Virginia Hamilton – Justice and Her Brothers

justiceDie 11-jährige Justice lebt mit ihren Eltern und ihren Zwillingsbrüdern irgendwo auf dem US-amerikanischen Land. Die Kinder haben Sommerferien, während der Vater arbeite, und die Mutter zur Schule (Uni?) fährt und sind so den Tag über auf sich alleine gestellt. Eine Hitzewelle hat das Land erfasst, was die Zwillingsbrüder Levi und Thomas nicht davon abhält, das „great snake race“ zu veranstalten. Justice mag zwar keine Schlangen, trainiert sich den Ekel jedoch ab, weil sie auch mitmachen will. Doch während das Ereignis, an dem alle Jungen des Ortes mitmachen werden, immer näher rückt, bemerkt Justice, dass Thomas und Levi sich immer merkwürdiger benehmen und ersterer seinen scheueren Zwilling zu kontrollieren scheint. Sie bemerkt aber auch, dass sie selbst merkwürdige Kräfte hat, als sie glaubt, sich in einen Stein zu verwandeln.

Der erste Band einer Kinderbuchtrilogie über Justice, die ganz offenbar über psychische Kräfte verfügt fängt sehr langsam an und nimmt sich viel Zeit, um das Familienleben und Justices etwas einsamen Alltag zu beschreiben. Ich habe meistens das Pech, im Sommer Bücher über Eiseskälte zu lesen, so dass ich mich diesmal über die passenden Temperaturen freuen konnte. Die drückende Stimmung kommt ganz gut rüber, allerdings hätte ich nichts dagegen gehabt, wenn der Plot etwas gestrafft gewesen wäre, ich habe dann doch ziemlich lange für ein eigentlich recht kurzes Buch gebraucht. Ich weiß nicht, ob ich die zwei anderen Bände lesen werde, wobei mich das Ende natürlich neugierig auf mehr gemacht hat. Das Alter (1978) merkt eins dem Buch nur ein paar wenigen Stellen an. Ich fand den Tonfall des Buches manchmal ein wenig zu sehr „kinderbuchartig“, wobei ich auch schon genau gegenteilige Kritiken gelesen habe. Das Buch war irgendwann in einem humble bundle, weswegen es auf meinem eReader war. Durchaus eine interessante Lektüre, vielleicht eignet sich das ja besonders auch für Kinder, die mit Harry Potter fertig sind und in einem ähnlichen Genre bleiben wollen – könnte ich mir zumindest vorstellen.

Das Buch auf der Webseite der Autorin.
Das Buch scheint trotz des Erfolges der Autorin nie auf Deutsch übersetzt worden zu sein.

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