14 Jahre bloggen: mein halbes Leben.

vierzehnjahrebloggen

Vor ein paar Wochen ist mir beim Duschen aufgefallen, dass mein Blog 14 und ich 28 Jahre alt werde und ich damit doppelt so alt wie mein Blog bin. Oder umgedreht: seit heute blogge ich schon mein halbes Leben lang (Das weiß ich so gut, weil ich mein Blog praktischerweise nur wenige Tage nach meinem Geburtstag begründet habe). Das ist so ein bisschen überwältigend. Von jetzt an werde ich immer schon länger als mein halbes Leben bloggen. Das ist nicht nur einer dieser merkwürdigen Timeghost-Momente, sondern auch eine schöne Gewissheit: der Anteil meines Lebens, in dem ich Blog führe, wird nun stetig größer werden. Mir fällt eigentlich sonst nichts ein, was ich schon mein halbes Leben lang tue und was ich durchgehalten hätte.

Im letzten Jahr habe ich 59 Blogposts geschrieben. Im Jahr 13 waren es 37, im Jahr Zwölf 42, im Jahr Elf waren es „nur“ 39 (hab mich wohl verzählt). Davor waren es jeweils 41, 58, 119, 222, 362, 301, 298, 208, 161 und 84 Posts im Jahr, was heißt dass ich durchschnittlich 145,07 Posts im Jahr oder 12,09 im Monat (oder 0,4 pro Tag) verfasst habe. Natürlich bin ich nicht der Meinung, dass viele Blogposts unbedingt besser sind, aber ich bin froh, dass mir dieses Jahr trotz einiger Monate, in denen ich nichts gepostet habe, eine „Trendwende“ gelungen ist: die Posts pro Monat waren im Jahr Vierzehn mit 4,92 so hoch wie seit meinem Studienbeginn nicht mehr. Leider kann WordPress nicht von Haus aus die Zeichenanzahl pro Monat/Tag ausspucken, sonst könnte ich euch auch noch mit einem weiteren quantitativen Vergleichswert langweilen (das händisch zu machen ist mir gerade etwas zu anstrengend. Hey, es ist immer noch ein Geburtstag!).

Ich denke, dass vor allem den Monat im Sommer, an dem ich jeden Tag gebloggt habe, die Statistik ordentlich nach oben korrigiert hat. Ich fand das ziemlich cool, weil es natürlich ein nettes Gefühl ist, sagen zu können „Ich blogge jeden Tag“. Aber es ist auch anstrengend und es gab genug Tage, an denen ich eigentlich lieber einfach ins Bett gefallen wäre, statt noch einen Text zu tippen. Im September war ich erst einmal müde und seit zwei Wochen habe ich wieder Uni (#letztesjahrimmaster #würdmichwundernwennesklappenwürde), was meine Motivation, mich abends hinzusetzen und neben all dem anderen Kram, den ich in meiner „Freizeit“ so tue, noch zu bloggen, eher sinken lässt. Aber vielleicht klappt es ja trotzdem. Vielleicht setze ich mich schon am Nachmittag hin, vielleicht nutze ich meine verlängerten Mittagspausen zum Bloggen. Vielleicht auch nicht, denn:

Dies ist mein Blog, meine Spielwiese, mein Raumschiff, mein Elfenbeinturm, mein wunderbares majestätisches Seelenzeppelin, mit dem ich durch Raum, Zeit und Netz reise

und was ich hier tue, bestimme alleine ich. Je mehr ich in und mit Medien arbeite, bei denen es (natürlich) Einschränkungen gibt, schätze ich die grenzenlose publizistische Freiheit, die so ein Blog bietet, umso mehr. Beschließe ich morgen, einen Kochchannel auf Youtube aufzumachen, wäre das ebenso kein Problem wie ein ganzes Jahr lang nur Haikus zu veröffentlichen. Großartig!

Und damit blase ich die vierzehn Kerzen am virtuellen Kuchen aus und freue mich auf die nächsten Jahre. Es gibt übrigens neue Social Media Buttons, auf die ihr nun fleißig klicken solltet.

Mehr Rückblicke:
Zehn Jahre Bloggen
Zehn Jahre Schreiben
Elf Jahre Bloggen
13 Jahre Bloggen
(Falls sich wer wundert: Zahlen bis Zwölf werden ausgeschrieben.)

7 Kommentare “14 Jahre bloggen: mein halbes Leben.

  1. Schönes Jubiläum und wohl einzigartig in der Blogbuerg, Gratulation!

    A propos neue Buttons: Kann man deine Posts nun nicht mehr flattren?

  2. Dankesehr! Das Plugin (das gleich den gleichen Datenschutz wie das vorherige bietet, aber komfortabler ist) hat leider noch keine flattr-Schnittstelle. Ich habe jetzt das offizielle flattr-Plugin wieder eingeschaltet, was vergleichsweise hässlich aussieht, aber damit kann ich gerade noch so leben. Vielleicht stelle ich ja mal auf patreon um, denn es wird dem Vernehmen nach immer schwieriger, überhaupt Geld von flattr runterzubekommen (auf jeden Fall geht es nicht mehr so einfach per paypal).

  3. Update: Ich schalte das flattr-Plugin wieder aus. Ich kann mein flattr-Geld nur noch per Skrill überweisen, die pro Überweisung ca. 3 Euro wollen. flattr nimmt sich nicht nur von dem eingehenden Geld was, sondern will auch für die Überweisung zu Skrill nochmal ein Prozent, so dass ich von 20,20 € am Ende 17,03 € am Konto haben werde (oder noch weniger, so genau werd ich es wohl erst in ein paar Tagen wissen). Das lohnt sich für mich nicht mehr wirklich, fürchte ich.

  4. Das Problem hatte ich mit Flattr auch. Ich hab fast mehr Geld an Skrill geben muessen, als ich danach noch selbst bekam. Verdammt mies.

  5. Hm, hab noch gar nicht mitbekommen, dass Flattr Probleme macht. Die paar Euro, die ich momentan da auf dem Konto habe werde ich dann wohl am besten gleich wieder verflattren. Wenn du zu Patreon wechselst, kann ich dein Blog weiterhin unterstützen.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *