Alles nur künftige Ruinen

Ich finde es ja sehr schade, dass diese Betonklötze am „Aldringer“ abgerissen werden. Ich bin damit vielleicht ziemlich alleine, aber ich mag Beton und Brutalismus. Ich weiß aber gar nicht, ob das Gebäude diesem Stil zugeordnet werden kann.

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Schade ist ja, dass einmal mehr keine Debatte darüber geführt wurde, was mit dem Platz, der durch den Abriss frei werden wird, passieren soll. Das Straßenbahnprojekt, das selbst als running-gag schon einen Bart hat, ist zwar Vorwand für den Abriss, vor allem sollen jedoch Büro- und Geschäftsflächen entstehen. Immerhin ist auch ein öffentlicher Platz geplant, auf dem Märkte und Konzerte stattfinden sollen. Im Winter ist eine Eisbahn geplant. Das spricht dafür, dass hier zwar „öffentlicher“ Raum entsteht, dieser jedoch vor allem zu diversen mehr oder weniger vorbestimmten Zwecken be- und genutzt werden soll. Ich stelle mir das ähnlich vor wie der Platz vor dem Wiener Rathaus, der an nur sehr wenigen Tagen im Jahr tatsächlich einfach nur ein Platz ist, an dem Menschen rumhängen und eigene Dinge tun können. Aber bevor ich mich weiter in Spekulationen begebe, verweise ich auf den Artikel „Am Ende entscheidet die Straße“ von der großartigen Milena Steinmetzer. Sie beschreibt darin die aktuellen Begebenheiten der luxemburgischen Raumpolitiken sehr gut und treffend.

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