigenen Universität schützen soll. Und auch hier kam durch die fallende Fensterscheibe glücklicherweise niemand zu Schaden.

S_1_Cover_Credit_Mafalda Rakos_blogFoto: Mafalda Rakoš

Diese doch recht dramatischen Beispiele illustrieren, womit Studierende alltäglich konfrontiert sind: Österreichs Universitätsgebäude sind nicht in bestem Zustand. Zwar stürzen nicht ständig Betonplatten von allen Universitäten zu Boden, aber die Liste der Beschwerden ist doch lang: Sie reicht von zu wenig Lern- und Gruppenräumen über inadäquate Toiletten bis hin zu groben baulichen Mängeln, beispielsweise im Fall von Türen, die ständig kaputt gehen, weil sie nicht für die hohe Frequenz an ein- und ausgehenden Studierenden ausgelegt sind. Hinzu kommt, dass viele Universitätsgebäude nicht barrierefrei sind. Der Klassiker ist die Klage über zu kleine Hörsäle, die an manchen Hochschulen schon wenige Jahre nach ihrer Entstehung ertönt. Weiterlesen